Tesla AI5 und AI6: Weniger RAM soll die Optimus-Produktion beschleunigen
Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 02:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die technologische Strategie von Tesla im Bereich der künstlichen Intelligenz erfährt eine Anpassung hinsichtlich der Hardware-Spezifikationen. Wie aus Berichten von Anfang Oktober 2026 hervorgeht, plant das Unternehmen eine Reduzierung des Arbeitsspeichers (RAM) bei seinen kommenden Chip-Generationen AI5 und AI6. Dieser Schritt zielt primär darauf ab, die Produktionskapazitäten für den humanoiden Roboter Optimus zu erhöhen und gleichzeitig die Herstellungskosten zu senken.
Reduzierung der Speicherkapazität bei AI5- und AI6-Chips
In der Planung für die neuen Chip-Architekturen sieht Tesla signifikante Änderungen vor. Der Arbeitsspeicher der AI5-Chips wurde von ursprünglich vorgesehenen 144 GB auf 72 GB LP5 halbiert.
Auch bei der nachfolgenden Generation AI6 findet eine Reduktion statt: Hier wird die Speicherkapazität von 216 GB auf 144 GB LP6 um ein Drittel gesenkt. Elon Musk begründete diesen Schritt damit, dass genügend Halbleiter für die Optimus-Serienfertigung gesichert werden müssten.
Trotz der geringeren Kapazität werde die Leistung für den Einsatz im Optimus-Roboter voraussichtlich kaum beeinträchtigt. Da die Speicherbandbreite unverändert bleibe und diese ohnehin einen stärkeren limitierenden Faktor darstelle als die reine Kapazität, seien die Einbußen laut Musk vernachlässigbar. Die Prozessoren sind sowohl für Teslas „Full Self-Driving“ (FSD) als auch für die Steuerung der Optimus-Einheiten vorgesehen.
Fertigungspartnerschaften und technologische Fortschritte
Die Produktion der AI5-Chips erfolgt in Zusammenarbeit mit Samsung und TSMC. Berichten zufolge wurde der „Tape-out“-Status für den AI5-Chip bereits erreicht, was den Abschluss der Designphase markiert. Die Fertigung soll im 2-Nanometer-Verfahren in Samsungs Werk in Taylor, Texas, erfolgen.
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Während die Testproduktion dort bereits angelaufen sei, wird der offizielle Fabrikstart für das Ende des Jahres 2026 erwartet. Die reguläre Volumenproduktion und erste Auslieferungen sind für das Jahr 2027 projektiert.
Samsung Foundry konnte im Bereich der 2-Nanometer-Fertigung (SF2) zuletzt Fortschritte erzielen. Ende September 2026 lag die Wafer-Ausbeute bei knapp 60 %, was eine deutliche Steigerung gegenüber dem Wert von unter 20 % Ende 2025 darstellt.
Die effektive Ausbeute nach Verpackung und Tests wird auf etwa 40 % geschätzt. Tesla hat mit Samsung zudem einen Liefervertrag für die AI6-Generation im Wert von 16,54 Milliarden US-Dollar abgeschlossen, der bis Dezember 2033 läuft. Die Volumenproduktion für AI6 in Texas ist für die zweite Jahreshälfte 2027 geplant.
Herausforderungen und Ziele der Optimus-Fertigung
Beim Hochfahren der Lieferkette für den Optimus-Roboter greift Tesla laut Branchenberichten vom September 2026 erneut auf Fertigungskapazitäten in China zurück.
Die begrenzte Produktion des Roboters startete bereits im Juli oder August 2026. In der Fabrik in Fremont konnte die Wochenproduktion seit dem zweiten Quartal 2026 von einigen Dutzend auf mehrere Hundert Einheiten gesteigert werden. Dennoch gefährden Probleme bei der Haltbarkeit der Hände das interne Ziel, eine Rate von 1.000 Robotern pro Woche zu erreichen.
Langfristig verfolgt Tesla ambitionierte Kapazitätsziele: Für den Standort Fremont sind jährlich eine Million Einheiten geplant, während in Texas langfristig bis zu zehn Millionen Roboter pro Jahr gefertigt werden sollen. Eine bedeutende Produktion am Standort Texas wird für den Sommer 2027 angestrebt. Bisher verrichte laut Musk jedoch noch kein Optimus-Roboter nützliche Arbeit.
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Infrastrukturprojekt „Terafab“
Zusätzlich zur Chip-Entwicklung plant SpaceX gemeinsam mit Tesla den Bau einer massiven Chipfabrik, der sogenannten Terafab. Das Projekt umfasst eine Fläche von 100 Millionen Quadratfuß und soll Prozessoren für Optimus, das Cybercab sowie SpaceX-Rechenzentren liefern.
Die Anfangsinvestition wird mit 55 Milliarden US-Dollar beziffert und könnte in weiteren Bauphasen auf bis zu 119 Milliarden US-Dollar ansteigen. Der Baubeginn ist für Dezember 2026 vorgesehen, wobei die erste Phase im Jahr 2028 anlaufen soll. Signifikante Kosteneinsparungen durch dieses Projekt werden frühestens für das Jahr 2029 erwartet.
