TeamPCP-Hacker, Verdächtige

TeamPCP-Hacker: Zwei Verdächtige nach 1.000-Org-Angriff verhaftet

Veröffentlicht am: 27.08.2026 um 21:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Australische und US-Behörden nehmen zwei Männer wegen globaler Malware-Angriffe fest. Betroffen waren über 1.000 Organisationen und Cloud-Dienste.

Perth: Polizei nimmt mutmaßliche TeamPCP-Hacker fest
Dunkler Serverraum mit leuchtenden blauen Status-LEDs an den Server-Racks. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

In einer gemeinsamen Operation mit dem US-amerikanischen FBI hat die australische Bundespolizei zwei junge Männer in Perth festgenommen. Die Verdächtigen sollen als Teil der Gruppierung „TeamPCP“ für weitreichende Cyberangriffe auf internationale Organisationen und Cloud-Infrastrukturen verantwortlich sein.

Bei den festgenommenen Personen handelt es sich um den 21-jährigen Ruben Ian Thomson und den 23-jährigen Louis Michael Gaebler. Beiden wird vorgeworfen, Malware verbreitet zu haben, durch die mehr als 1.000 Organisationen weltweit kompromittiert wurden. Die Ermittlungen in diesem Fall wurden bereits im Frühjahr aufgenommen.

Umfangreiche Angriffe auf namhafte Technologieunternehmen

Nach Angaben der australischen Bundespolizei und des FBI-Chefs für Cyberkriminalität, Brett Leatherman, zielten die Aktivitäten der Hacker auf eine Vielzahl prominenter Plattformen und Dienste ab. Zu den betroffenen Entitäten gehören unter anderem GitHub, OpenAI sowie die Cloud-Infrastruktur der Europäischen Kommission. Auch die Projekte Trivy und LiteLLM sowie das Unternehmen Mercor seien Ziel der Infiltrationen gewesen.

Durch den Einsatz schadhafter Software gelang es den Akteuren laut den Ermittlungsbehörden, mehr als 500.000 Zugangsdaten zu entwenden. Insgesamt sollen die Hacker mindestens 300 GB an Daten aus den betroffenen Systemen erbeutet haben.

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Vorwurf des Umgangs mit kriminellen Erlösen

Die rechtlichen Konsequenzen für die Beschuldigten wiegen schwer. Insbesondere Ruben Ian Thomson sieht sich einer Reihe von Anklagepunkten gegenüber. Neben der Beteiligung an den Cyberangriffen wird ihm der Umgang mit kriminellen Erlösen in Höhe von mehr als 100.000 US-Dollar zur Last gelegt.

Die australischen Behörden betonten, dass die Festnahmen das Ergebnis einer mehrmonatigen intensiven Kooperation mit internationalen Partnern seien. Die Ermittlungen gegen das Netzwerk von TeamPCP hatten bereits im April begonnen, nachdem erste Hinweise auf die großflächige Verbreitung von Malware und den daraus resultierenden Datenabfluss vorlagen.

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Der Zugriff in Perth markiert einen wichtigen Erfolg im Kampf gegen organisierte Cyberkriminalität, die gezielt Schwachstellen in globalen Lieferketten und Cloud-Diensten ausnutzt. Ob weitere Personen im Umfeld der Gruppe TeamPCP identifiziert werden konnten, ließen die Behörden zunächst offen. Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel dauert derzeit noch an.

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