Terafab-Projekt, Tesla

Terafab-Projekt: Tesla und SpaceX bauen 15-Milliarden-Chipfabrik

Veröffentlicht am: 09.08.2026 um 09:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Terafab von SpaceX und Tesla wird mit eigenen Gaskraftwerken und Batterien versorgt. Intel unterstützt das Milliardenprojekt in Texas.

SpaceX und Tesla: Terafab in Texas setzt auf Gas statt Solar für Chip-Produktion
Luftaufnahme einer riesigen, modernen Halbleiterfabrik-Baustelle im ländlichen Texas mit integrierter Strominfrastruktur. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Für ihre gigantische Halbleiterfabrik „Terafab" in Texas setzen SpaceX und Tesla auf eigene Gas-Kraftwerke statt auf Solarstrom. Das Projekt gilt als eines der ehrgeizigsten Industrievorhaben der USA – mit Milliarden-Investitionen und Tausenden Jobs.

Der Bau der Anlage im Grimes County, rund 70 Kilometer nordwestlich von Houston, war bereits im Frühjahr bekannt geworden. Nun stehen auch die Energiepläne fest: Statt auf Solarpanels setzen die Unternehmen auf erdgasbetriebene Kraftwerke vor Ort sowie große Batteriespeicher. Die sollen die immensen Strommengen liefern, die eine derartige Chipfabrik benötigt – über ein Terawatt Rechenleistung ist geplant, mehr als die weltweite Chip-Produktion heute umfasst.

Milliarden für Turbinen und Batterien

SpaceX will in den nächsten drei Jahren umgerechnet rund 2,8 Milliarden Euro in Gasturbinen investieren, um eine verlässliche Stromversorgung sicherzustellen. Die Batterieanlagen dienen der Speicherung und Stabilisierung des Netzes. Ein ähnliches Modell verfolgt bereits das KI-Rechenzentrum von xAI in Memphis. Für den Wasserbedarf soll der nahegelegene Gibbons Creek Reservoir genutzt werden.

Die Dimensionen sind gewaltig: Rund 9,3 Millionen Quadratmeter Fläche sind auf einem 1.200 Hektar großen Gelände geplant. Bei einer Präsentation Anfang August wurde das Vorhaben als „wertvollstes Gebäude der Welt" bezeichnet. Die erste Ausbaustufe schlägt mit umgerechnet rund 15,5 Milliarden Euro zu Buche. Gesamtkosten von bis zu 110 Milliarden Euro sind im Gespräch.

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Intel als Partner an Bord

Die Produktion dient vor allem dem Ausbau heimischer Chip-Fertigung. Rund 75 Prozent der Kapazität sind für Weltraum-Rechenzentren vorgesehen, der Rest für Teslas humanoide Roboter „Optimus", Cybercabs und Elektrofahrzeuge. Seit April unterstützt Intel das Projekt bei Design, Fertigung und Verpackung – eine strategische Allianz, die für den angeschlagenen Chip-Pionier wichtige Bedeutung haben dürfte. Tesla selbst hat bislang keine Wafer produziert und profitiert nun von Intels Foundry-Kompetenz.

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Milliarden-Anreize und lokaler Widerstand

Texas fördert das Vorhaben mit umgerechnet rund 28 Millionen Euro aus dem Enterprise Fund. Zudem winkt eine vollständige Steuerbefreiung, sofern bis 2030 mindestens 4,6 Milliarden Euro investiert und bis 2035 rund 1.800 Vollzeitstellen geschaffen werden. Erste Schätzungen gehen sogar von etwa 3.000 Jobs in der ersten Phase aus. Der Grimes County erhält eine Vorauszahlung von rund 9 Millionen Euro sowie jährliche Zahlungen von rund 18,5 Millionen Euro über 35 Jahre.

Doch nicht alle sind begeistert: Rund 900 Anwohner haben eine Petition für mehr Kontrolle über das Megaprojekt unterzeichnet. Die Finanzierung stützt sich teilweise auf den milliardenschweren Börsengang von SpaceX, der umgerechnet rund 81 Milliarden Euro eingebracht hat. Konkrete Bau- und Einstellungstermine stehen noch aus.

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