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Tesla FSD v14.3.9: Neue Ausweichfunktion ACE übernimmt Lenkung

Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 19:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Tesla verteilt FSD v14.3.9 mit ACE für HW4 und bringt FSD v14.2 Lite auf HW3. Experten sehen Chancen, warnen aber vor Fehlfunktionen.

Tesla startet FSD v14.3.9 mit neuer ACE-Ausweichautomatik
Eine leere, mehrspurige Autobahn bei klarem Wetter, die sich bis zum Horizont erstreckt. Illustration mit AI erstellt.

Der US-Automobilhersteller Tesla hat am 8. September 2026 mit dem Rollout der Softwareversion FSD Supervised v14.3.9 begonnen. Mit dieser Aktualisierung führt das Unternehmen die neue Funktion „Automatic Collision Evasion“ (ACE) ein. Das System ist darauf ausgelegt, in kritischen Situationen kurzzeitig die Kontrolle über das Fahrzeug zu übernehmen, um drohenden Kollisionen durch gezielte Ausweichmanöver zu entgehen.

Funktionsweise der Automatic Collision Evasion

Die neue ACE-Funktion greift ein, wenn eine Frontalkollision auf geteilten Autobahnen droht und die Bremsleistung allein nicht ausreicht, um den Zusammenstoß zu verhindern. In solchen Fällen übernimmt das System sowohl die Lenkung als auch die Pedale.

Der Einsatz ist dabei an spezifische Bedingungen geknüpft: Die Fahrbahn muss trocken sein, und es dürfen sich keine Fußgänger oder Radfahrer im unmittelbaren Umfeld befinden. Das System ist laut Herstellerangaben bei Geschwindigkeiten von unter 85 mph aktiv.

Ein wesentliches Merkmal von ACE ist die Einsatzbereitschaft bei Unaufmerksamkeit des Fahrers. In einem Geschwindigkeitsbereich zwischen 22,5 mph und 85 mph kann die Funktion aktiviert werden, selbst wenn das FSD-System zuvor unbeabsichtigt deaktiviert wurde. Trotz der automatisierten Steuerung behält der Mensch hinter dem Steuer die Letztverantwortung; das System lässt sich durch ein kräftiges Gegenlenken jederzeit manuell übersteuern.

Technische Basis und Hardware-Anforderungen

Die Version v14.3.9 basiert technologisch auf der aktuellen Hardware-Generation HW4 (AI4). Unterstützt werden die Fahrzeugmodelle Model S, Model 3, Model X und Model Y sowie der Cybertruck.

Ein entscheidender technischer Fortschritt innerhalb dieses Updates ist die Implementierung eines neuen KI-Compilers (MLIR). Dieser führt laut Unternehmensangaben zu einer um 20 % schnelleren Reaktionszeit des Systems, was insbesondere bei zeitkritischen Ausweichmanövern von Bedeutung ist.

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Tesla rollt FSD v14.3.9 mit der neuen Ausweichfunktion ACE aus. Wer die Funktion sicher nutzen möchte, sollte die genauen Bedingungen kennen: Sie greift nur bei trockener Fahrbahn, ohne Fußgänger und unter 85 mph. Unser Leitfaden erklärt die Aktivierung und Grenzen Schritt für Schritt. Jetzt kostenlosen ACE-Leitfaden anfordern

Der Rollout der Software erfolgt in Wellen. Während die interne Veröffentlichung unter der Versionsnummer 2026.27.5 stattfand, wurde die für die breitere Anwendung vorgesehene Version 2026.27.6 bereits gesichtet.

Integration für ältere Hardware und weitere Neuerungen

Parallel zur Einführung der Version v14.3.9 für moderne Hardware berücksichtigt Tesla auch Fahrzeuge mit der älteren Hardware-Generation HW3. Über die Softwareversion 2026.27.6 wird die Version FSD v14.2 Lite ausgerollt. Dies stellt die erste Version der 14er-Reihe für HW3 dar und bringt Funktionen wie Geschwindigkeitsprofile („Speed Profiles“), Ankunftsoptionen („Arrival Options“) und die Möglichkeit mit sich, das selbstständige Fahren direkt aus dem Parkmodus heraus zu starten.

Zusätzlich zu den Kernfunktionen des autonomen Fahrens enthält das Update 2026.27.6 allgemeine Verbesserungen in der Spurführung, beim Parkvorgang sowie bei der Reaktion auf Einsatzfahrzeuge. Auch die Überwachung der Fahreraufmerksamkeit wurde optimiert.

Generell wurde das Verhalten von FSD Supervised so angepasst, dass das Fahrzeug einen vergrößerten Sicherheitsabstand zu Fußgängern, Radfahrern, Bauarbeitern und am Straßenrand abgestellten Autos einhält.

Marktperspektive und Sicherheitsbedenken

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Die neue ACE-Funktion kann bei Unaufmerksamkeit selbst eingreifen — doch was passiert, wenn das System fehlerhaft reagiert? Erfahren Sie, wie Sie die Kontrolle behalten und Phantombremsungen vermeiden. Unser Ratgeber liefert konkrete Sicherheits-Tipps für den Alltag. Sicherheits-Ratgeber jetzt sichern

Branchenexperten begleiten die Einführung der ACE-Funktion mit differenzierten Einschätzungen. Während Tesla in der Reduzierung von Versicherungsansprüchen einen klaren geschäftlichen Vorteil sieht, warnen Fachleute vor möglichen technischen Fehlfunktionen.

Insbesondere das Risiko von sogenannten Phantombremsungen oder fehlerhaften Ausweichmanövern wird als potenzielle Gefahrenquelle genannt. Kritiker weisen zudem darauf hin, dass mit der Einführung einer Funktion, die aktiv in die Fahrzeugsteuerung eingreift, komplexe rechtliche Fragestellungen verbunden sind, die im Falle eines Unfalls geklärt werden müssen.

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