Teams-Effizienzmodus: Microsoft reduziert RAM-Verbrauch ab Ende Juni
16.06.2026 - 22:15:06 | boerse-global.de
Microsoft testet derzeit einen neuen Effizienzmodus für Teams, der den hohen RAM-Verbrauch der Plattform reduzieren soll. Der Rollout der Funktion soll bis Ende Juni 2026 abgeschlossen sein. Hauptzielgruppe sind Systeme mit 8 GB Arbeitsspeicher, aber auch Nutzer mit 16 GB könnten die Funktion aktiviert sehen, wenn die Auslastung ihres Rechners besonders hoch ist.
So funktioniert der neue Modus
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Der Effizienzmodus greift automatisch ein, wenn das System an seine Grenzen stößt. Erkennt die Software eine hohe Auslastung oder Hardware-Engpässe, passt sie ihr Verhalten an. Konkret bedeutet das: Die Videoauflösung in Meetings wird reduziert, und Chat-Nachrichten werden möglicherweise mit einer leichten Verzögerung angezeigt.
Wer die volle Funktionalität bevorzugt, kann den Modus in den Einstellungen manuell deaktivieren. Das ist vor allem für Nutzer interessant, die auf leistungsstärkeren Rechnern arbeiten und keine Kompromisse eingehen wollen.
Windows-Update sorgt für Ärger
Parallel dazu sorgt das aktuelle Windows-11-Update KB5094126 für gemischte Reaktionen. Es bringt zwar ein neues „Low Latency Profile" mit, das die CPU für ein bis drei Sekunden kurz hochtakten kann – etwa beim Starten von Programmen oder beim Navigieren durch Menüs. Auch eine NPU-Überwachung im Task-Manager und eine erweiterte Suchfunktion sind enthalten.
Doch das Update hat auch erhebliche Stabilitätsprobleme im Gepäck. Betroffen sind vor allem HP EliteBook, ProBook und ZBook sowie Dell Precision Workstations. Nutzer berichten von Boot-Fehlern, BitLocker-Wiederherstellungsaufforderungen und Blue-Screen-Abstürzen. Experten führen die Probleme auf eine Kombination aus Secure-Boot-Zertifikatsupdates und zu kleinen EFI-Partitionen zurück. Als Workaround empfehlen sie ein BIOS-Update oder das vorübergehende Deaktivieren von Secure Boot.
Sicherheitslücken und Phishing-Gefahr
Auch abseits der Performance-Themen gibt es bei Microsofts Kommunikationsinfrastruktur Grund zur Sorge. Sicherheitsforscher haben eine neue Angriffsmethode der DragonForce-Ransomware-Gruppe identifiziert. Die Gruppe nutzt einen Go-basierten Trojaner namens Backdoor.Turn, um Command-and-Control-Traffic in legitimen Microsoft-Teams-TURN-Relay-Infrastrukturen zu verstecken.
Bei einem Angriff auf einen US-Dienstleister im Dezember 2025 gelang es den Angreifern, durch anonyme Besucher-Tokens ihren Datenverkehr als legitimen Medien-Relay-Traffic zu tarnen. Diese Methode wird häufig mit „Bring Your Own Vulnerable Driver"-Taktiken kombiniert, bei denen Treiber verschiedener Softwareanbieter missbraucht werden.
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Das FBI hat zudem eine öffentliche Warnung zu erhöhten Phishing-Risiken herausgegeben. Die Behörde warnt vor raffinierten Social-Engineering-Angriffen auf Teams, Outlook und OneDrive und ruft Unternehmen zu erhöhter Wachsamkeit auf.
Kritische Lücke in M365 Copilot geschlossen
Gute Nachrichten gibt es für Nutzer von Microsoft 365 Copilot: Eine kritische Sicherheitslücke wurde geschlossen. Forscher hatten einen Exploit namens „SearchLeak" demonstriert, der über einen Parameter-to-Prompt-Injection-Angriff per bösartigem Link sensible Daten aus E-Mails extrahieren konnte – darunter auch Multi-Faktor-Authentifizierungscodes. Microsoft hat einen Patch veröffentlicht, der die unautorisierte Datenauslese über den KI-Assistenten unterbindet.
