Surface, Laptop

Surface Pro und Laptop: Microsoft bringt Snapdragon X2 am 23. Juli

Veröffentlicht: 10.07.2026 um 22:16 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Microsoft bringt Surface mit Snapdragon X2 nach Asien und erlaubt Deinstallation lokaler KI-Modelle. GPT-5.6 treibt Copilot an.

Microsoft erweitert KI-Strategie mit neuen Surface-Geräten und Windows-Update
Ein Microsoft Surface Laptop und Surface Pro Tablet auf einem Schreibtisch, mit dezentem neuronalem Netzwerkmuster im Hintergrund. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Technologiekonzern Microsoft erweitert seine Strategie für künstliche Intelligenz auf dem Gerät – mit neuen Surface-Geräten in Asien und tiefgreifenden Software-Veränderungen für Windows-Nutzer.

Neue Surface-Geräte mit Snapdragon X2 für Malaysia

Am 23. Juli 2026 bringt Microsoft die neuesten Surface Pro und Surface Laptop Modelle in Malaysia auf den Markt. Herzstück der Geräte ist der Snapdragon X2 Prozessor, der in einer 3-Nanometer-Architektur gefertigt wird. Seine integrierte Neural Processing Unit (NPU) schafft beeindruckende 80 Billionen Operationen pro Sekunde (TOPS).

Die technischen Daten versprechen deutliche Fortschritte: Die Grafikleistung pro Watt liegt beim neuen Chip 2,3-mal höher als bei Vorgängermodellen. Besonders die Akkulaufzeiten können sich sehen lassen. Das 13,8-Zoll Surface Laptop hält satte 20 Stunden bei Videowiedergabe durch, das Surface Pro immerhin 15,5 Stunden.

Die Preise für Privatkunden in Malaysia starten umgerechnet bei rund 6.999 Ringgit. Vorbestellungen sind noch bis zum 22. Juli möglich. Geschäftskunden können die Business-Varianten bereits ab dem 14. Juli ordern – in den USA beginnen die Preise bei etwa 1.649,99 US-Dollar.

Mehr Kontrolle über KI-Modelle auf dem eigenen Rechner

Mit einem aktuellen Windows-11-Update (Build 26300.8553) gibt Microsoft Nutzern erstmals die Möglichkeit, bestimmte KI-Modelle direkt zu deinstallieren. Wer die lokalen Komponenten entfernt, gewinnt mehr als 2,5 Gigabyte Speicherplatz zurück – eine Reaktion auf die wachsende Kritik am Speicherhunger integrierter KI-Funktionen.

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Auch der hauseigene Browser Microsoft Edge erhält ein großes Update. Version 150 bringt eine Anmeldeoption für Google-Kontoten, die schrittweise ausgerollt wird. Gleichzeitig verschwinden jedoch die Seitenleisten-Apps, und die Workspaces-Funktion wird auf ein lokales Synchronisationssystem umgestellt. Für Nutzer von macOS 12 Monterey ist dies der letzte unterstützte Edge-Release.

Copilot setzt auf GPT-5.6 – interne Modelle in der Entwicklung

Seit dem 9. Juli 2026 setzt Microsoft 365 Copilot auf OpenAIs GPT-5.6 als bevorzugtes Modell. Die KI treibt damit Word, Excel, PowerPoint und Cowork an. Das Modell erscheint in drei Varianten: Sol, Terra und Luna. Nitin Agrawal von Microsoft verspricht spürbare Verbesserungen für die gesamte Produktivitätssuite.

Doch der Konzern arbeitet offenbar auch an Alternativen. Interne Tests mit sogenannten MAI-Modellen deuten darauf hin, dass Microsoft langfristig unabhängiger von OpenAI werden will. Ziel ist es, die Kosten für den KI-Betrieb zu senken, ohne bei der Leistung Abstriche zu machen.

KI-gestützte Sicherheit und steigende Emissionen

Microsoft setzt KI zunehmend auch für die Sicherheit seines Betriebssystems ein. Ein neues System namens MDASH orchestriert über 100 KI-Agenten, um Sicherheitslücken aufzuspüren. Bereits im Mai 2026 entdeckte das System 16 Schwachstellen, darunter vier kritische Remote-Code-Ausführungsfehler in den Komponenten TCP/IP und IKEv2 des Kernels. Die Unternehmensführung warnt: Die KI-gestützte Fehlersuche werde die Zahl der Sicherheitsupdates für Unternehmen deutlich erhöhen.

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Der rasante Ausbau der KI-Dienste hat jedoch seinen Preis. Der Umweltbericht 2026, ebenfalls am 9. Juli veröffentlicht, zeigt einen Anstieg der Gesamtemissionen um 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Hauptgrund: der massive Ausbau der Rechenzentren für KI-Workloads. Immerhin gleicht Microsoft seinen gesamten Stromverbrauch zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien aus und hat mehr als 14 Millionen Kubikmeter Wasser wieder aufgefüllt.

Parallel dazu verschlankt der Konzern sein Gaming-Geschäft: 3.200 Stellen in der Xbox-Sparte werden gestrichen, mehrere Studios werden verkauft. Microsoft want sich künftig stärker auf den Game Pass-Abodienst konzentrieren.

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