Tai, Chi

Tai Chi und Qigong: Studie zeigt bessere Schlafwerte nach Krebsbehandlung

Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 22:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Beide Programme verbesserten Erschöpfung und den Umgang mit Schmerzen; Tai Chi und Qigong steigerten zusätzlich die Schlafqualität.

MATCH-Studie: Achtsamkeit und Tai Chi lindern Krebsfolgen
Ein ruhiger, sonnendurchfluteter Gartenbereich mit Holzterrasse und natürlichem Licht, der eine entspannte Atmosphäre vermittelt. Illustration mit AI erstellt.

Körperliche Erschöpfung und anhaltende Schmerzen belasten viele Menschen auch lange nach dem Abschluss einer primären Krebsbehandlung. Eine im Journal of Clinical Oncology vorgestellte Untersuchung widmet sich der Frage, welche nicht-medikamentösen Ansätze zur Linderung beitragen können.

Die sogenannte MATCH-Studie analysierte die Wirksamkeit von achtsamkeitsbasierten Erholungsprogrammen sowie von Tai Chi und Qigong bei Betroffenen mit mindestens moderater Belastung. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass beide Methoden messbare Verbesserungen bei chronischer Erschöpfung und im Umgang mit Schmerzen im Alltag erzielen können.

Deutliche Linderung von chronischer Erschöpfung

An der MATCH-Studie nahmen 587 Personen nach einer primären Krebsbehandlung teil, deren Durchschnittsalter bei etwa 61 Jahren lag. Ein zentraler Schwerpunkt der Untersuchung lag auf der Fatigue, einem Erschöpfungszustand, der durch Ruhepausen kaum gebessert wird.

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Beide untersuchten Ansätze zeigten bei diesem Symptom messbare Erfolge. Bei den Teilnehmenden der Achtsamkeitsprogramme verbesserte sich der Wert auf der FACIT-F-Skala um +3,66 Punkte (95%-KI 0,25–7,08; p=.036).

Die Gruppe, die Tai Chi beziehungsweise Qigong praktizierte, erreichte eine Verbesserung um +3,42 FACIT-F-Punkte (95%-KI 0,10–6,73; p=.043). Ein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den beiden Verfahren bestand in diesem Bereich nicht; keines der beiden Programme erwies sich dem anderen als klar überlegen.

Effekte auf Schmerzbelastung und Schlafqualität

Neben der Erschöpfung untersuchten die Forschenden auch Auswirkungen auf Schmerzen und Schlafstörungen. Beide Programme verringerten die Schmerzinterferenz – also das Ausmaß, in dem Schmerzen den Alltag und gewohnte Aktivitäten beeinträchtigen.

Die statistischen Kennwerte lagen hierbei bei ? ?1,10 für das Achtsamkeitstraining beziehungsweise ? ?1,52 für Tai Chi und Qigong. Die reine Schmerzstärke wurde durch die Programme hingegen nicht signifikant gesenkt; die Praktiken minderten jedoch spürbar die Auswirkungen der Schmerzen auf das alltägliche Leben der Teilnehmenden.

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Differenzierte Resultate ergaben sich bei der Schlafqualität. Im Vergleich zu einer Warteliste führte die Ausübung von Tai Chi und Qigong zu einer signifikanten Verbesserung der Schlafparameter (PSQI ?1,90 Punkte; 95%-KI ?3,18 bis ?0,62; p=.004). Das Achtsamkeitsprogramm senkte den PSQI-Wert im Rahmen der Erhebung hingegen nicht signifikant.

Gefördert wurde die MATCH-Studie durch die Lotte & John Hecht Memorial Foundation. Die Erhebung liefert wichtige Anhaltspunkte dafür, wie strukturierte Bewegung und Achtsamkeitsübungen die Nachsorge von Krebspatienten gezielt ergänzen können.

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de | wissenschaft | 70206574 |