Teams, Chat-Widget

Teams Chat-Widget: Microsoft beendet Support zum 5. Oktober

Veröffentlicht am: 09.08.2026 um 21:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft stellt das Teams-Chat-Widget ein und verweist auf KI-Plattformen. Parallel wächst die Sorge um Sicherheitsvorfälle bei KI-Agents.

Microsoft beendet Teams-Chat-Widget: KI-Lösungen als Ersatz
Moderner Büroarbeitsplatz mit digitaler Schnittstelle für KI-gesteuerte Kommunikation und Netzwerkverbindung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microsoft beendet zum 5. Oktober 2026 den Support für das Live-Chat-Widget in Teams. Unternehmen müssen ihre Kommunikationsstrategie umstellen – und sollen künftig auf KI-gestützte Lösungen setzen.

Auslaufphase bis Oktober

Der Rückbau läuft bereits: Seit dem 6. August können keine neuen Chat-Widgets mehr installiert werden. Bestehende Installationen bleiben bis zur endgültigen Abschaltung im Oktober nutzbar. Bis dahin müssen Unternehmen die Widgets von ihren Websites entfernen und ihre Arbeitsabläufe umstellen.

Immerhin: Die bisherigen Chat-Verläufe und zugehörigen Teams-Kanäle bleiben erhalten. Als Nachfolgelösungen verweist Microsoft auf den Dynamics 365 Contact Center sowie auf Copilot Studio – beides Plattformen, die auf moderne Kundeninteraktion und KI-Unterstützung ausgelegt sind.

Der große Sprung in die KI-Zukunft

Die Abschaltung alter Chat-Tools fällt in eine Phase massiver KI-Expansion. Mehr als eine Million Organisationen nutzen inzwischen Copilot. Der Azure AI Foundry Agent Service ist nun allgemein verfügbar und startet in weniger als zwei Sekunden.

Noch einen Schritt weiter gehen die Microsoft-365-Agents: Sie planen und führen Aufgaben eigenständig aus – dank eines neuen SDK, das klassische Wenn-dann-Logik durch Werkzeugbeschreibungen und Sicherheitsprotokolle ersetzt. Zusammen mit OpenAI, Amazon und Vercel hat Microsoft im August die Spezifikation Agent Plugins 1.0 vorgestellt, die die Zusammenarbeit solcher Agents über Plattformgrenzen hinweg standardisieren soll.

Doch die schnelle Verbreitung hat einen Haken: 88 Prozent der IT-Verantwortlichen berichten von Sicherheitsvorfällen mit KI-Agents. Microsoft hatte erst Anfang des Jahres eine Sicherheitslücke in Copilot geschlossen.

Anzeige

Während Unternehmen verstärkt auf KI-Lösungen setzen, stellt die neue EU-Gesetzgebung konkrete Anforderungen an den Einsatz solcher Systeme. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden bietet einen kompakten Überblick über alle Pflichten, Risikoklassen und Fristen, die Sie jetzt kennen müssen. EU AI Act in 5 Schritten verstehen

Auch der Browser wird umgerüstet

Parallel zu Teams stellt Microsoft den Edge-Browser um: Ältere Werbeblocker auf Basis von Manifest V2 werden ausgemustert – eine Anpassung an die neue Chromium-Politik. Manche Nutzer suchen deshalb bereits nach Alternativen, die ältere Erweiterungen weiter unterstützen.

Auch Drittanbieter rüsten auf. AvePoint hat sein Confidence Platform um AgentPulse für KI-Governance und erweiterte Backup-Funktionen ergänzt – mit verbesserten Wiederherstellungsoptionen für SharePoint, Salesforce und Entra ID sowie neuem Support für GitHub, Trello und Jira Product Discovery.

Anzeige

Der Einsatz von KI-Agents und modernen Cloud-Tools erfordert nicht nur technische Anpassungen, sondern auch eine rechtssichere Dokumentation gemäß aktueller Standards. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, welche Hochrisiko-Systeme besonders strengen Regeln unterliegen und wie Unternehmen die Compliance-Vorgaben erfüllen. Kostenlosen Leitfaden zur KI-Verordnung herunterladen

Und im Office-Bereich hält Copilot Notebooks Einzug in OneNote. Die Funktion ist allerdings kostenpflichtig: Sie erfordert ein Microsoft-365-Premium-Abo für rund 20 Euro pro Monat oder eine Business-Copilot-Lizenz für etwa 21 Euro pro Nutzer.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 69930905 |