Tesla Roadster, Elon Musk

Tesla Roadster fliegt in Waco und startet 2028 die Produktion

Veröffentlicht am: 16.10.2026 um 17:23 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Elon Musk kündigt den Produktionsstart des Roadsters für 2028 an. Für die leistungsstärkste Version werden bereits bei der Reservierung 250.000 Euro fällig; die Flugfunktion ist für den öffentlichen Straßenverkehr nicht zugelassen.

Roadster-Varianten und Reservierung

  • Elon Musk zeigte den Tesla Roadster in Waco mit Kaltgas-Triebwerken und einem Saugsystem für die Straßenhaftung.
  • Die Performance-Version ohne fliegende Rocket-Ausführung kostet bei der Reservierung insgesamt 50.000 Euro.
  • Die Rocket-Variante soll laut Tesla nur auf Einladung zugänglich sein und möglicherweise nicht überall angeboten werden.
  • Schon für die Reservierung des Sportwagens mit Kaltgas-Düsen zur Beschleunigung werden 250.000 Dollar fällig. (Archivbild) - Bild: Patrick Pleul/dpa
  • Der Sportwagen werde 2028 in die Produktion gehen und man werde ihn kaufen können, sagte Tesla-Chef Elon Musk. - Bild: Tesla/dpa
Schon für die Reservierung des Sportwagens mit Kaltgas-Düsen zur Beschleunigung werden 250.000 Dollar fällig. (Archivbild) - Bild: Patrick Pleul/dpa Der Sportwagen werde 2028 in die Produktion gehen und man werde ihn kaufen können, sagte Tesla-Chef Elon Musk. - Bild: Tesla/dpa

Tesla zeigt Roadster mit Flugfunktion in Waco

Tesla hat in Waco im US-Bundesstaat Texas einen Sportwagen mit Kaltgas-Triebwerken vorgestellt, der kurze Strecken fliegen kann. Der Tesla Roadster soll nach Angaben von Unternehmenschef Elon Musk 2028 in Produktion gehen und käuflich sein.

Roadster fliegt über andere Tesla-Modelle

Bei der Präsentation flog der Roadster mit einer Seitenrolle über geparkte Fahrzeuge des Herstellers. Aus dem Stand beschleunigte er in 0,81 Sekunden auf 60 Meilen pro Stunde, knapp 96,6 Kilometer pro Stunde.

Musk kündigte an, dass das Produktionsmodell noch schneller sein werde. Einen endgültigen Preis nannte Tesla nicht.

Reservierung kostet bis zu 250.000 Euro

Für die Roadster-Version mit Düsen werden insgesamt 250.000 Euro für die Reservierung verlangt. Zunächst sind 5.000 Euro fällig, weitere 245.000 Euro müssen innerhalb von zehn Tagen gezahlt werden.

Auf der Tesla-Website wird nur für die erste Zahlung ausdrücklich eine vollständige Rückerstattung in Aussicht gestellt. Für die Performance-Version ohne Düsen beträgt die Reservierung insgesamt 50.000 Euro.

Flugfunktion bleibt exklusiv

Die Rocket-Variante mit zusätzlichen Düsen soll nach Angaben auf der Tesla-Website nur auf Einladung zugänglich sein. Flüge im öffentlichen Straßenverkehr sind demnach nicht zugelassen; außerdem könnte die Ausführung in manchen Regionen nicht verfügbar sein.

Wie viele Fahrzeuge Tesla mit Kaltgas-Triebwerken bauen will, blieb offen. Alle Roadster sollen ein Saugsystem erhalten, das den Wagen bei der Präsentation kopfüber auf einer Rampe hielt.

Verbindung zu SpaceX

Musk führt neben Tesla auch die Raumfahrtfirma SpaceX. Der Roadster nutzt für seine Flugfunktion Technologien mit Bezug zu Düsenantrieben.

Musk bezeichnete den Roadster als das letzte Tesla-Fahrzeug, das noch von Menschen gefahren werde. Zugleich richtet Tesla den Fokus auf autonomes Fahren und humanoide Roboter.

Produktionsstart mehrfach verschoben

Der Roadster-Prototyp war bereits 2017 vorgestellt worden. Damals hatte Musk den Produktionsstart für 2020 in Aussicht gestellt.

Der vorgestellte Roadster verbindet Teslas Elektromobilität mit Technik aus dem Umfeld von SpaceX. Kaltgas-Triebwerke sollen kurze Flugmanöver ermöglichen, während ein Saugsystem den Wagen bei der Vorführung auf einer Rampe kopfüber an der Fahrbahn hielt.

Für den Alltag im Straßenverkehr hat das Konzept jedoch enge Grenzen. Tesla weist selbst darauf hin, dass Flüge auf öffentlichen Straßen nicht zugelassen sind und die Rocket-Version möglicherweise nicht in allen Regionen angeboten wird. Damit bleibt der zentrale Nutzen der Düsen auf kontrollierte Vorführungen und besonders ausgewählte Käufer beschränkt.

Hoher Preis und offene Produktionsfragen

Auch wirtschaftlich setzt Tesla eine hohe Schwelle. Für die Performance-Version mit Düsen verlangt das Unternehmen bereits für die Reservierung insgesamt 250.000 Euro; für die Variante ohne Düsen sind 50.000 Euro vorgesehen. Ein endgültiger Fahrzeugpreis und die Zahl der geplanten Fahrzeuge wurden nicht genannt.

Der Roadster steht zudem für Teslas Strategiewechsel weg vom klassischen Autoverkauf hin zu autonomem Fahren, Robotik und eng verbundenen Technologien aus Musks Unternehmensgruppe. Die aktuelle Präsentation zeigt, wie stark Tesla dabei auf spektakuläre Demonstrationen setzt. Ob daraus 2028 ein in größerer Zahl produzierbares und rechtlich nutzbares Fahrzeug entsteht, hängt von Zulassung, Sicherheit, Technik und Fertigung ab.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

ZDFheute: „Ein Tesla, der fliegt: Musk stellt Sportwagen mit Raketendüsen vor“ (16.10.2026)

Der Beitrag bestätige die Präsentation des Roadsters in Waco und die geplante Produktion ab 2028. Er lege den Schwerpunkt auf die Reservierungskosten und die Einschränkungen für Flüge im öffentlichen Straßenverkehr; zur Zahl der geplanten Fahrzeuge bleibe ebenfalls eine offene Frage.

Euronews: „Unglaubliche Bilder: Das neue Tesla-Auto fliegt mit Raketenantrieb“ (16.10.2026)

Der Bericht beschreibe die Flug- und Rampenvorführung ausführlicher und hebe die Verbindung der Technik zu SpaceX hervor. Er nenne zusätzliche Angaben zu den geplanten Varianten und zur Leistung, während die Zulassung im öffentlichen Straßenverkehr offen beziehungsweise eingeschränkt bleibe.

Beide Beiträge bestätigten die gezeigten Flugmanöver und den Produktionsplan für 2028. Unterschiede gebe es vor allem beim Schwerpunkt: ZDFheute betone Kosten und Zugangsregeln, Euronews die Vorführung und technische Leistungsdaten.

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