SUS-Reform: 20,4 Millionen Patienten buchen Arzttermine via WhatsApp
Veröffentlicht am: 02.09.2026 um 07:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das brasilianische öffentliche Gesundheitssystem SUS hat eine neue Funktion zur Terminvereinbarung über WhatsApp eingeführt, von der nach Angaben der Betreiber 20,4 Millionen Nutzer profitieren sollen. Die Anwendung wurde von Integra Saúde Digital entwickelt und soll den Zugang zu medizinischen Terminen im staatlichen Gesundheitssystem vereinfachen.
Funktionsweise des neuen Angebots
Über den Messenger-Dienst können Patientinnen und Patienten künftig Konsultationen sowohl buchen als auch umbuchen, ohne dafür persönlich in einer Einrichtung vorstellig werden oder telefonisch Kontakt aufnehmen zu müssen.
Die Vergabe der verfügbaren Termine erfolgt in Zusammenarbeit mit den kommunalen Gesundheitssekretariaten, die die Terminslots verwalten. Ziel der Integration ist es laut den Betreibern, die Zahl der Terminausfälle zu senken und die Auslastung der verfügbaren Behandlungsplätze zu verbessern.
Pilotphase vor landesweitem Rollout
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Die neue Funktion befindet sich derzeit in einer Pilotphase, die in Partnerstädten läuft. Der reguläre Betrieb ist für das kommende Quartal vorgesehen. Während der Testphase werden verschiedene Kennzahlen erfasst: Dazu zählen die Absentismusrate, also der Anteil verpasster Termine, die Dauer des Buchungsprozesses, die Auslastung der verfügbaren Plätze sowie die Zufriedenheit der Nutzer mit dem neuen System.
Erwartete Effekte für Patienten und Verwaltung
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Die Betreiber erhoffen sich von der WhatsApp-Integration eine spürbare Reduzierung von Fehlzeiten bei Arztterminen – ein chronisches Problem vieler öffentlicher Gesundheitssysteme, bei dem ungenutzte Termine zulasten anderer wartender Patienten gehen. Durch die einfachere Umbuchungsmöglichkeit direkt im Messenger sollen frei werdende Plätze schneller wieder vergeben werden können, was die Gesamtauslastung des Systems erhöhen soll.
Die während der Pilotphase gesammelten Daten zur Zufriedenheit und zum Nutzerverhalten sollen darüber entscheiden, wie die Funktion vor dem geplanten flächendeckenden Start im kommenden Quartal weiter angepasst wird. Angesichts der hohen Zahl potenziell betroffener Nutzer gilt die Integration als eines der größeren Digitalisierungsvorhaben im brasilianischen Gesundheitswesen der jüngeren Zeit.
