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Tap to Share: Google vereinfacht Datenaustausch auf Android ab sofort

Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 11:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Google führt Tap to Share für Android ein, das NFC mit Quick Share kombiniert. Parallel verschärfen Apple und kalifornische Behörden ihre Sicherheitsmaßnahmen.

Google Tap to Share: NFC-Dateitransfer startet mit Pixel-Geräten
Zwei moderne Smartphones, die für eine drahtlose Datenübertragung nah aneinander gehalten werden. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Google hat am 16. August 2026 die Einführung einer neuen Funktion namens „Tap to Share“ für das Betriebssystem Android bekannt gegeben. Die Technologie soll den Datenaustausch zwischen mobilen Endgeräten vereinfachen und setzt dabei auf eine Kombination aus bestehenden Standards.

Rollout-Plan und technische Voraussetzungen

Die neue Funktion wird laut Unternehmensangaben zunächst für das Google-eigene Smartphone Pixel 6 sowie alle neueren Modelle der Pixel-Reihe verfügbar sein. Voraussetzung für die Nutzung ist die Betriebssystemversion Android 17 oder höher. Im weiteren Verlauf des Jahres plant der Technologiekonzern eine Ausweitung auf Geräte anderer Hersteller.

Konkret sollen bis Ende 2026 Modelle wie das Samsung Galaxy Z Fold, das Galaxy 8 Ultra sowie das Fold 8 und Flip 8 unterstützt werden. Die technische Umsetzung von Tap to Share basiert auf der Integration von Quick Share und der Nahfeldkommunikation (NFC). Nutzer können damit Inhalte übertragen, indem sie ihre Geräte physisch nah aneinanderhalten, wobei NFC den Verbindungsaufbau initiiert.

Sicherheitsmaßnahmen im mobilen Sektor

Parallel zur Erweiterung der Android-Funktionen verstärken auch andere Marktteilnehmer ihre Sicherheitsvorkehrungen. Apple begann am 15. August 2026 damit, Warnungen vor Spionagesoftware erstmals direkt auf den Sperrbildschirm betroffener Nutzer in 110 Ländern zu senden. Zuvor wurden solche Benachrichtigungen primär per E-Mail, iMessage oder über Banner im Nutzerkonto zugestellt.

Nach Einschätzung von Citizen Lab ermöglichen diese prominenten Warnungen fundiertere öffentliche Untersuchungen von Überwachungsangriffen. In diesem Kontext wurde darauf verwiesen, dass der im Jahr 2022 mit iOS 16 eingeführte „Lockdown Mode“ bislang nicht kompromittiert worden sei.

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Auf der regulatorischen Ebene greift die Behörde CalPrivacy verstärkt gegen Verstöße im Datenhandel durch. Am 15. August 2026 wurden Strafen gegen mehrere Datenbroker verhängt, die ihrer Registrierungspflicht nicht nachgekommen waren. Das Unternehmen Cybba wurde zu einer Zahlung von 52.400 US-Dollar verpflichtet.

Gegen den Anbieter LocateSmarter wurde eine Strafe von 110.490 US-Dollar wegen Verstößen gegen den „Delete Act“ und den „CCPA“ ausgesprochen. Dem Unternehmen wurde unter anderem vorgeworfen, unnötige Identitätsprüfungen bei Opt-out-Anfragen verlangt zu haben. Die Registrierungspflicht im DROP-System besteht bereits seit dem 31. Januar 2026.

Debatte um Datenschutz und neue Betrugsrisiken

Die Diskussion um den Datenschutz bei mobilen Diensten wird auch durch Experten wie Henry Fisher von Techlore geprägt. Am 16. August 2026 wies dieser Kritik am DROP-System zurück und betonte, dass das Verfahren eine weniger invasive Verifizierung durch persönliche Daten ermögliche als alternative Login-Verfahren.

Aktuell seien 375.000 Nutzer registriert, deren Daten gehasht gespeichert würden. Zudem stehe ein Verbot des Verkaufs von Geolocation-Daten in Kalifornien bevor.

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Trotz technologischer Fortschritte bei der Dateifreigabe wie Tap to Share warnen Sicherheitsforscher vor neuen Gefahren im Zusammenhang mit NFC. Group-IB dokumentierte am 16. August 2026 eine Betrugsserie unter dem Namen „WindRelay“. Dabei wird ein Trojaner namens SpyNote-RAT genutzt, um NFC-Kartendaten in Echtzeit von infizierten Android-Geräten zu streamen.

Zwischen November 2025 und Juli 2026 wurden 23 Proben dieser Software auf VirusTotal identifiziert. Die Angriffe richteten sich vornehmlich gegen Opfer in Tschechien, der Slowakei und Slowenien. In einem dokumentierten Fall gelang es Angreifern innerhalb von 13 Minuten, einen Kredit aufzunehmen und ein Konto vollständig zu plündern.

Abseits der Sicherheits- und Systemthemen wurde das Android-Ökosystem am 16. August 2026 durch eine neue Anwendung ergänzt. Automattic veröffentlichte die KI-gestützte Kontakte-App „Mesh“, die ab sofort für Nutzer der Plattform zur Verfügung steht.

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