TCM-Akupunktur: Acht Hui-Punkte und Yongquan sollen Qi und Organe regulieren
Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 11:30 Uhr | Redaktion boerse-global.deIn der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) spielen spezifische Akupunkturpunkte eine zentrale Rolle bei der Regulation des Organismus. Berichten zufolge heben Fachleute insbesondere die therapeutische Relevanz der sogenannten Acht-Treffpunkte sowie des Punktes Yongquan (Yun Chyuan) hervor, um das Zusammenspiel von Qi, Blut und inneren Organen gezielt zu beeinflussen. Die gezielte Reizung dieser Areale dient dabei der Behandlung diverser körperlicher Beschwerden und der allgemeinen Stabilisierung.
Die klassischen Acht Hui-Punkte zur Organ- und Geweberegulation
Die Acht-Treffpunkte, fachsprachlich als Hui-Punkte bezeichnet, fanden ihre historische Erstbeschreibung im klassischen medizinischen Werk Nanjing. Sie kommen bei Störungen und Erkrankungen der jeweils zugeordneten Gewebearten oder Organsysteme zur therapeutischen Anwendung:
- Zhangmen (Zang-Meeting): Befindet sich an der elften Rippe und adressiert funktionelle Aspekte der Zang-Organe.
- Zhongwan (Fu-Meeting): Liegt vier Cun oberhalb des Nabels und steht mit den Fu-Organen in Verbindung.
- Danzhong (Qi-Meeting): Ist mittig auf der Brust zwischen den Brustwarzen lokalisiert und dient der Steuerung des Qi.
- Geshu (Blut-Meeting): Liegt auf Höhe des siebten Brustwirbels, 1,5 Cun lateral der Wirbelsäule, und wird bei Beschwerden des Blutes eingesetzt.
- Taiyuan (Gefäß-Meeting): Befindet sich radialseitig am Handgelenk und ist den Blutgefäßen zugeordnet.
- Dazhu (Knochen-Meeting): Ist auf Höhe des ersten Brustwirbels, 1,5 Cun lateral positioniert, und bezieht sich auf das Knochensystem.
- Yanglingquan (Sehnen-Meeting): Liegt unterhalb des Fibulakopfes in der Fibulakopfgrube; in anatomischen Lernübersichten wird hierfür eine Nadeltiefe von 1 bis 1,5 Cun genannt.
- Xuanzhong (Mark-Meeting): Befindet sich drei Cun oberhalb des Außenknöchels und repräsentiert das Mark.
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Der Akupunkturpunkt Yongquan als funktionelle Schnittstelle
Neben den Hui-Punkten erfährt der Punkt Yongquan, auch als Yun Chyuan bekannt, besondere Beachtung. Er befindet sich mittig unter der Fußsohle zwischen dem zweiten und dritten Zeh und gilt in der traditionellen Lehre als das Tor des Organismus. Experten weisen darauf hin, dass ein auftretender Druckschmerz an dieser Stelle als Indikator für eine Beeinträchtigung der regulären Funktion gewertet werden kann.
Zur praktischen Anwendung wird eine Massage beider Füße empfohlen, die zweimal täglich – jeweils morgens und abends – für die Dauer von je drei Minuten mit leichtem Druck durchgeführt werden sollte. Das therapeutische Spektrum dieses Punktes ist breit gefächert: Er wird unter anderem bei Kopfschmerz, Schwindel, Ohrensausen, Sehstörungen und Augenschmerz sowie bei Gedächtnisstörungen eingesetzt.
Zudem findet der Punkt Anwendung bei Herz-Kreislauf-Problemen wie Tachykardie und Arrhythmie, zur Regulierung des arteriellen Blutdrucks, bei Bewusstlosigkeit, Sonnenstich, Krämpfen sowie bei Beschwerden des Magen-Darm-Trakts und Nierenproblemen.
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Einordnung in die Konstitutionslehre
Über die direkte Behandlung von Symptomen hinaus besitzt der Punkt an der Fußsohle einen festen Platz im System der TCM-Konstitutionslehre. Yongquan zählt zusammen mit vier weiteren Arealen zu den fünf wesentlichen Kanälen, über die nach traditioneller Auffassung Feuchtigkeit in den Organismus eindringen kann.
Zu diesen sensiblen Zonen gehören neben Yongquan an der Fußsohle auch Dazhui im Nacken- und Schulterbereich, Danzhong auf der Brust, Shenque im Nabel- und Unterleibsbereich sowie Mingmen in der Lendenregion. Die Beachtung dieser Zonen ist ein wiederkehrender Bestandteil ganzheitlicher Präventions- und Regulationsansätze.
