Tesla, Optimus

Tesla Optimus: Fabrikbeschäftigte wehren sich gegen Bewegungsaufnahmen

Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 19:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Tesla änderte die Datenerfassung nach Beschäftigtenprotesten; zugleich nahm die Optimus-Produktion laut Berichten deutlich zu.

Tesla Optimus: Widerstand gegen Datenerfassung, Fertigung wächst
Ein weitläufiges, leeres Industriegebäude mit poliertem Betonboden und minimalistischen Säulen bei natürlichem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Beim US-Elektroautobauer Tesla hat der Einsatz von Fabrikbeschäftigten zur Datengewinnung für den humanoiden Roboter Optimus für Unruhe in der Belegschaft gesorgt. Im Januar 2026 forderte das Unternehmen Angestellte in Werken in Texas und Kalifornien dazu auf, ihre Produktionsbewegungen mittels Motion-Capture aufzeichnen zu lassen.

Ziel der Maßnahme war es, Trainingsdaten für den Roboter zu erzeugen. Wie Medien Ende September 2026 berichteten, widersetzten sich einige Beschäftigte diesem Vorhaben aus Sorge, die Maschinen könnten künftig ihre Arbeitsplätze ersetzen. Tesla selbst äußerte sich zu diesem Vorgang nicht.

Imitationslernen und Anpassung der Datenerfassung

Die Aufzeichnung der menschlichen Arbeitsabläufe nutzt das Verfahren des Imitationslernens. Dabei soll der Roboter komplexe Bewegungen direkt von den menschlichen Vorbildern erlernen. Nach den Vorbehalten in der Fertigung passte Tesla die Vorgehensweise laut Berichten an. Das Unternehmen stellte dedizierte Datensammler ein, installierte zusätzliche Fabrikkameras und verlegte einen Teil der Datenerfassung weg von den aktiven Produktionslinien.

Bereits im Jahr 2024 hatte Tesla externen Datensammlern laut Berichten bis zu 48 US-Dollar pro Stunde geboten. Nach Angaben einer mit dem Vorhaben vertrauten Person hatte Tesla mehr als 500.000 Stunden an Optimus-Trainingsdaten gesammelt und beabsichtigte, diesen Bestand bis Ende 2026 zu verdoppeln.

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Um die Entwicklung voranzutreiben, begann das Unternehmen zudem im Sommer 2026 mit dem Aufbau eigener Trainingszentren in Colorado, Arizona und Florida. Der Roboter erfordert derzeit aufgabenspezifische Programmierung in kontrollierten Umgebungen.

Technische Hürden und manuelle Fertigung

Trotz der intensiven Trainingsbemühungen steht das Projekt vor handfesten mechanischen und elektronischen Herausforderungen. So enthalten die Hand und der Unterarm des Modells Optimus V3 mehr als 100 Kleinteile und Schrauben, die gegenwärtig manuell montiert werden müssen. Zudem gelten die taktilen Sensoren als unzuverlässig, weshalb einige gefertigte Roboter Nacharbeiten erfordern.

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Steigerung der Stückzahlen trotz unbestätigter Ziele

Gleichzeitig forciert der Konzern das Tempo beim Hochlauf der Fertigung. Laut Branchenberichten stieg die Produktion von einigen Dutzend Einheiten pro Woche im zweiten Quartal 2026 auf mehrere Hundert Roboter pro Woche im August 2026. Das interne Ziel sieht vor, bis zum Ende des Jahres 2026 eine Rate von über 1.000 Robotern pro Woche zu erreichen. Öffentlich bestätigt wurden diese Fertigungszahlen und Zielvorgaben von Tesla bislang allerdings nicht.

Noch deutlich ambitioniertere Dimensionen standen im Juli 2026 im Raum: Damals wurde Konzernchef Elon Musk das Ziel von 20.000 Einheiten pro Woche sowie eine künftige jährliche Kapazität von bis zu 10 Millionen Einheiten auf einer Fertigungslinie in der Gigafactory Texas zugeschrieben.

Der Weg dorthin hängt jedoch maßgeblich davon ab, wie schnell Tesla die technischen Mängel beheben und die für das autonome Agieren notwendigen Datenmengen verarbeiten kann.

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