Telefonbetrug: Europäer verloren 2025 über 49 Milliarden Euro
20.06.2026 - 13:18:12 | boerse-global.de
Betrüger geben sich als Amazon-Mitarbeiter aus und fordern Zahlungen. Besonders Senioren sind im Visier der Täter.
Betrugsversuche in Roschbach
Am Freitag wurde ein 86-jähriger Mann aus Roschbach (Rheinland-Pfalz) gleich zweimal von Unbekannten angerufen. Die Täter gaben vor, für Amazon zu arbeiten. Sie behaupteten, es stünden Zahlungen für bestellte Waren aus.
Anzeige: Die neueste Betrugswelle kostet Europäer Milliarden – allein in Deutschland sind 66 Prozent der Menschen schon mit Scam-Versuchen konfrontiert worden. Mit der Checkliste in diesem kostenlosen Leitfaden erkennen Sie falsche Amazon-Anrufe auf den ersten Blick. Jetzt Schutz-Leitfaden anfordern
Der Senior durchschaute die Masche und legte auf. Es entstand kein finanzieller Schaden. Die Polizei nutzt den Vorfall, um erneut zu warnen: Seriöse Unternehmen fordern niemals telefonisch Zahlungen oder persönliche Daten.
Landeskriminalamt registriert steigende Fallzahlen
Die Vorfälle reihen sich in eine bundesweite Betrugswelle ein. Am Donnerstag schlugen falsche Bankmitarbeiter im Kreis Coesfeld zu. Sie versuchten, Bankkarten und PIN-Nummern zu ergattern. Im Rems-Murr-Kreis erbeuteten Betrüger mit Schockanrufen Bargeld und Gold im Wert von fünf- bis sechsstelligen Eurobeträgen.
Branchenexperten beobachten eine zunehmende Professionalisierung der kriminellen Netzwerke. Die Täter arbeiten arbeitsteilig und setzen gezielt psychologische Druckmittel ein.
Milliardenverluste durch Scam
Die wirtschaftlichen Schäden sind enorm. Laut einer Studie der Global Anti-Scam Alliance verloren Europäer 2025 insgesamt 49,1 Milliarden Euro durch Betrugsmaschen. In Deutschland gaben 66 Prozent der Befragten an, bereits mit Scam-Versuchen konfrontiert worden zu sein. Rund 25 Prozent der Betroffenen erlitten finanzielle Einbußen – im Schnitt 2.600 Euro pro Fall.
Zu den häufigsten Methoden zählen neben Telefonbetrug auch Phishing, gefälschte Online-Shops und betrügerische Messenger-Nachrichten. Besonders perfide: Die Kombination aus digitaler Kontaktaufnahme und telefonischer Druckausübung.
So schützen Sie sich
Anzeige: Psychologischer Druck und Zeitdruck – das sind die typischen Werkzeuge von Telefonbetrügern. Wer den 3-Schritte-Plan aus diesem Ratgeber kennt, handelt im Ernstfall richtig und vermeidet finanzielle Verluste. 3-Schritte-Plan jetzt sichern
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die Polizei raten zu erhöhter Wachsamkeit. Grundregel: Banken und Online-Händler fordern niemals telefonisch PINs, Passwörter oder Zahlungen an unbekannte Konten.
Experten empfehlen diese Maßnahmen:
- Zwei-Faktor-Authentisierung für alle Online-Konten aktivieren
- Starke Passwörter oder Passkeys verwenden
- Misstrauisch sein bei Anrufen, die zeitlichen Druck aufbauen
- Verdächtige Telefonate sofort beenden und der Polizei melden
Die Ermittlungen laufen unter anderem in Waiblingen und Kassel. Die Täter setzen sowohl technische Mittel als auch psychologische Manipulation ein. Wachsamkeit bleibt der beste Schutz.
