Tesla-Robotaxi, Flotte

Tesla-Robotaxi: Flotte wächst um 50 Prozent auf 175 Fahrzeuge

Veröffentlicht: 16.07.2026 um 08:21 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Tesla stockt seine selbstfahrende Flotte in Texas auf 175 Einheiten auf und bleibt damit hinter Waymo und Avride zurück.

Tesla erweitert autonome Flotte in Texas um 58 neue Model Y
Eine Flotte weißer autonomer Robotaxis, möglicherweise Tesla Model Y, fährt bei Dämmerung auf einer Autobahn in einer texanischen Stadt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

58 neue Model Y an einem Tag: Tesla stockt seine autonome Flotte in Texas um 50 Prozent auf. Der Konzern drängt damit stärker in den US-Markt für selbstfahrende Taxis – und bleibt dennoch hinter der Konkurrenz zurück.

Die amtlichen Zulassungsdaten des texanischen Verkehrsministeriums, die der Tesla Club Dallas bestätigte, zeigen einen deutlichen Schub: Mit den 58 zusätzlichen Fahrzeugen wuchs die Flotte auf insgesamt 175 registrierte autonome Einheiten. Zum Vergleich: Waymo betreibt derzeit 642 Fahrzeuge, Avride kommt auf 317.

Vom Pilotprojekt zum Flächenbetrieb

Teslas Robotaxi-Dienst startete im Juni 2025 zunächst in Austin. Bereits im Januar 2026 folgten die ersten vollständig unbeaufsichtigten Fahrten in der texanischen Hauptstadt. Seit Juni 2026 ist der gesamte Großraum Austin abgedeckt. In Dallas und Houston sind die Fahrzeuge dagegen noch mit Sicherheitsfahrern unterwegs.

Der Expansionskurs beschränkt sich nicht auf Texas. Am 3. Juli 2026 startete Tesla einen begrenzten autonomen Dienst in West Miami. Weitere Städte wie Phoenix, Orlando, Tampa und Las Vegas stehen auf der Agenda.

Auffällig: Die neuen Model Y für Austin verfügen über zusätzliche Türleuchten – eine Sicherheitsmaßnahme, die den Fahrgästen das Ein- und Aussteigen erleichtern soll.

Sicherheitsbilanz mit Licht und Schatten

Die Aufsichtsbehörde NHTSA beobachtet die Entwicklung aller autonomen Flotten genau. Sie warnte zuletzt mehrere Betreiber – darunter Tesla, Waymo und Zoox – vor Vorfällen, bei denen selbstfahrende Autos Einsatzkräfte behinderten. Ein schwerwiegender Fall ereignete sich im März 2026 während einer Massenschießerei in Austin: Ein autonomes Fahrzeug blockierte den Rettungsdienst.

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Die Unfallstatistik von Teslas überwachter Flotte in Austin zeigt ein gemischtes Bild: Auf 57.000 gefahrene Meilen kommt ein Unfall – menschliche Fahrer verunglücken im Schnitt erst nach 229.000 Meilen. Bis Mitte Mai 2026 meldete Tesla der NHTSA 17 Zwischenfälle. Dazu zählt ein Auffahrunfall im April 2026, bei dem ein stehendes Robotaxi in Austin von hinten gerammt wurde. Der letzte selbstverschuldete Unfall ereignete sich im Januar 2026, als ein Teleoperator eine Baustellenabsperrung touchierte.

Spezialfahrzeuge und nächste Generation

Tesla denkt bereits über die aktuelle Flotte hinaus. Am 14. Juli 2026 teilte die leitende Politikberaterin India Herdman dem Stadtrat von Washington D.C. mit, dass der Konzern in Texas an einem rollstuhlgerechten autonomen Fahrzeug arbeite. Konkrete Zeitpläne oder Modellbezeichnungen nannte sie nicht. Branchenbeobachter spekulieren, dass der sogenannte „Robovan" die Basis dafür liefern könnte.

Parallel testet Tesla den puristischen „Cybercab" – ein Fahrzeug ohne Lenkrad und Pedale. Am 10. Juli 2026 durchquerte ein Prototyp das Werksgelände von Giga Texas völlig führerlos. Über 100 Exemplare wurden bereits produziert. Ab diesem Monat sollen Mitarbeiter erste Testfahrten absolvieren. Einen öffentlichen Bezahldienst gibt es für den Cybercab noch nicht.

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Software-Update als Schlüssel

Die entscheidende Skalierung der autonomen Dienste hängt an der nächsten großen Softwareversion: FSD v15. Diese grundlegende Neuarchitektur soll das neuronale Netz von einer Milliarde auf zehn Milliarden Parameter vergrößern. Trainiert wird die Software auf dem Cortex-Supercomputer mit 200.000 Grafikprozessoren. Die Markteinführung ist für Ende 2026 oder Anfang 2027 geplant. Wichtig: FSD v15 wird nur für die Hardware-Generation 4 (AI4) verfügbar sein. Ältere Hardware-3-Systeme bleiben außen vor.

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