Teams-Redesign: Microsoft trennt Schaltflächen gegen Versehens-Klicks
Veröffentlicht am: 03.08.2026 um 04:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft hat die Oberfläche von Teams grundlegend überarbeitet. Die Neuerung soll versehentliche Aktionen während Besprechungen verhindern – ein Problem, das viele Nutzer kennen dürfte.
Schluss mit versehentlichem Bildschirmteilen
Der Softwarekonzern hat die Anordnung der Bedienelemente in der Besprechungsansicht neu gestaltet. Besonders die Schaltflächen für Bildschirmfreigabe und das Verlassen des Anrufs waren bislang ein Ärgernis: Sie saßen so ungünstig, dass Nutzer sie häufig aus Versehen trafen. Die überarbeitete Version schafft hier Abhilfe, indem sie die Funktionen räumlich besser trennt.
Ergänzend hat Microsoft die weltweite Einführung einer Audio-Vorschau abgeschlossen. Damit können Teilnehmer vor dem Beitritt zu einer Besprechung prüfen, ob ihr Mikrofon und Lautsprecher korrekt funktionieren. Das soll lästige technische Verzögerungen zu Beginn von Meetings vermeiden. Zudem gibt es aktualisierte Einstellungsmöglichkeiten für Kameras – etwa Weichzeichner, Helligkeit und Hintergrundanpassungen – sowohl am Desktop als auch auf Mobilgeräten.
Qualitätsoffensive für Windows 11
Die Teams-Überarbeitung ist Teil einer größeren Initiative zur Verbesserung von Windows 11. Pavan Davuluri, Microsofts Windows-Chef, kündigte Ende Juli Maßnahmen an, um die Systemleistung spürbar zu steigern. Besonders Geräte mit 8 Gigabyte Arbeitsspeicher leiden aktuell unter hohem Speicherverbrauch im Leerlauf.
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Die technischen Änderungen umfassen die Migration von Shell-Komponenten von WebView2 auf WinUI 3 sowie Effizienzverbesserungen beim Chromium-Browser. Damit will Microsoft die Speicherbelastung insgesamt reduzieren und gleichzeitig visuelle Unstimmigkeiten in der Software beseitigen. Die Leistungsverbesserungen sollen im Herbst 2026 für eine breite Nutzerbasis verfügbar sein.
Automatische Anwesenheitserfassung per WLAN
Eine neue Funktion für Teams-Administratoren steht ebenfalls an: Ab Juni 2026 können Unternehmen die Anwesenheit von Mitarbeitern automatisch erfassen. Das System nutzt WLAN-Standortdaten und ordnet diese über BSSIDs bestimmten Gebäuden zu.
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Der Datenschutz spielt dabei eine zentrale Rolle. Die Funktion ist standardmäßig deaktiviert und muss von Administratoren erst freigeschaltet werden. Zudem werden Standortdaten außerhalb der definierten Arbeitszeiten automatisch gelöscht. Verfügbar ist die Funktion für macOS- und Windows-Nutzer.
Whiteboard-Nutzer müssen handeln
Für Anwender des integrierten Whiteboards gibt es eine wichtige Frist: Microsoft stellt die Plattform auf eine OneDrive-basierte Architektur um. Die Migrationstools werden bereits am 22. August 2026 eingestellt. Anschließend folgt die Löschung alter Whiteboards am 5. September, die eigenständige Whiteboard-App wird am 14. September 2026 eingestellt. Nutzer sollten ihre Inhalte also zeitnah migrieren.
Rekordzahlen im Rücken
Der Fokus auf Teams und das Microsoft-365-Ökosystem kommt nicht von ungefähr: Der Konzern meldete für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Rekordumsatz von 90 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Cloud-Plattform Azure überschritt erstmals die Marke von 100 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz, und Microsoft 365 Copilot zählt inzwischen over 30 Millionen bezahlte Nutzer.
Teams selbst verzeichnete zuletzt rund 280 Millionen aktive Nutzer pro Monat. Die Plattform hat damit endgültig die Nachfolge von Skype for Business angetreten, das im Mai 2025 eingestellt wurde.
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