Tesla, Optimus

Tesla Optimus: Zehn Millionen Roboter pro Jahr ab Sommer 2027

28.05.2026 - 00:18:13 | boerse-global.de

Tesla treibt den Bau einer riesigen Produktionsstätte für den Roboter Optimus voran. Die Massenfertigung soll 2027 starten.

Tesla Optimus: Zehn Millionen Roboter pro Jahr ab Sommer 2027 - Foto: über boerse-global.de
Tesla Optimus: Zehn Millionen Roboter pro Jahr ab Sommer 2027 - Foto: über boerse-global.de

Am Standort Gigafactory Texas entsteht derzeit das Stahlgerüst für eine Halle auf dem Nordcampus – Teil einer Erweiterung von über 480.000 Quadratmetern. Das Ziel: eine Jahreskapazität von zehn Millionen Einheiten.

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Vom Autobauer zum Roboterhersteller

Tesla stellt die Weichen neu. Nach der Einstellung der Produktion von Model S und Model X konzentriert sich das Unternehmen zunehmend auf die Fertigung humanoider Maschinen. Die neue Halle in Texas wird nach aktuellen Plänen rund 1.200 Meter lang, bleibt aber schmaler als die bestehende Fahrzeugmontage. Die Massenproduktion soll im Sommer 2027 anlaufen – das entspricht rund 27.000 Robotern pro Tag.

Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Erste Fertigungskapazitäten entstehen bereits in Kalifornien. In Fremont hat Tesla ehemalige Produktionslinien von Model S und Model X umgerüstet. Dort soll die Pilotfertigung von Optimus im Juli oder August 2026 starten. Die angestrebte Jahresproduktion liegt bei einer Million Einheiten.

Technische Sprünge in Rekordzeit

Parallel zur Fabrikplanung treibt Tesla die Entwicklung des Roboters voran. Gleich mehrere Versionen sind aktuell in Arbeit:

Optimus Gen 2 setzt auf ein verbessertes neuronales Netzwerk und hydraulischen Antrieb. Die Nutzlast beträgt 20 Kilogramm, die Akkulaufzeit acht Stunden.

Optimus V2.5 bringt entscheidende Verbesserungen mit: Ein tieferer Schwerpunkt im Beckenbereich und ein Viergelenk-Knie sorgen für mehr Stabilität. Die Steuerung arbeitet mit 1.000 Hertz Drehmomentregelung. Dynamische Armbewegungen und eine menschenähnliche Hüftbewegung ermöglichen Gehgeschwindigkeiten zwischen 1,2 und 1,4 Metern pro Sekunde. Der Energieverbrauch sank um 20 Prozent.

Optimus Gen 3 erhält eine völlig neue Hand mit 22 Freiheitsgraden – ein Quantensprung für die Feinmotorik.

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Milliarden-Investment mit Risiken

Die Investitionen in die Robotik-Sparte belaufen sich Branchenkreisen zufolge auf über 20 Milliarden Euro. Tesla arbeitet gleichzeitig an drastischen Kostensenkungen: Allein die Aktuatoren – die Antriebselemente – sollen künftig statt 5.000 Euro weniger als 800 Euro kosten.

Der Preis für den fertigen Roboter soll zwischen 20.000 und 30.000 Euro liegen. 2025 produzierte Tesla allerdings nur wenige Hundert Einheiten – weit entfernt von den selbstgesteckten Zielen. Die Konkurrenz schläft nicht: Die chinesischen Hersteller Unitree und Zhiyuan brachten es im selben Zeitraum auf jeweils über 5.000 Einheiten.

Markt mit Riesenpotenzial

Analysten von Goldman Sachs sehen den globalen Markt für humanoide Roboter bis 2035 bei umgerechnet rund 38 Milliarden Euro. Tesla soll sich ein großes Stück dieses Kuchens sichern – und setzt dabei auf die Integration in die eigene Fertigung.

Neben dem Roboterbau entsteht in Texas auch die Produktion des Cybercab, die im April 2026 anlief. Und der legendäre Tesla Roadster? Auch er soll künftig in Texas vom Band rollen – wann genau, ließ das Unternehmen offen.

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