Tee gegen Demenz: Studie mit 130.000 Teilnehmern zeigt Schutzeffekt
08.06.2026 - 14:54:52 | boerse-global.de
Immer mehr Hersteller setzen auf zuckerfreie Tees, während die Wissenschaft deren gesundheitliche Vorteile bestätigt.
Marktwachstum: China als Vorreiter
Die Nachfrage nach zuckerfreien Teegetränken wächst weltweit rasant. In China verzehnfachten sich die Online-Verkäufe zwischen 2018 und 2022. Branchenführer Nongfu Spring erreichte Marktanteile von fast 30 Prozent. Prognosen zufolge könnte der Markt für zuckerfreie Tees bis 2026 ein Volumen von 200 Milliarden CNY erreichen.
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Die Nachfrage ist enorm: Beim Verkaufsstart einer zuckerfreien Limonade der Marke Heytea wurden 30.000 Flaschen in nur 30 Sekunden verkauft – live im Stream. Auch Unternehmen wie Suntory und Wahaha bringen neue Sorten auf den Markt.
Internationale Produktneuerungen
In Vietnam erweiterte die TH Group Anfang Juni ihr Sortiment um eine zuckerfreie Teelinie. Die Produkte kommen ohne Kalorien und Konservierungsstoffe aus. Das Besondere: Das Unternehmen nutzt Wasser aus einer vulkanischen Quelle am Tien-Berg und deutsche Produktionstechnologie.
Europa zeigt einen anderen Trend. In Frankfurt am Main plant ein Hersteller für Mitte Juni die Einführung eines „Hot Protein Tea“. Das Getränk kombiniert Bio-Kräutertee mit hydrolysiertem Collagen und positioniert sich als Wellness-Produkt.
Was die Forschung sagt: Tee gegen Demenz?
Eine aktuelle Studie liefert spannende Erkenntnisse. Forscher um Zhang untersuchten über 130.000 Teilnehmer über 43 Jahre hinweg. Die Ergebnisse zeigen: Wer täglich ein bis zwei Tassen Tee oder zwei bis drei Tassen Kaffee trinkt, senkt sein Demenzrisiko. Bei entkoffeiniertem Kaffee ließ sich dieser Effekt nicht nachweisen.
Die Studie wurde 2026 im Fachjournal JAMA veröffentlicht.
Blaubeerblättertee: Natürliche Blutzucker-Regulierung?
Auch spezifische Teesorten rücken in den Fokus. Blaubeerblättertee hat einen glykämischen Index von nur 25 – zum Vergleich: weißer Zucker liegt bei 68. Die enthaltenen Tannine könnten die Glukoseaufnahme im Darm verlangsamen. Das macht den Tee zu einem natürlichen Mittel zur Regulierung des Blutzuckerspiegels.
Grüntee: Mehr als nur ein Genuss
Fachleute empfehlen besonders Grüntee wegen seiner Inhaltsstoffe. Die Catechine und Polyphenole wirken als Antioxidantien und schützen die Zellen. Die Aminosäure L-Theanin sorgt für ruhige, konzentrierte Wachheit – sie gleicht die anregende Wirkung des Koffeins aus.
Die optimale Dosis: drei bis vier Tassen täglich. Wichtig ist die Zubereitung mit nicht kochendem Wasser, sonst gehen die wertvollen Inhaltsstoffe verloren.
Kaffee: Gut für Herz und Stoffwechsel
Auch Kaffee hat positive Effekte. Zwei bis vier Tassen täglich unterstützen das Herz-Kreislauf-System und senken das Risiko für Fettleber und Typ-2-Diabetes. Allerdings nur, wenn man auf Zucker verzichtet. Sonst sind die gesundheitlichen Vorteile schnell dahin.
Zuckerreduktion: Politik greift ein
Die Politik unterstützt den Trend zu gesünderen Getränken. Das Bundesagrarministerium analysierte die Entwicklung des Zuckergehalts in Erfrischungsgetränken zwischen 2018 und 2024. Offiziell hieß es, die Top-Produkte hätten den Zucker um knapp 15 Prozent reduziert. Die interne Analyse zeigt jedoch: Über das gesamte Sortiment beträgt der Rückgang nur 9,1 Prozent.
Besonders kritisch: Bei Produkten mit Kinderoptik stieg der Zuckergehalt 2024 im Vergleich zu 2019 sogar um 23 Prozent.
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Ab 2028: Abgabe auf Zucker
Die Bundesregierung plant für 2028 eine Abgabe auf stark zuckerhaltige Getränke. Die Einnahmen werden auf rund 450 Millionen Euro pro Jahr geschätzt. Die Maßnahme soll Hersteller motivieren, ihre Rezepturen zu überarbeiten.
International gewinnt das Thema Lebensmittelsicherheit an Bedeutung. Initiativen zum Welttag der Lebensmittelsicherheit Anfang Juni in Südostasien setzten verstärkt auf Rückverfolgbarkeit und Qualitätsstandards.
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