Surface, Laptop

Surface Pro und Laptop: Microsoft senkt RAM auf 8 GB, sperrt KI aus

25.06.2026 - 12:14:27 | boerse-global.de

Microsoft senkt Surface-Preise durch RAM-Halbierung, schließt Geräte aber von Copilot+-KI-Funktionen aus.

Microsoft Surface: Neue 8-GB-Modelle sparen am RAM und KI-Zugang
Surface - Microsoft Surface Pro-Tablet und Surface Laptop auf einem Schreibtisch, die neue, günstigere Modelle repräsentieren. Ein verschwommener Konkurrenz-Laptop im Hintergrund. 25.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Technologiekonzern erweitert seine Hardware-Palette um preiswertere Versionen von Surface Pro und Surface Laptop – und spart dabei am Arbeitsspeicher.

Die neuen Konfigurationen, die Ende Juni 2026 vorgestellt wurden, verfügen über 8 Gigabyte Arbeitsspeicher – nur halb so viel wie die bisherigen Einstiegsmodelle mit 16 GB. Das macht die Geräte zwar günstiger, schließt sie aber von wichtigen KI-Funktionen aus.

Hardware im Detail: Was die neuen Modelle bieten

Das neue 12-Zoll-Surface Pro und das 13-Zoll-Surface Laptop setzen beide auf den Snapdragon X Plus-Prozessor und kommen mit 256 Gigabyte internem Speicher. Das Surface Pro bietet ein Display mit 90 Hertz Bildwiederholrate, das Surface Laptop einen 13-Zoll-IPS-Bildschirm mit 400 Nits Helligkeit und einem 50-Wh-Akku.

Die Reduzierung auf 8 GB RAM ist ein strategischer Schachzug von Microsoft. Der Konzern betont, dass diese Ausstattung für alltägliche Aufgaben wie Surfen im Web völlig ausreicht und man die Speichernutzung von Windows optimiert habe. Branchenbeobachter sehen darin jedoch einen deutlichen Rückschritt gegenüber der bisherigen 16-GB-Basiskonfiguration.

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Ein Wermutstropfen bleibt: Die Tastatur für das Surface Pro wird weiterhin separat verkauft. Sie schlägt mit rund 140 Euro zu Buche – der Gesamtpreis für ein komplettes Setup steigt damit deutlich.

Kein Zugang zu KI-Funktionen

Die wichtigste Konsequenz der Speicherreduzierung: Die neuen Surface-Modelle erfüllen nicht die Anforderungen für Microsofts Copilot+-Plattform. Deren Zertifizierung setzt mindestens 16 GB RAM voraus.

Das bedeutet: Nutzer dieser Geräte verzichten auf eine Reihe integrierter KI-Features. Dazu gehören die Funktion Recall, die Aktivitäten für spätere Suchanfragen aufzeichnet, sowie Click to Do. Auch Windows Studio Effects für Videokonferenzen, Live Captions und das Bildgenerierungstool Cocreate bleiben diesen Modellen verwehrt.

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Microsoft positioniert die neuen Geräte bewusst als Alltagsbegleiter – für Nutzer, die keine schweren Multitasking-Aufgaben oder KI-gestützte Arbeitsabläufe benötigen.

Preise und Wettbewerb mit MacBook Neo

Das neue Surface Pro kostet 789 Euro, das Surface Laptop startet bei 882 Euro. Das sind rund 186 Euro weniger als die Preise, die Microsoft im April 2026 für die 16-GB-Modelle aufgerufen hatte – damals lagen diese bei 975 Euro beziehungsweise 1.115 Euro.

Doch der Blick zurück zeigt: Die neuen 8-GB-Modelle sind immer noch teurer als die ursprünglichen 16-GB-Versionen von 2025. Diese waren für 743 Euro (Pro) und 836 Euro (Laptop) gestartet. Analysten vermuten, dass die hohen Speicherkosten in der gesamten Branche diese Preispolitik beeinflussen.

Mit der Einführung der günstigeren Modelle zielt Microsoft direkt auf den Wettbewerb im Ultraportable-Segment. Die Konkurrenz ist hart: Das MacBook Neo liegt preislich zwischen 464 und 557 Euro, das Dell XPS 13 startet bei etwa 650 Euro – ebenfalls mit 8-GB-Konfiguration. Microsofts Zielgruppe sind offenbar Studenten und preisbewusste Käufer, die lieber auf KI-Funktionen verzichten als tiefer in die Tasche zu greifen.

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