Sysinternals für Linux: Microsoft bringt 15 Diagnose-Tools auf Linux
Veröffentlicht am: 11.09.2026 um 10:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft hat seine Sysinternals-Suite um eigenständige Linux-Versionen erweitert. Damit stehen wichtige Diagnose- und Analysewerkzeuge, die bislang vor allem Windows-Administratoren vorbehalten waren, künftig auch für den Einsatz unter Linux zur Verfügung. Wie deskmodder.de berichtete, wurde das Update mit insgesamt 15 aktualisierten Modulen ausgeliefert.
Neue Linux-Versionen mit eigener Versionszählung
Für Linux stellt Microsoft eigenständige Tools bereit, die nicht einfach Portierungen der Windows-Programme sind, sondern eine eigene Entwicklungslinie mit eigener Versionszählung besitzen.
Dazu zählen ProcDump 3.5.3, das nun in der Programmiersprache Rust umgesetzt wurde, sowie Sysmon 1.5.3 für die aarch64-Architektur, Procmon 2.2.2 und EBPF 2.2.2. Sämtliche Linux-Werkzeuge wurden laut dem Bericht mit Amazon Linux 2023 getestet beziehungsweise kompatibel gemacht.
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Damit erhalten Administratoren, die Linux-Server betreiben, Werkzeuge zur Prozessüberwachung und Systemdiagnose, die konzeptionell an die bekannten Windows-Pendants angelehnt sind, technisch jedoch eigenständig weiterentwickelt werden.
Windows-Werkzeuge ebenfalls aktualisiert
Parallel dazu hat Microsoft auch die klassischen Windows-Versionen der Sysinternals-Suite überarbeitet. Aktualisiert wurden unter anderem Process Explorer auf Version 17.14, Process Monitor auf Version 4.11 sowie Sysmon auf Version 15.22. Hinzu kommen Sigcheck 2.92, ZoomIt 12.22 und PipeList 1.03.
Auch die PsTools-Sammlung, die seit Langem zum festen Bestandteil der Windows-Administration zählt, wurde überarbeitet: PsGetSid liegt nun in Version 1.47 vor, PsInfo in Version 1.8, PsKill in Version 1.18, PsShutdown in Version 2.61 und PsSuspend in Version 1.09.
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Einordnung
Die Erweiterung markiert einen Schritt, mit dem Microsoft seine seit Jahrzehnten etablierten Windows-Diagnosewerkzeuge stärker auf plattformübergreifende IT-Umgebungen ausrichtet.
Während die Windows-Tools wie Process Explorer, Process Monitor und Sysmon weiterhin exklusiv für Windows bestehen bleiben, entsteht mit den neuen Linux-Varianten ein paralleles Angebot, das Systemadministratoren in gemischten Infrastrukturen mit ähnlichen Funktionsprinzipien bedienen soll.
Für macOS-Nutzer bringt das aktuelle Update nach den vorliegenden Informationen keine neuen Werkzeuge – die Erweiterung bezieht sich ausschließlich auf Linux-Systeme.
