TCM und Gewichtsregulierung: Akupressur setzt auf sechs Meridianpunkte
Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 06:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Vermittlung von Konzepten der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) gewinnt bei der gesundheitlichen Prävention und alltäglichen Lebensführung zunehmend an Bedeutung.
Neben der praktischen Anwendung überlieferter Methoden steht dabei die ganzheitliche Betrachtung des Körpers im Mittelpunkt. Verfahren wie die gezielte Akupressur zur Unterstützung der Gewichtsregulierung sowie saisonale Empfehlungen stützen sich auf eine lange Tradition und historische Schriften.
Meridianlehre und Akupressur zur Gewichtsregulierung
In der traditionellen chinesischen Lehre wird Übergewicht vor allem mit Ungleichgewichten des Yang-Qi sowie einer vermehrten Ansammlung von Schleim und Feuchtigkeit im Organismus erklärt. Historische Abhandlungen wie das Werk „Lingshu“ unterscheiden dabei bereits verschiedene körperliche Konstitutionstypen.
Auch Begleitbeschwerden wie Verdauungsstörungen und Verstopfung werden differenziert betrachtet: Mediziner am China-Japan Friendship Hospital teilen Verstopfung je nach Ursache in Kategorien wie Magen-Darm-Hitzeansammlung, Qi-Stagnation sowie Mangelzustände von Qi, Blut oder Yang ein.
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Um den Energiefluss anzuregen und das Körpergewicht zu beeinflussen, empfiehlt die traditionelle Akupressur die Stimulation bestimmter Akupunkturpunkte entlang der Meridiane zu festgelegten Tageszeiten. In den Morgenstunden konzentriert sich die Anwendung auf Punkte am Bauchbereich wie Shangwan, Zhongwan und Xiawan.
Zu späteren Vormittagsstunden werden Punkte an den Beinen wie Yinlingquan, Xuehai und Taibai stimuliert. Darüber hinaus zählen Hegu an der Hand, Quchi am Ellenbogen sowie Zusanli am Schienbein zu den klassischen Akupunkturpunkten der traditionellen Lehre.
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Ergänzend beschreibt die Heilkunde traditionelle Bauchauflagen mit pflanzlichen Rezepturen, die individuell nach Alter und körperlicher Verfassung zusammengestellt werden.
Saisonale Anpassung und überlieferte Pflanzenheilkunde
Ein wesentlicher Grundsatz der traditionellen Medizin besteht darin, die Lebensweise den wechselnden Bedingungen des Jahresverlaufs anzupassen. Klassische Werke wie das „Zhouhou Beiji Fang“ von Ge Hong heben hervor, dass man dem Rhythmus der Jahreszeiten folgen solle, um Krankheiten vorzubeugen.
In südlichen Regionen wie Lingnan werden beim Übergang vom Spätsommer zum Herbst gezielt Maßnahmen ergriffen, um den Auswirkungen von verbleibender Sommerfeuchtigkeit und beginnender Trockenheit zu begegnen. Dabei kommen traditionelle pflanzliche Mittel zum Einsatz: Getrocknete Mandarinenschale, im Fachkontext als Chenpi bekannt, gilt in der Lehre als mild und wärmend, um das Qi zu regulieren und Feuchtigkeitsstagnationen in Milz und Magen zu lösen.
Bei zunehmender Trockenheit werden Mischungen mit Lilien und Birnen genutzt, um die Atemwege zu befeuchten. Zudem kooperieren Institutionen wie das dem TCM-Krankenhaus der Guangzhou Medical University angegliederte Haus mit Partnern wie der Guangbai Co., um saisonale Tees bereitzustellen. Dazu gehören Rezepturen mit Maidong, einer Pflanze, die traditionell zur Harmonisierung der Körpersäfte und zur Befeuchtung eingesetzt wird.

