Teradyne, Sereact

Teradyne und Sereact: KI soll Industrieroboter ohne Programmierung steuern

Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 22:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Partner verbinden Sereacts KI-Software mit Universal-Robots-Armen; Dual-Arm-Systeme arbeiten bereits in der europäischen Retourensortierung.
Ein modernes Logistiklager mit Regalsystemen und Förderbändern in einer sauberen, industriellen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Teradyne Robotics und das Softwareunternehmen Sereact haben am 21. Oktober 2026 eine Kooperation im Bereich der künstlichen Intelligenz für die industrielle Robotik bekannt gegeben. Die Zusammenarbeit bündelt die KI-Software Sereact Cortex mit den Roboterarmen von Universal Robots. Ziel der Partnerschaft ist der Einsatz von Robotersystemen ohne separate Programmierung.

Finanzielle Rahmenbedingungen und Produktionsdetails der Zusammenarbeit machten die beiden Partnerunternehmen nicht öffentlich. Nach Angaben der beteiligten Konzerne wurden im Rahmen der gemeinsamen Aktivitäten jedoch bereits hunderte Arme von Universal Robots in Dual-Arm-Lösungen an Kunden in Europa ausgeliefert.

Praxisanwendungen in der europäischen Retourenlogistik

Die gemeinsame Technologie findet bereits im operativen Logistikbetrieb Verwendung. Zu den konkreten Einsatzbereichen zählt die automatisierte Sortierung von Mode-Retouren bei CEVA Logistics. Der Logistikdienstleister nutzt die kombinierten Dual-Arm-Systeme an Standorten im nordrhein-westfälischen Greven sowie im polnischen ?wiebodzin.

Durch die Integration von Sereact Cortex können die Roboterarme die anfallenden Arbeitsschritte unmittelbar ausführen, ohne dass Anwender manuelle Programmierpfade für wechselnde Textilartikel und Verpackungsarten anlegen müssen.

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Technologische Basis auf NVIDIA-Architektur

Das Stuttgarter Start-up Sereact, das 2021 von Ralf Gulde und Marc Tuscher gegründet wurde, setzt für seine Steuerungssoftware auf Architekturen des Chipherstellers NVIDIA.

Die Plattform Cortex wurde mit den Systemen NVIDIA Isaac und Cosmos trainiert und läuft auf dem Edge-KI-Prozessor NVIDIA Jetson Thor. Zudem greift das System auf Module wie Isaac GR00T und Cosmos Transfer zurück, um adaptive Verhaltensweisen und Greifbewegungen für industrielle Aufgaben bereitzustellen.

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Auch Teradyne baut seine Aktivitäten im softwarezentrierten und simulationsgestützten Automatisierungsmarkt aus. Das Unternehmen stellt unter anderem digitale Modelle für die Simulationsbibliothek NVIDIA SimReady Central Library bereit.

Erst Anfang Oktober 2026 investierte Teradyne zudem in das Automatisierungsunternehmen Bright Machines, um seine Präsenz im Bereich digital orchestrierter Fertigungstechnologien weiter zu stärken. Die Partnerschaft mit Sereact markiert einen weiteren Schritt, um kollaborative Roboterarme durch vorab trainierte Grundmodelle flexibler in betriebliche Abläufe zu integrieren.

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