Thromboserisiko, Jüngeren

Thromboserisiko im Alter: Bei über 75-Jährigen trifft es 1 von 100

Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 12:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das jährliche Thromboserisiko reicht von etwa einem Fall je 10.000 Jüngeren bis zu einem je 100 Menschen über 75.

Venöse Thrombose: Wie Alter, Gene und Reisen das Risiko beeinflussen
Ein heller, steriler Krankenhausflur mit natürlichem Lichteinfall, der eine ruhige und professionelle Atmosphäre vermittelt. Illustration mit AI erstellt.

Das Risiko, eine venöse Thrombose zu entwickeln, hängt in erheblichem Maße vom Lebensalter ab. Aktuelle Zusammenstellungen zeigen eine Größenordnung, die den Unterschied zwischen jungen und älteren Menschen deutlich macht: Während bei 20- bis 40-Jährigen etwa 1 Fall pro 10.000 Personen jährlich auftritt, liegt die Häufigkeit bei über 75-Jährigen bei 1 von 100 Personen pro Jahr. Das entspricht einem erheblichen Anstieg über die Lebensspanne hinweg und rückt die Gruppe älterer Erwachsener besonders in den Fokus der Prävention.

Hohe Zahl an Todesfällen in Europa

Die Dimension des Problems zeigt sich auch auf Bevölkerungsebene: In Europa werden demnach jährlich rund 500.000 Todesfälle durch venöse Thromboembolien verzeichnet. Diese Erkrankungen – zu denen tiefe Venenthrombosen und Lungenembolien zählen – gelten damit als eine der bedeutenderen vermeidbaren Todesursachen im Gesundheitswesen.

Genetische Veranlagung als zusätzlicher Faktor

Neben dem Alter spielt auch die genetische Disposition eine Rolle. Die sogenannte APC-Resistenz, die auf einer Mutation im Faktor-V-Gen beruht, betrifft nach vorliegenden Angaben etwa 6 Prozent der Bevölkerung.

Diese Veranlagung ist für rund 30 Prozent aller venösen Thromboembolien verantwortlich. Menschen mit dieser genetischen Besonderheit tragen somit unabhängig vom Alter ein erhöhtes Grundrisiko, das sich mit zunehmenden Lebensjahren weiter verschärfen kann.

Schwangerschaft als eigener Risikofaktor

Auch außerhalb des Alterungsprozesses gibt es Lebensphasen mit erhöhtem Risiko. Eine Schwangerschaft steigert die Gerinnungsneigung des Körpers auf das 4- bis 5-Fache. Dieser physiologische Mechanismus ist unabhängig vom Alterseffekt zu betrachten, kann sich bei älteren Schwangeren jedoch zusätzlich mit dem altersbedingten Risiko überlagern.

Reisedauer beeinflusst das Risiko zusätzlich

Ein weiterer, häufig diskutierter Faktor ist langes Sitzen auf Flugreisen. Bei Langstreckenflügen von über 6 bis 8 Stunden entwickeln den vorliegenden Daten zufolge 2 bis 5 von 10.000 Menschen eine symptomatische tiefe Venenthrombose, was einem Höchstwert von 0,05 Prozent entspricht.

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Das Thromboserisiko steigt mit dem Lebensalter deutlich: Bei über 75-Jährigen trifft es rund 1 von 100 Personen pro Jahr. Wer sein eigenes Risiko realistisch einschätzen will, muss Alter, genetische Veranlagung und äußere Umstände zusammen betrachten. Der kostenlose Leitfaden bündelt genau diese Faktoren in einer Checkliste und zeigt, welche Vorbeugung im Alltag wirklich trägt. Kostenlosen Leitfaden jetzt anfordern

Bei Personen mit bereits bestehender Vorbelastung steigt dieser Wert auf 20 von 10.000 Betroffene, also 0,2 Prozent. Für Reisen unter 4 bis 6 Stunden lässt sich dagegen keine nachweisbare Risikoerhöhung feststellen.

Diese Differenzierung ist insofern relevant, als sie zeigt, dass nicht jede Reise automatisch mit einer Gefährdung einhergeht – erst die Kombination aus langer Sitzdauer und individueller Vorbelastung erhöht die Wahrscheinlichkeit spürbar.

Einordnung für ältere Menschen

Die vorliegenden Zahlen verdeutlichen, dass das Thromboserisiko keine einheitliche Größe ist, sondern von mehreren, sich teils überlagernden Faktoren abhängt: Lebensalter, genetische Veranlagung, hormonelle Sondersituationen wie Schwangerschaft sowie äußere Umstände wie lange Reisezeiten.

Für die Gruppe der über 75-Jährigen, deren Risiko mit 1 von 100 Personen pro Jahr deutlich über dem jüngerer Altersgruppen liegt, kommt diesen zusätzlichen Faktoren eine besondere Bedeutung zu.

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Langstreckenflüge über 6 bis 8 Stunden erhöhen das Thromboserisiko messbar — bei Menschen mit Vorbelastung auf bis zu 0,2 Prozent. Wer älter ist und eine genetische Veranlagung wie die APC-Resistenz trägt, reist rechnerisch mit einem kumulierten Risiko. Der kostenlose Leitfaden erklärt, wie Sie vor der nächsten Reise Ihr persönliches Risikoprofil prüfen und mit einfachen Maßnahmen gegensteuern. Reise-Risikoprofil jetzt prüfen

Wer in höherem Alter zudem eine genetische Veranlagung wie die APC-Resistenz aufweist oder eine längere Reise plant, trägt rechnerisch ein kumuliertes Risiko, das deutlich über dem altersbedingten Basisrisiko liegt.

Die verfügbaren Daten legen nahe, dass eine differenzierte Betrachtung individueller Risikofaktoren – statt einer pauschalen Einschätzung nach Alter allein – für eine realistische Risikoeinschätzung notwendig ist.

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