Therapieresistente Depression: Magdeburg eröffnet Spezialsprechstunde
Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 07:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Behandlung von schweren, wiederkehrenden oder chronischen Depressionen sowie bipolaren Störungen gilt als eine der größten Herausforderungen der psychiatrischen Versorgung. Ein Teil der Betroffenen spricht auf gängige Therapien nur unzureichend an. Die Universitätsmedizin Magdeburg hat ihr Angebot für diese Patientengruppe nun erweitert und setzt dabei auf eine Kombination aus ambulanter Spezialsprechstunde und stationärer Behandlung.
Neue Spezialsprechstunde und stationäres Angebot
Wie die Universitätsmedizin Magdeburg berichtete, richtet sich die neue Spezialsprechstunde gezielt an Menschen mit schwer behandelbaren affektiven Störungen – also Depressionen und bipolaren Störungen, bei denen frühere Behandlungsversuche nicht zum gewünschten Erfolg geführt haben.
Ergänzend dazu wurde auf Station 3 der Klinik ein stationäres Behandlungskonzept für diese Patientengruppe aufgebaut. Damit will das Klinikum sowohl ambulante als auch stationäre Versorgungswege für Betroffene bündeln, deren Erkrankung sich bislang als therapieresistent erwiesen hat.
Auch der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR Sachsen-Anhalt) griff das neue Angebot auf und berichtete über die Spezialsprechstunden sowie die stationären Konzepte für schwer behandelbare Depressionen und bipolare Störungen.
Wer die neuen Angebote leitet
Die Leitung der neuen Spezialsprechstunde liegt laut Universitätsmedizin Magdeburg bei PD Dr. Alexandra Neyazi gemeinsam mit Oberarzt Tino Fischbach. Die fachliche Bündelung von ambulanter Diagnostik und Behandlung soll es ermöglichen, individuelle Therapiekonzepte für Patienten zu entwickeln, bei denen Standardbehandlungen bislang nicht ausreichend gewirkt haben.
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Einordnung durch die Klinikleitung
Prof. Thomas Nickl-Jockschat, Direktor der Klinik, betonte den Anspruch des neuen Angebots mit den Worten, schwer behandelbar heiße nicht unbehandelbar.
Diese Aussage verweist auf den Kern des Konzepts: Auch wenn frühere Therapieversuche bei einem Teil der Patienten nicht den erhofften Erfolg gebracht haben, soll die neue Struktur aus spezialisierter ambulanter Sprechstunde und stationärer Behandlung zusätzliche Möglichkeiten eröffnen, individuelle und intensivere Behandlungswege zu finden.
Bedeutung für Betroffene
Für Patienten mit chronischen oder wiederkehrenden affektiven Störungen bedeutet der Ausbau des Angebots in Magdeburg eine zusätzliche Anlaufstelle innerhalb der universitären psychiatrischen Versorgung.
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Die Verzahnung von Spezialsprechstunde und stationärer Behandlung auf Station 3 soll dabei helfen, Übergänge zwischen ambulanter und stationärer Betreuung zu erleichtern und die Versorgung von Menschen zu verbessern, deren depressive oder bipolare Erkrankung sich als besonders schwer therapierbar erwiesen hat.
Insbesondere für ältere Betroffene, bei denen chronische Verläufe und Mehrfacherkrankungen die Behandlung zusätzlich erschweren können, kann ein spezialisiertes, konzentriertes Angebot wie das der Universitätsmedizin Magdeburg eine relevante Ergänzung zur bestehenden regionalen Versorgungsstruktur darstellen.
