Sylvester, Stallone

Sylvester Stallone: Bulimie und extremer Körperdruck mit Langzeitfolgen

Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 11:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Schauspieler schildert Essstörungen, Steroidgebrauch und zahlreiche Operationen im Zusammenhang mit extremem Körperdruck und Filmrollen.

Sylvester Stallone spricht über Bulimie, Steroide und körperliche Folgen
Leeres, schattiges Fitnessstudio mit schweren Eisenhantelscheiben auf einem Betonboden. Illustration mit AI erstellt.

Der immense Druck auf das äußere Erscheinungsbild in der Unterhaltungsbranche kann weitreichende gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Wie Sylvester Stallone in einem Gespräch mit der New York Times am 26. September 2026 darlegte, führte seine ausgeprägte Fixierung auf den eigenen Körper während der Entstehungszeit der Filmreihen „Rocky“ und „Rambo“ zu einer Bulimie.

Die Schilderungen gewähren einen Einblick in die körperlichen und psychischen Belastungen, die mit extremen Rollenanforderungen und dauerhaftem Optimierungsdruck einhergehen.

Radikale Diäten und der Einsatz leistungssteigernder Mittel

Die Anforderungen an die Physis der Darsteller erreichten dabei mitunter lebensbedrohliche Werte. Beim Dreh zu „Rocky III“ im Jahr 1982 sank der Körperfettanteil von Stallone nach eigenen Angaben auf 2,6 %.

Um solche extremen Körperformen zu erreichen und zu halten, griff der Schauspieler auch zu verbotenen Substanzen. Er bestätigte den Gebrauch von Steroiden, die er in regelmäßigen Zyklen von sechs Wochen Einnahme gefolgt von sechs Wochen Pause konsumierte. Diese Mittel hätten seinen Organismus schwer belastet.

Stallone hielt fest, dass eine derart extreme Physis ohne entsprechende Hilfsmittel und Drogen auf Dauer nicht aufrechtzuerhalten sei. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtete, nehme er auch in der Gegenwart viele Tabletten ein, um weiterhin in Form zu bleiben.

Schwere physische Verschleißerscheinungen und Angstattacken

Die Kombination aus intensivem Training und riskanten Dreharbeiten hinterließ dauerhafte Schäden am Bewegungsapparat. Stallone bezifferte die medizinischen Konsequenzen auf neun Rückenoperationen, zwei Eingriffe an der Schulter sowie drei Halswirbelfusionen. Im Rückblick bereue er es, Stunts selbst ausgeführt zu haben. Bei den Dreharbeiten zu „The Expendables“ im Jahr 2010 brach er sich einen Halswirbel und führte die Arbeiten dennoch fort.

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Neben den orthopädischen Spätfolgen traten auch psychische Begleiterscheinungen auf. Stallone berichtete, seine erste Angstattacke im Alter von 36 Jahren erlebt zu haben; im weiteren Verlauf folgten zusätzliche Episoden dieser Art. Eine zeitweise Entlastung von den physischen Vorgaben bot ihm die Produktion des Films „Cop Land“ im Jahr 1997, deren Rolle ihn zumindest teilweise von dem permanenten Körperdruck befreit habe.

Familiäre Hintergründe und die Mechanismen des frühen Ruhms

Die Anfälligkeit für selbstschädigendes Verhalten führte Stallone auch auf seine Kindheit und Jugend zurück. Die erlebte Gewalt seines Vaters habe ihn nachhaltig geprägt. Der Vater habe ihn in jungen Jahren getreten, später vor Publikum geschlagen und zudem eine Katze erschossen.

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Als Stallone mit „Rocky“ im Jahr 1976 der internationale Durchbruch gelang, brachte der abrupte Erfolg neue psychologische Dynamiken mit sich. Das Werk erhielt 1977 zehn Oscar-Nominierungen und gewann die Trophäen für den besten Film, die beste Regie sowie den besten Schnitt. Dieser massive Erfolg habe ihn nach eigener Aussage jedoch arrogant und rachsüchtig werden lassen.

Eine ausführliche Auseinandersetzung mit diesen Lebensstationen liefert sein Memoir unter dem Titel „The Steps“, dessen Veröffentlichung für den 29. September 2026 vorgesehen ist.

Mehr zum Thema bei DER SPIEGEL: „Sylvester Stallone: Bulimie und Steroide – »Rocky«-Schauspieler spricht über seine »zwanghafte …“

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