Tesla, Elon Musk

Tesla-Gewinn fällt um 43 Prozent auf 1,37 Milliarden Dollar

Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 22:41 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Der Elektroautohersteller meldet für das dritte Quartal deutlich weniger Gewinn, während der Umsatz kaum wächst. Musk setzt dennoch auf Robotaxis und humanoide Roboter als künftige Wachstumstreiber.

Quartalszahlen und Teslas Zukunftspläne

  • Tesla erzielte im dritten Quartal einen Gewinn von 1,37 Milliarden Dollar.
  • Der Umsatz lag bei rund 28,05 Milliarden Dollar beziehungsweise rund 25 Milliarden Euro.
  • Im dritten Quartal sanken die Auslieferungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Tesla verkaufte trotz des Rückgangs mehr Fahrzeuge als am Markt erwartet. (Archivbild) - Bild: Patrick Pleul/dpa

Tesla verdient deutlich weniger

Tesla hat das dritte Quartal mit einem Gewinneinbruch abgeschlossen: Der Überschuss sank im Jahresvergleich um 43 Prozent auf 1,37 Milliarden Dollar. Der Umsatz stagnierte bei rund 28,05 Milliarden Dollar, während Elon Musk den Konzern weiter auf Robotaxis und humanoide Roboter ausrichten will.

Auslieferungen gehen zurück

Das Ergebnis steht im Vergleich zu einem außergewöhnlich starken Vorjahresquartal. Ende September 2025 lief in den USA eine Steuervergünstigung von 7.500 Dollar für den Kauf von Elektroautos aus, weshalb viele Kunden ihre Anschaffung vorgezogen hatten.

Die Tesla-Auslieferungen waren damals um 7,4 Prozent gestiegen. Im dritten Quartal dieses Jahres gingen sie dagegen zurück, nachdem es in den Monaten zuvor teilweise noch Zuwächse gegeben hatte.

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Umsatz übertrifft Erwartungen

Beim Umsatz übertraf Tesla zugleich die Erwartungen der Analysten. Die Aktie legte im nachbörslichen Handel zeitweise um 1,6 Prozent zu.

Musk setzt auf neue Geschäftsfelder

Musk will Tesla künftig stärker mit selbstfahrenden Robotaxis und humanoiden Robotern verbinden. Das Unternehmen muss sein Geld aktuell jedoch weiterhin hauptsächlich mit dem Verkauf von Elektroautos verdienen.

Am Tag vor der Zahlenvorlage bestätigte Musk außerdem Spekulationen über Überlegungen zu einem Zusammenschluss von Tesla mit der ebenfalls von ihm geführten Weltraumfirma SpaceX.

Teslas Quartalszahlen zeigen einen grundlegenden Zielkonflikt des Konzerns: Elon Musk richtet die strategische Erzählung auf Robotaxis, autonomes Fahren und humanoide Roboter aus, während das laufende Geschäft weiterhin stark vom Verkauf von Elektroautos abhängt. Der Gewinnrückgang um 43 Prozent macht sichtbar, wie schwer sich die hohen Zukunftserwartungen derzeit in stabile operative Ergebnisse übersetzen lassen.

Der Vergleich mit dem Vorjahresquartal ist zudem durch einen Sondereffekt verzerrt. Die ausgelaufene US-Steuervergünstigung von 7.500 Dollar hatte die Nachfrage im dritten Quartal 2025 vorgezogen und Teslas Auslieferungen damals nach oben getrieben. Der anschließende Rückgang ist deshalb nicht ausschließlich als isolierte Schwäche des Unternehmens zu lesen, verschärft aber den Druck auf die Fahrzeugpalette und die Nachfrage.

Strategiewechsel mit hohen Anforderungen

Für Tesla bleibt entscheidend, ob neue Geschäftsbereiche schnell genug belastbare Umsätze und Gewinne liefern können. Robotaxis und Roboter erfordern hohe Investitionen, technologische Reife und regulatorische Genehmigungen. Bis dahin müssen Produktion, Modellangebot und Margen im Autogeschäft die Finanzierung der Expansion tragen.

Die Reaktion der Aktie im nachbörslichen Handel zeigt, dass Anleger den stagnierenden Umsatz nicht isoliert bewerteten. Dass Tesla die Analystenerwartungen beim Quartalsumsatz übertraf, dämpfte offenbar die Wirkung des Gewinneinbruchs. Für Kundinnen und Kunden bleibt die Entwicklung vor allem bei Preisen, Modellverfügbarkeit und der Frage relevant, wie stark Tesla künftig vom klassischen Autoverkauf abrückt.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

n-tv: „Musk bestätigt Fusionspläne für Tesla und SpaceX“ (21.10.2026)

Der Beitrag ordnet die Tesla-Zahlen in Musks Pläne für einen möglichen Zusammenschluss mit SpaceX ein. Im Mittelpunkt stehen die von beiden Unternehmen eingesetzten Sonderausschüsse, mögliche Interessenkonflikte und die weiterhin erforderliche Zustimmung der Tesla-Aktionäre.

Euronews: „Elon Musk befürwortet Fusion von SpaceX und Tesla nach erstem Gewinn“ (21.10.2026)

Euronews legt den Schwerpunkt auf den Gewinnsprung von SpaceX und mögliche technologische Synergien bei KI, Chipdesign und Robotik. Zugleich werde betont, dass die Ausschüsse noch keine Eckpunkte vereinbart hätten und eine Fusion daher offen sei.

Beide Beiträge verbinden Musks Zukunftsstrategie mit der aktuellen Unternehmensentwicklung. Der Schwerpunkt unterscheidet sich: n-tv beleuchtet stärker Kontrolle und Governance, Euronews die Geschäftszahlen und technischen Verflechtungen; offen bleibt der konkrete Ausgang eines Zusammenschlusses.

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