Tesla, Optimus

Tesla Optimus: Zehn Millionen Roboter pro Jahr ab 2027 geplant

Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 22:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Tesla bestätigt Kapazität von zehn Millionen Optimus-Einheiten jährlich in Texas. Parallel feiert der Autobauer das zehnmillionste Elektrofahrzeug und dementiert Verkaufsgerüchte um das Werk in Shanghai.

Tesla plant zehn Millionen Optimus-Roboter jährlich: Gigafactory Texas als zentrale Produktionsstätte
Fließband mit Robotern fertigt Komponenten humanoider Roboter in moderner Industriefabrik. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Tesla will seine humanoiden Roboter in gigantischem Maßstab fertigen. Bis zu zehn Millionen Einheiten pro Jahr sind das langfristige Ziel – ein Produktionsvolumen, das die Automobilindustrie in den Schatten stellt.

Der Chef des Optimus-Programms, Ashok Elluswamy, hat die Zahlenangabe nun offiziell korrigiert und bestätigt: Die zweite Produktionslinie in der Gigafactory Texas ist auf eine Jahreskapazität von zehn Millionen Einheiten ausgelegt. Der Grundstein für das neue Robotik-Werk war im Mai 2026 gelegt worden. Während die Massenproduktion dort erst 2027 anlaufen soll, läuft in Fremont bereits eine Pilotlinie.

Vom Autowerk zur Roboterfabrik

Der Umbau der bestehenden Infrastruktur schreitet rasant voran. In Fremont hat Tesla Flächen freigeräumt, die einst für die Produktion von Model S und Model X genutzt wurden. Dort entsteht die erste Optimus-Pilotlinie mit einer Kapazität von rund einer Million Einheiten pro Jahr.

Die Fertigung der humanoiden Roboter stellt hohe Anforderungen an die Logistik. Lars Moravy, Vizepräsident für Fahrzeugtechnik, betonte bereits die Notwendigkeit eines hochmodularen Ansatzes. Wegen der komplexen Gliedmaßen und Aktuatoren verteilt sich die Produktion auf rund 40 verschiedene Linien. Autonome Transportsysteme übernehmen dabei den innerbetrieblichen Transport – fertige Einheiten bewegen sich selbstständig vom Bandende zu den Logistikflächen.

Kostenfrage und Marktchancen

Elon Musk hatte für die Produktion von einer Million Einheiten Stückkosten zwischen 20.000 und 25.000 Dollar veranschlagt. Konkrete Zielkosten für die Zehn-Millionen-Skala sind bislang nicht bekannt. Branchenbeobachter rechnen jedoch mit deutlich sinkenden Kosten durch Skaleneffekte.

Die Technologie entwickelt sich parallel rasant weiter. Die Gen-2-Version des Optimus zeigt bereits verbesserte Geschicklichkeit: Sie kann schwere Gegenstände heben, Material sortieren und dank längerer Batterielaufzeit ganze Schichten durcharbeiten. Eine Gen-3-Version befindet sich offenbar in Entwicklung.

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Tesla verfolgt zunächst eine Strategie der Selbstanwendung: Die Roboter sollen zuerst in den eigenen Fabriken zum Einsatz kommen, bevor sie externen Kunden angeboten werden. Internationale Analysten prüfen bereits die Integration in Automobilstandorte wie Chennai und Pune in Indien. Dort wird der Einstiegspreis auf umgerechnet rund 30.000 bis 36.000 Euro geschätzt. Andere Prognosen gehen von einem Verkaufspreis unter 30.000 Dollar aus – ein Marktstart könnte bereits Ende 2027 erfolgen.

Jubiläum und Herausforderungen im Kerngeschäft

Die Expansion der Robotik-Sparte fällt mit einem bedeutenden Meilenstein zusammen: Am 30. Juli 2026 rollte das zehnmillionste Elektrofahrzeug vom Band – ein schwarzer Model Y aus dem Werk Fremont. Damit ist Tesla der erste Hersteller, der die Acht-Millionen-Marke bei reinen Elektroautos durchbrochen hat. Der Weg dorthin dauerte sechs Jahre nach dem ersten produzierten Millionsten Fahrzeug.

Dennoch zeigt das Kerngeschäft Anzeichen der Stabilisierung. Im zweiten Quartal 2026 lieferte Tesla 480.126 Fahrzeuge aus – ein Plus von 25 Prozent im Jahresvergleich. Die Gesamtauslieferungen 2025 lagen bei 1,636 Millionen, ein Rückgang von neun Prozent gegenüber dem Rekordjahr 2023 mit 1,81 Millionen Einheiten.

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Shanghai bleibt zentral

Unterdessen musste sich Tesla gegen Spekulationen über einen möglichen Verkauf der Gigafactory Shanghai zur Wehr setzen. Elon Musk bezeichnete entsprechende Berichte am 31. Juli 2026 als „komplett falsch“. Das Werk in China produziert mehr als die Hälfte der weltweiten Auslieferungen und dient als wichtiges Exportzentrum.

Tesla baut zudem die Verbindungen zu anderen Unternehmen des Musk-Imperiums aus. Im März 2026 investierte der Autobauer 2,002 Milliarden Dollar in SpaceX-Aktien. Das Raumfahrtunternehmen sicherte sich kürzlich einen Auftrag der US Space Force im Wert von 1,6 Milliarden Dollar für Missionen bis 2027.

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