Tesla und Waymo treiben autonomes Fahren voran – Deutschland hinkt hinterher
18.05.2026 - 15:37:53 | boerse-global.de
** Der Tesla-Chef setzt auf Künstliche Intelligenz statt menschlicher Überwachung – und stellt die Weichen für eine Zukunft ohne Lenkrad.
Am heutigen Montag gab Tesla-Chef Elon Musk die Ausweitung des monitorfreien autonomen Fahrens auf die US-Städte Austin, Dallas und Houston bekannt. Die Technologie namens „Full Self-Driving“ (FSD) soll künftig ohne menschliche Aufsicht auskommen. Ein Schritt, der die gesamte Branche unter Druck setzt – auch in Deutschland.
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Rückrufe und technische Hürden
Doch der Weg zur vollständigen Automatisierung ist steinig. Noch im Mai 2026 musste Tesla 218.868 Fahrzeuge zurückrufen – Grund waren Verzögerungen bei der Rückfahrkamera. Musk selbst prophezeit dennoch, dass innerhalb eines Jahrzehnts rund 90 Prozent aller gefahrenen Kilometer autonom zurückgelegt werden.
Die Konsequenz: Tesla hat die Serienproduktion der Modelle Model S und Model X eingestellt. Die freiwerdenden Kapazitäten fließen in die Entwicklung des Optimus-Roboters – einem humanoiden Roboter, der Teslas Zukunft maßgeblich prägen soll.
Waymo kämpft mit Pannen in Wohngebieten
Teslas größter Konkurrent im Robotaxi-Geschäft, Waymo, hat derweil mit eigenen Problemen zu kämpfen. Im Mai 2026 rief das Unternehmen rund 3.800 Fahrzeuge der fünften Generation zurück. Ein Softwarefehler hatte dazu geführt, dass die autonomen Autos in überschwemmte Straßen navigierten – besonders in Texas und Kalifornien.
Besonders kurios: Im Buckhead-Viertel von Atlanta berichteten Anwohner, dass Dutzende leere Waymo-Fahrzeuge stundenlang durch Wohngebiete kreisten. Bis zu 50 Fahrzeuge pro Stunde sorgten für Verkehrschaos. Ein Anwohner stellte ein Schild auf die Straße – woraufhin acht Roboterwagen regungslos stehen blieben. Waymo verspricht Besserung, doch die Vorfälle schüren die Debatte um autonome Flotten in Wohngebieten.
Trotz allem wächst Waymo weiter. In Miami-Dade County wurde das Einsatzgebiet um 130 Quadratkilometer erweitert – auf insgesamt knapp 390 Quadratkilometer. Miami Beach und North Miami Beach sind nun ebenfalls angebunden.
Der Wettlauf um humanoide Roboter
Die Entwicklung autonomer Fahrzeuge ist eng mit der humanoiden Robotik verknüpft. Und hier zeigt sich ein klares Bild: China dominiert. Laut Branchendaten aus dem Jahr 2025 entfielen 90 Prozent aller weltweiten Auslieferungen humanoider Roboter auf chinesische Hersteller. Über 140 Hersteller und 330 verschiedene Modelle sind dort aktiv.
Elon Musk räumt ein: Die stärkste Konkurrenz für Teslas Optimus-Roboter kommt aus China. Das Shenzhener Startup UBTech sucht derzeit einen Chefwissenschaftler für „Embodied Intelligence“ – mit einem Gehalt von umgerechnet bis zu 17 Millionen Euro. Der 1,75 Meter große Roboter Walker S2 wird bereits bei Airbus getestet.
Noch beeindruckender: Unitree Robotics aus Hangzhou kontrolliert rund 70 Prozent des Weltmarkts für vierbeinige Roboter und lieferte 2025 über 5.500 humanoide Einheiten aus – mehr als Tesla im selben Zeitraum. Ihr neuestes Modell, der GD01, ist ein 2,8 Meter großer, verwandelbarer Mecha-Roboter zum Preis von umgerechnet rund 3,7 Millionen Euro.
Der Mensch ist noch schneller – aber teurer
Ein aktueller Geschwindigkeitstest zeigt: Noch ist der Mensch dem Roboter überlegen. In einem 106-stündigen Test verarbeitete ein menschlicher Arbeiter 3.600 Pakete, der Figure 3-Roboter schaffte 3.000. Doch die Kostenrechnung spricht für die Maschine: Bei einem Anschaffungspreis von rund 22.000 Euro amortisiert sich ein Zweier-Team, das rund um die Uhr arbeitet, bereits nach sechs Monaten. Über drei Jahre gerechnet ist der Roboter siebenmal kosteneffizienter als ein menschlicher Angestellter.
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ABB spaltet Robotik-Sparte ab – Deutschland verliert Anschluss
Der globale Trend zur Automatisierung zwingt selbst Großkonzerne zum Umdenken. ABB unter seinem neuen CEO Morten Wierod plant den Börsengang seiner Robotik-Sparte. Ziel: mehr Agilität in einem zyklischen Markt. Gleichzeitig stärkt ABB sein Kerngeschäft mit Zukäufen – darunter der Hybrid-Energiespeicher-Spezialist HESStec und das kanadische Unternehmen Bel Products.
In Deutschland klafft derweil eine Lücke zwischen Forschung und Vermarktung. Professor Alois Knoll warnt: „Deutschland ist führend in der KI-Forschung, scheitert aber oft an der Vermarktung – weil das Kapital fehlt.“ Länder wie Südkorea und Singapur haben eine deutlich höhere Roboterdichte. Ein Zeichen dafür, was technologische Akzeptanz bewirken kann.
Immerhin: Allein in Nordrhein-Westfalen sind derzeit 34 Stellen für Robotik-Ingenieure und KI-Entwickler ausgeschrieben. Firmen wie dSPACE und Remmert suchen Experten für Python und ROS2.
Ausblick: Die Zukunft fährt ohne Monitor
Die Branche steht an einem Wendepunkt. Während Waymo an seiner Routenlogik feilt, um Überschwemmungen und Wohngebiets-Chaos zu vermeiden, setzt Tesla auf eine rasche Skalierung in Texas. Der Erfolg wird davon abhängen, ob die KI-gesteuerte Navigation zuverlässig funktioniert – und ob die Öffentlichkeit bereit ist, sich den öffentlichen Raum mit unbeaufsichtigten Maschinen zu teilen.
Tesla hat bereits die Preise für das Model Y angehoben – die Premium-Version kostet nun rund 46.000 Euro. Ein Zeichen, dass der Konzern auf margenstarke, technologielastige Fahrzeuge setzt. Parallel bereitet Neuralink die erste Blindsight-Implantation für Ende 2026 vor.
Die World Robot Olympiad bereitet sich derweil auf ihr deutsches finale in Trier am 19. und 20. Juni 2026 vor. Das Ziel: die nächste Generation von Ingenieuren ausbilden – für eine zunehmend automatisierte Welt.
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