Thermomix-Update: Cookidoo Assistant mit KI-Kochbegleitung startet
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 04:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Vernetzung und Automatisierung von Haushaltsgeräten schreitet weiter voran, wobei generative Künstliche Intelligenz (KI) zunehmend eine zentrale Rolle einnimmt.
Wie aus Branchenberichten vom 21. September 2026 hervorgeht, erweitert der Wuppertaler Konzern Vorwerk das digitale Ökosystem des Thermomix um mehrere Funktionen, die auf eine intuitivere Interaktion und eine stärkere Internationalisierung abzielen.
Im Zentrum dieser Neuerungen stehen der sogenannte Cookidoo Assistant, eine automatisierte Rezeptübersetzung sowie die Integration neuer Sprachoptionen.
KI-gestützte Assistenz im Kochalltag
Der Cookidoo Assistant fungiert als KI-Kochbegleiter, der technisch auf Google Gemini basiert. Das System ist darauf ausgelegt, gesprochene Alltagssprache zu verarbeiten, um Nutzer bei der Rezeptsuche, dem Vergleich verschiedener Optionen sowie der allgemeinen Mahlzeitenplanung zu unterstützen.
Laut Berichten von September 2026 wurde das System bereits seit Ende 2025 von ausgewählten Thermomix-Repräsentanten getestet und befindet sich nun im schrittweisen Rollout.
Ein wesentlicher Aspekt für Bestandskunden ist die Preisgestaltung: Der neue KI-Assistent wird ohne zusätzliche Kosten in das bestehende Cookidoo-Abonnement integriert. CEO Dr. Thomas Stoffmehl erläuterte hierzu, dass dieses Update das gesamte Ökosystem intelligenter und verbindender gestalten solle.
Das System greift dabei auf eine umfangreiche Datenbank zu: Die Plattform Cookidoo umfasst weltweit mehr als 100.000 Rezepte, wovon rund 12.000 in deutscher Sprache vorliegen.
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Internationalisierung und automatisierte Übersetzung
Neben der KI-Integration setzt Vorwerk auf den Abbau von Sprachbarrieren innerhalb der App-Anwendungen. Eine neue Funktion zur automatischen Rezeptübersetzung ermöglicht es Nutzern zunächst, Inhalte zwischen Englisch, Polnisch, Spanisch, Portugiesisch, Italienisch, Deutsch und Französisch zu übertragen. Eine kontinuierliche Erweiterung um zusätzliche Sprachen ist vorgesehen.
Parallel dazu wird die Hardware-Schnittstelle des Modells TM7 für den arabischsprachigen Raum angepasst. Unabhängig vom Standort des Geräts lässt sich Arabisch als Menüsprache wählen. Diese Anpassung umfasst nicht nur die Übersetzung, sondern auch die für den Sprachraum spezifische Rechts-nach-links-Darstellung sowie eine arabische Tastatur.
Bis zum Ende des Jahres ist zudem geplant, die Cookidoo App und das Web-Angebot vollständig in Arabisch anzubieten, ergänzt um über 100 Rezepte aus Ländern wie Marokko, Syrien, Saudi-Arabien und Ägypten.
Branchenweiter Trend zur intelligenten Sensorik
Die Entwicklung hin zu technologisch hochgerüsteten Küchenlösungen ist ein allgemeiner Branchentrend, der über reine Software-Updates hinausgeht. So stellte der Wettbewerber Miele mit der KM 8000 Serie eine Induktions-Kochfeldreihe vor, die mit intelligentem Kochgeschirr interagiert. Bis zu drei Sensoren im M Sense Kochgeschirr messen die Temperatur und übermitteln diese an das Kochfeld, um die Hitze automatisch zu regulieren.
In Modellen mit Vollflächeninduktion können bis zu sechs Kochgeschirre frei positioniert werden, wobei die PowerFlex-Bereiche eine Leistung von bis zu 7,3 kW erzielen. Miele gibt an, dass durch das Kochen mit Deckel unter Einsatz dieser Sensortechnik eine Energieersparnis von bis zu 30 Prozent bei zwei Litern Wasser möglich sei. Ergänzend dazu sind digitale Helfer wie der FoodAssistant und CookAssist für die herstellereigene App angekündigt.
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Akzeptanz von KI in Haushalten
Die zunehmende Ausstattung von Haushaltsgeräten mit KI-Funktionen korreliert mit einer steigenden Akzeptanz in der Bevölkerung. Eine Bitkom-Studie aus dem Frühjahr 2025 belegt, dass bereits 38 Prozent der deutschen Haushalte mit Kindern mindestens eine KI-gestützte Anwendung zur Organisation des Alltags nutzen.
Vor drei Jahren lag dieser Wert noch bei 14 Prozent. Moderne Systeme sind mittlerweile in der Lage, Kalenderdaten, Einkaufsgewohnheiten und Gerätezustände zu verknüpfen, um proaktive Vorschläge für die Haushaltsführung zu unterbreiten.
Neben der Bequemlichkeit rückt auch die Effizienz in den Fokus. Durch die gezielte Verlagerung des Stromverbrauchs in Nebenzeiten lassen sich bei dynamischen Tarifen jährliche Einsparungen realisieren, die bei einer durchschnittlichen Nutzung von Waschmaschinen und Trocknern zwischen 80 und 120 Euro liegen können.
