Tesla-App, Passwortlose

Tesla-App 4.61.0: Passwortlose Anmeldung per Face ID

Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 20:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Tesla ergänzt seine iOS-App um Passkeys mit Face ID, Touch ID oder Gerätecode. Passwörter bleiben vorerst parallel nutzbar.

Tesla führt Passkeys für iOS-App als sichere Login-Option ein
Abstrakte Nahaufnahme eines metallischen Servergehäuses in einer dunklen, modern beleuchteten Anlage. Illustration mit AI erstellt.

Der US-Automobilhersteller Tesla hat seine mobile Anwendung für Apples Betriebssystem iOS aktualisiert und eine passwortlose Anmeldemethode integriert. Nutzer können ihr Tesla-Konto ab der Anwendungsversion 4.61.0 über sogenannte Passkeys absichern.

Das Verfahren ermöglicht den Zugang zum Benutzerkonto über biometrische Verfahren wie Face ID und Touch ID oder über die Eingabe des regulären Gerätecodes, wodurch die klassische Passworteingabe entfällt.

Die Einrichtung der neuen Funktion erfolgt direkt innerhalb der Smartphone-App. Nach dem Aufrufen des Menüs und der Auswahl des eigenen Profilnamens steht die Option im Bereich für Sicherheit und Datenschutz unter dem Punkt Passkey zur Verfügung. Trotz der Neuerung schaltet Tesla den bisherigen Anmeldeweg nicht ab; bestehende Logins über Passwörter bleiben weiterhin als Alternative parallel verfügbar.

Technischer Schutz gegen betrügerische Seiten

Aus technischer Sicht basieren Passkeys auf asymmetrischen kryptografischen Schlüsselpaaren. Während der öffentliche Schlüssel an Tesla übertragen und dort gespeichert wird, verbleibt der zugehörige private Schlüssel sicher auf dem Endgerät des Anwenders.

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Diese Architektur bietet einen wirksamen Schutz gegen Phishing-Versuche: Da gefälschte oder nachgebaute Anmeldeseiten im Webbrowser keinen Zugriff auf den passenden privaten Schlüssel des Nutzers erhalten, können über diesen Weg keine Zugangsdaten abgefangen werden.

Die Bereitstellung der Passkey-Funktion erfolgt in Schritten. Zunächst steht das Merkmal in der App-Version 4.61.0 für iOS-Geräte bereit. Eine Umsetzung für das Android-Betriebssystem soll folgen und dort die Authentifizierung über den Fingerabdrucksensor sowie die Zugangsdatenverwaltung von Google nutzen.

Wachsender Trend zur passwortlosen Authentifizierung

Mit diesem Schritt schließt sich Tesla einer wachsenden Zahl von Unternehmen und Institutionen an, die vermehrt auf moderne Authentifizierungsstandards setzen. Auch Plattformen wie Google, Microsoft, eBay und PayPal unterstützen Passkeys bereits. Zudem nutzt der britische Gesundheitsdienst NHS das Verfahren, um die Sicherheit zu erhöhen und zugleich Kosten zu senken.

Sicherheitsbehörden befürworten diesen Wandel ausdrücklich. Das britische National Cyber Security Centre (NCSC), ein Teil des Nachrichtendienstes GCHQ, empfahl Unternehmen sowie der Öffentlichkeit im Rahmen einer aktualisierten Richtlinie zum CYBERUK-Kongress im Jahr 2026, Passkeys herkömmlichen Passwörtern vorzuziehen, sobald diese Option angeboten wird.

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Jonathon Ellison, Direktor für nationale Resilienz beim NCSC, beschrieb Passkeys als eine nutzerfreundliche Alternative, die mehr Widerstandskraft gegen digitale Angriffe biete. Die Technologie sei mindestens so sicher wie, zumeist jedoch sicherer als die Kombination aus starken Passwörtern und einer Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Auch Experten aus der IT-Sicherheitswirtschaft beurteilen das Verfahren positiv. So erklärte Chris Hosking vom Sicherheitsunternehmen SentinelOne, dass Passkeys ganze Angriffsklassen wirksam eliminieren könnten. Die Akzeptanz in der Bevölkerung nimmt parallel dazu zu: Nach Angaben des NCSC hat im Vereinigten Königreich bereits über die Hälfte der aktiven Google-Nutzer mindestens einen Passkey registriert.

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