Swift-Ledger, FAB

Swift-Ledger: FAB und Citi führen Blockchain-Zahlungen live durch

Veröffentlicht am: 04.09.2026 um 01:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

FAB und Citi wickeln erstmals Live-Zahlungen mit tokenisierten US-Dollar-Einlagen über Swifts Ledger ab; 17 Banken testen die Lösung bis Dezember 2026.

FAB und Citi testen tokenisierte US-Dollar-Zahlungen auf Swift-Ledger
Ein minimalistisches, modernes Glasatrium in einem Finanzviertel bei Tageslicht, das Transparenz und Struktur symbolisiert. Illustration mit AI erstellt.

Die Integration der Blockchain-Technologie in den globalen Zahlungsverkehr hat einen neuen Meilenstein erreicht. Die First Abu Dhabi Bank (FAB) und das US-Kreditinstitut Citi haben erfolgreich Live-Transaktionen in US-Dollar unter Verwendung tokenisierter Einlagen abgeschlossen.

Die Abwicklung erfolgte über das „Minimum Viable Product“ (MVP) des neuen Ledgers des Finanznachrichtendienstes Swift. Damit ist die FAB das erste Finanzinstitut im Nahen Osten und in Afrika, das diesen technologischen Schritt vollzogen hat.

Tokenisierte Einlagen im Praxistest

Ein zentraler Aspekt der durchgeführten Transaktionen ist die strukturelle Handhabung der digitalen Werte. Branchenberichten zufolge verbleiben die tokenisierten Einlagen während des gesamten Prozesses in den Bilanzen der beteiligten Banken. Die tatsächliche Abwicklung der Zahlungen wird weiterhin über das etablierte System der Korrespondenzbanken sichergestellt.

Die aktuellen Live-Transaktionen sind Teil einer umfassenden Testphase, die Swift für seinen Ledger initiiert hat. Diese sogenannte MVP-Phase ist auf den Zeitraum von Juli bis Dezember 2026 terminiert. Insgesamt nehmen 17 Banken an diesem Pilotprojekt teil, um die Interoperabilität zwischen traditionellen Banksystemen und Distributed-Ledger-Technologien (DLT) unter realen Bedingungen zu erproben.

Citis globale Infrastruktur und Token-Dienste

Für Citi markiert der Abschluss dieser Transaktionen ebenfalls eine Premiere. Das Institut ist die erste US-Bank, die Live-Zahlungen auf dem nativen Ledger von Swift verarbeitet hat. Dabei arbeitete Citi nicht nur mit der FAB im Nahen Osten zusammen, sondern kooperierte für ähnliche Anwendungen auch mit der OCBC in Südostasien.

Das Engagement von Citi in diesem Bereich stützt sich auf eine bereits bestehende, leistungsstarke Infrastruktur. Der 24/7-Clearing-Dienst der Bank für US-Dollar bedient weltweit über 300 Banken und Kunden.

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Parallel dazu gewinnen die spezifischen Token-Dienste des Unternehmens an Bedeutung. Nach vorliegenden Daten verarbeiten diese Token-Services bereits ein Volumen von rund 1 Milliarde US-Dollar. Die Teilnahme am Swift-Ledger gilt als konsequente Erweiterung dieser digitalen Kapazitäten.

Strategische Entwicklung im Nahen Osten

Für die First Abu Dhabi Bank ist die erfolgreiche Teilnahme am Swift-Pilotprojekt Teil einer längerfristigen Digitalisierungsstrategie. Bereits Anfang des Jahres, im Februar 2026, erhielt der Stablecoin der Bank mit der Bezeichnung DDSC die offizielle Genehmigung durch die Zentralbank der Vereinigten Arabischen Emirate.

Im weiteren Verlauf des Jahres, im Mai 2026, demonstrierte das Institut zudem seine technologische Einsatzbereitschaft durch eine On-Chain-Transaktion mit einem Volumen von 110 Millionen AED. Mit dem nun erfolgten Abschluss der US-Dollar-Transaktionen über den Swift-Ledger festigt die FAB ihre Position als regionaler Vorreiter bei der Anwendung von Blockchain-Lösungen im regulierten Bankwesen.

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Expansion des Netzwerks im asiatischen Raum

Die Pilotphase von Swift wird in den kommenden Wochen voraussichtlich weiter an Breite gewinnen. Neben der bereits aktiven OCBC wird erwartet, dass weitere namhafte Institute aus Singapur dem Netzwerk beitreten. Marktberichten zufolge sollen die DBS und die UOB noch im Laufe des Septembers 2026 in die Swift-Ledger-Pilotphase integriert werden.

Das Ziel dieser gemeinsamen Bemühungen der 17 teilnehmenden Banken ist es, die Effizienz im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr zu steigern und die Abwicklungszeiten durch den Einsatz programmierbarer Einlagen zu verkürzen, ohne dabei die regulatorische Sicherheit des bestehenden Korrespondenzbankensystems aufzugeben.

Die Ergebnisse bis zum Ende der Testphase im Dezember 2026 werden als maßgeblich für die weitere Standardisierung digitaler Vermögenswerte im globalen Finanzsystem angesehen.

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