Tesla, FSD

Tesla FSD: Abo statt Kauf – 99 Euro monatlich in Europa

Veröffentlicht: 10.07.2026 um 17:39 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Tesla ersetzt den Einmalkauf des FSD-Pakets in Europa durch ein 99-Euro-Abo. Wichtige Testmärkte sind die Niederlande, während Schweden Widerstand leistet.

Tesla FSD in Europa: Abo statt Einmalkauf für 7.500 Euro
Tesla auf europäischer Straße mit digitalem Overlay zu Abo-Modell und Regulierung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Elektroautobauer schafft den Einmalkauf seines „Full Self-Driving"-Pakets in Europa ab und stellt auf ein monatliches Abonnement um.

Abo statt Kauf: Was sich für Kunden ändert

Bereits am 21. Mai 2026 strich Tesla die Option, das FSD-Paket für einen Einmalbetrag von rund 7.500 Euro zu erwerben. Stattdessen zahlen europäische Kunden nun 99 Euro pro Monat im Abonnement. Für Vielfahrer rechnet sich das neue Modell erst nach etwa sechs Jahren – wer sein Fahrzeug kürzer behält, spart im Vergleich zum alten Kaufpreis.

Parallel dazu stellte Tesla in Europa auch die günstigere „Enhanced Autopilot"-Stufe ein. Weltweit zeichnet sich ein ähnlicher Trend ab: In den USA kostet das FSD-Abo bereits 99 Dollar monatlich, in Indien wurde die Kaufoption für das Model Y gestrichen – auch dort dürfte ein Abomodell folgen.

Europa als Testfeld mit Hürden

Die vollständige Einführung von FSD in Europa hängt von noch ausstehenden EU-Regulierungen ab. In Frankreich läuft das „Ride-Along"-Programm bis zum 30. September 2026. Dabei erleben Teilnehmer die Technologie vom Beifahrersitz aus, während ein Tesla-Experte das Fahrzeug steuert. Neun französische Städte sind beteiligt, darunter Paris, Marseille, Lyon und Straßburg.

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Die Niederlande haben sich zum wichtigsten Testmarkt entwickelt. Nach über einem Jahr Prüfung genehmigte die niederländische Straßenverkehrsbehörde RDW den Einsatz von FSD. Seit Mitte Juni 2026 ist die Funktion auf niederländischen Straßen aktiv – getestet sowohl in dichten Innenstädten als auch auf Landstraßen. Auch Belgien, Dänemark, Estland und Litauen gaben grünes Licht. Die RDW drängt jedoch auf eine EU-weite Zulassung.

Scharfe Kritik aus Schweden und den USA

Nicht alle europäischen Staaten zeigen sich begeistert. Am 20. Juni 2026 forderte die schwedische Regierung die EU auf, die Software abzulehnen. Grund: Bedenken wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen durch das System.

In den USA verschärft sich der politische Druck. Die Senatoren Markey und Blumenthal beantragten am 16. Juni 2026 eine Untersuchung durch die Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA. Ihr Vorwurf: Teslas Sicherheitsdaten seien irreführend, weil sie Unfälle neuerer FSD-Fahrzeuge mit dem gesamten US-Fahrzeugbestand vergleichen – inklusive deutlich älterer Modelle. Zudem ergaben Daten aus Texas, dass nur 14 von 42 zugelassenen Robotaxis ohne menschliche Aufsicht fuhren.

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Neue Technik, alte Probleme

Tesla treibt die technische Entwicklung weiter voran. Seit dem 2. Juli 2026 nutzt das System die fahrzeuginternen Kameras zur FSD-Authentifizierung. Ende Juni 2026 startete die internationale Version FSD v14 Lite. In Austin testet Tesla zudem „Cybercabs" ohne herkömmliches Lenkrad.

Für Ärger bei den Kunden sorgt dagegen die Hardware-Politik beim Cybertruck. Tesla erlaubt die FSD-Übertragung nur auf das Allrad-Basismodell. Wer die Software auf ein anderes Modell übertragen will, muss angeblich bis zu 20.000 Dollar für Hardware-Upgrades zahlen – Berichten zufolge führte das bereits zu Stornierungen von Bestellungen.

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