ThreatModeler, Nexus

ThreatModeler Nexus: KI senkt Sicherheits-Personalaufwand um 50%

27.06.2026 - 10:04:41 | boerse-global.de

VerSprite stellt zwei KI-gestützte Plattformen vor, die Bedrohungsmodellierung und Penetrationstests automatisieren und in Entwicklungsprozesse integrieren.

VerSprite launcht KI-Tools Fork und Knife für automatisierte Sicherheit
ThreatModeler - Abstrakte Darstellung von KI und Cybersicherheit: leuchtende neuronale Netze und Binärcode umgeben ein digitales Schlossymbol. 27.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das Sicherheitsunternehmen VerSprite hat heute neue Plattformen vorgestellt, die Bedrohungsmodellierung und simulierte Angriffe automatisieren. Die Tools Fork und Knife sollen Entwicklern helfen, Sicherheitsrisiken frühzeitig zu erkennen.

Zwei Plattformen für unterschiedliche Aufgaben

Fork konzentriert sich auf die kontinuierliche Bedrohungsmodellierung. Das System basiert auf der PASTA-Methodik und erstellt laut Unternehmensangaben KI-gestützte Bedrohungsmodelle in weniger als zwei Stunden.

Knife übernimmt die praktische Überprüfung der Sicherheitsvorkehrungen. Das Tool führt KI-gesteuerte Adversarial Tests durch – mit einem „Human-on-the-Loop“-Ansatz, bei dem menschliche Experten die automatisierten Prozesse überwachen.

Beide Plattformen lassen sich in bestehende Workflows integrieren. Zu den unterstützten Schnittstellen gehören ServiceNow, Veracode und Snyk sowie verschiedene Cloud-Security- und Analyse-Tools.

Kostenloser Einstieg, Enterprise für Profis

Die Community Edition von Fork ist kostenlos, aber auf die Absicherung einer einzelnen Anwendung beschränkt. Die Enterprise-Version bietet unbegrenzten Funktionsumfang für beliebig viele Applikationen und inkludiert „Threat Modeling as a Service“.

Multi-Agenten-System von ThreatModeler

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Auch der Wettbewerber ThreatModeler hat seine Technologie erweitert. Mit ThreatModeler Nexus präsentiert das Unternehmen eine Plattform, die auf einem Multi-Agenten-System basiert. Ein sogenannter „Secure Design Graph“ kartiert Systemarchitekturen und meldet Schwachstellen automatisiert.

Ein global tätiger Finanzdienstleister konnte durch den Einsatz der Plattform den Personalaufwand für Sicherheitsanalysen um rund 50 Prozent reduzieren. Das System greift auf eine Datenbank mit über 3.500 Sicherheitsanforderungen und mehr als 1.500 bekannten Bedrohungen zurück. ThreatModeler strebt zudem eine FedRAMP-Autorisierung an, um die Anforderungen für US-Regierungsbehörden zu erfüllen.

Warum der Bedarf steigt

Die Nachfrage nach automatisierten Sicherheitstools wächst rasant. Ein aktueller Europol-Bericht identifizierte über 700 aktive kriminelle Netzwerke in Europa mit insgesamt mehr als 400.000 Mitgliedern. Die Behörde betont: Cyberkriminelle setzen zunehmend selbst auf künstliche Intelligenz.

Ein reales Beispiel: Der Hackerangriff auf das Theater Gießen Mitte Juni legte den Betrieb lahm. Die vollständige Behebung wird voraussichtlich mehrere Monate dauern. Als Reaktion planen Kultureinrichtungen wie das Staatstheater Darmstadt verstärkte Sicherheitsaudits für die kommende Saison.

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Regulatorische Standards rücken in den Fokus

Parallel zur technologischen Aufrüstung gewinnen Standards wie ISO 27001 an Bedeutung. Unternehmen entwickeln spezielle Schulungsprogramme für „Security Champions“, um Prinzipien des sicheren Software-Lebenszyklus und aktuelle OWASP-Standards zu verankern. Die Botschaft ist klar: Wer Sicherheit nicht von Anfang an mitdenkt, wird von der Bedrohungslage überrollt.

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