Telemedizin-Netz, Tenno

Telemedizin-Netz Tenno: Zwei Bundesländer verbinden Kliniken digital

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 03:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein bereiten Tenno vor: Der Aufbau des Kliniknetzwerks soll 2027 starten und Bundesmittel erhalten.

Tenno: Nordländer planen gemeinsames Telemedizin-Netz für Kliniken
Ein moderner, heller Krankenhausflur mit großen Fenstern und klaren architektonischen Linien ohne Personen. Illustration mit AI erstellt.

Die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein wollen ihre Krankenhauslandschaften digital enger zusammenführen. Mit einer gemeinsamen Absichtserklärung haben beide Länder die Weichen für das länderübergreifende Telemedizin-Netz „Tenno“ (Telemedizin-Netz Nord-Ost) gestellt.

Ziel der Initiative ist der Aufbau eines gemeinsamen digitalen Raums im Norden, der alle Kliniken der beiden Bundesländer miteinander verknüpft und die medizinische Versorgung über Landesgrenzen hinweg stärkt.

Koordination durch Universitätskliniken

Unterzeichnet wurde der sogenannte Letter of Intent von der mecklenburg-vorpommerschen Gesundheitsministerin Drese (SPD) und ihrer schleswig-holsteinischen Amtskollegin von der Decken (CDU). Zudem sind die Krankenhausgesellschaften beider Bundesländer sowie das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) und die Universitätsmedizin Rostock an der Vereinbarung beteiligt.

Für die operative Koordination des Netzwerks teilen sich zwei Standorte die Verantwortung: Das UKSH übernimmt die Steuerung für Schleswig-Holstein, während die Universitätsmedizin Rostock die Koordination für Mecklenburg-Vorpommern verantwortet.

Die Universitätsmedizin Greifswald ist ebenfalls an dem Vorhaben beteiligt, übernimmt jedoch keine koordinierende Rolle. Für die Krankenhäuser beider Länder ist die Teilnahme an dem Vorhaben verbindlich vorgesehen.

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Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein bauen mit Tenno einen gemeinsamen digitalen Raum für alle Kliniken beider Länder auf — die Teilnahme ist für die Häuser verbindlich vorgesehen, der Aufbau ab 2027. Wer jetzt die eigene Anbindung plant, verschafft sich einen Vorsprung bei Fachkonsilen und Televisiten. Kostenlosen Klinik-Report zur Tenno-Vernetzung anfordern

Einsatzbereiche von Kinderheilkunde bis Notfallversorgung

In der ersten Phase konzentriert sich das Projekt auf die Vernetzung aller Krankenhäuser beider Bundesländer über digitale Fachkonsile und Televisiten. Als vorrangige Anwendungsfelder wurden die Kinder- und Jugendmedizin sowie die Notfall- und Unfallversorgung definiert. Durch den schnellen standortübergreifenden Fachaustausch sollen insbesondere Spezialkenntnisse auch in der Fläche und in kleineren Einrichtungen unmittelbar abrufbar sein.

In späteren Schritten soll das Netzwerk über den stationären Sektor hinaus erweitert werden. Geplant ist, zu einem späteren Zeitpunkt auch die ambulante Versorgung sowie den Rettungsdienst in das Telemedizin-Netz zu integrieren, um eine durchgehende digitale Versorgungskette im ländlichen Raum zu ermöglichen.

Zeitplan und Finanzierung über Transformationsfonds

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Kleinere Häuser in der Fläche verlieren heute Spezialwissen, weil der schnelle standortübergreifende Fachaustausch fehlt — genau hier setzt Tenno mit digitalen Fachkonsilen an. Der Report zeigt, wie Sie Ihr Klinikum Schritt für Schritt an das Netz anbinden und welche Förderwege über den Transformationsfonds vorgesehen sind. Leitfaden zur länderübergreifenden Klinik-Vernetzung sichern

Die Finanzierung des Projekts soll über Bundesmittel abgesichert werden. Wie Medien am 15. September 2026 berichteten, wird die Veröffentlichung der entsprechenden Förderrichtlinie für telemedizinische Projekte bis Ende September 2026 erwartet.

Darauf aufbauend beabsichtigen die Projektpartner, im vierten Quartal 2026 einen formalen Antrag beim Bundesamt für Soziale Sicherung zu stellen, um Mittel aus dem Krankenhaustransformationsfonds zu erhalten. Der tatsächliche Aufbau und die Umsetzung des Telemedizin-Netzes Tenno sind ab Anfang 2027 vorgesehen.

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