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Surface Laptop Ultra: Microsoft verlangt bis zu 6.879 Euro für das Topmodell

Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 03:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das neue Surface-Modell kostet bis zu 6.879 Euro und punktet bei lokalen Sprachmodellen, bleibt in CPU-Tests jedoch hinter Apple.
Symbolbild: Laptop Illustration mit AI erstellt.

Microsoft stattet mit dem Surface Laptop Ultra erstmals ein Modell der Surface-Reihe mit einem System-on-a-Chip von Nvidia statt Intel aus. Das am 7. Oktober 2026 vorgestellte Notebook positioniert sich im obersten Preissegment: Der Einstiegspreis für die Basiskonfiguration mit 24 Gigabyte Arbeitsspeicher und einer 512-Gigabyte-SSD liegt bei 2.599,99 US-Dollar.

Für das Spitzenmodell mit 128 Gigabyte RAM werden über 5.900 US-Dollar fällig. In Europa bewegen sich die offiziellen Preise zwischen 2.899 Euro und 6.879 Euro. Auf dem chinesischen Markt startet das Gerät bei 21.988 Yuan und reicht bis zu 48.388 Yuan, mit Garantieleistungen über 50.000 Yuan.

Technische Spezifikationen und Modellvarianten

Herzstück des Notebooks ist der RTX Spark N1X, den Nvidia in zwei Varianten ausliefert. Die kleinere Ausführung verfügt über 18 CPU-Kerne und eine Blackwell-RTX-Grafikeinheit mit 5.120 Kernen, gekoppelt an 24 oder 32 Gigabyte RAM.

Die voll ausgebaute Version bietet 20 CPU-Kerne, 6.144 GPU-Kerne und erreicht bis zu 1 Petaflop an KI-Rechenleistung. Diese Ausbaustufe kommt bei Modellen ab 48 Gigabyte Arbeitsspeicher zum Einsatz. Als Optionen stehen 24, 32, 48, 64 und 128 Gigabyte LPDDR5X-9400-RAM sowie Speichergrößen von 512 Gigabyte, 1 Terabyte und 2 Terabyte SSD zur Wahl.

Das 15 Zoll große Display löst mit 3.270 mal 2.180 Bildpunkten auf und arbeitet mit 120 Hertz. Je nach Angabe handelt es sich um ein IPS- oder Mini-LED-Panel, für das eine Spitzenhelligkeit von bis zu 2.000 Nits im HDR-Betrieb ausgewiesen wird; in Messungen wurden 792 Nits SDR ermittelt.

Bei einem Gewicht von rund zwei Kilogramm (4,41 Pfund) fasst der Akku nominell 89 Wattstunden, wobei in Tests 95 Wattstunden gemessen wurden. Die Laufzeit wird mit bis zu 14 bis 15 Stunden angegeben.

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Neben drei USB4-Ports, HDMI 2.1b, USB-A und einem SD-Kartenleser besitzt das Gerät einen magnetischen Ladeanschluss für ein 140-Watt-Netzteil. In den USA und Kanada gewährt Microsoft eine Eintauschprämie von bis zu 1.000 US-Dollar für Apple MacBooks.

Laut Herstellerangaben bietet der Nvidia-Chip ein Drittel mehr Rendering-Geschwindigkeit als die Intel-Vorgängergeneration und benötigt unter Last 20 Prozent weniger Energie. Berichten zufolge prüft das Unternehmen den Einsatz von Nvidia-Chips auch für weitere Surface-Modelle, was bisher jedoch nicht bestätigt wurde.

Testergebnisse bei Rechen- und Grafikanwendungen

Erste Leistungsüberprüfungen zeigen ein differenziertes Bild gegenüber der Konkurrenz. Im Vergleich zum MacBook Pro M5 Pro, das mit 64 Gigabyte Arbeitsspeicher 3.700 US-Dollar kostet, verlangt Microsoft für die Topausführung des Surface Laptop Ultra rund 2.200 US-Dollar mehr.

In CPU-Benchmarks wie Cinebench und Blender sowie bei Kreativanwendungen wie Photoshop, Lightroom und DaVinci Resolve lag das Nvidia-System hinter dem Apple-Prozessor. Die maximale Speicherbandbreite des Surface-Modells beträgt 300 Gigabyte pro Sekunde.

Stärken zeigt die Plattform bei spezifischen Aufgabenstellungen für lokale Sprachmodelle. Im Test gegen das MacBook Pro M5 Max erwies sich der Surface Laptop Ultra bei lokalen Durchläufen des Modells Qwen 3.8 27B um etwa 25 Prozent schneller.

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Bei Qwen 3.6 35B A3B benötigte das Microsoft-Notebook 8 Minuten, während das M5 Max 10 Minuten, der Ryzen AI Halo 13 Minuten und der Ryzen AI Max+ 395 rund 40 Minuten brauchten. Bei der Gaming-Leistung ordnet sich das Gerät nahe mobiler Einheiten wie der RTX 5060 oder RTX 5070 ein.

In Control Resonant wurden bei 1440p-Auflösung und dreifacher Frame-Generierung im Schnitt 109,2 Bilder pro Sekunde erzielt, in Gears of War E-Day 77,7 Bilder pro Sekunde. CPU-lastige Spiele fielen in Tests dagegen auf unter 40 Bilder pro Sekunde ab.

Ausbau der RTX-Spark-Plattform im Markt

Microsoft ist nicht der einzige Hersteller, der die neue Architektur einsetzt. Nvidia hat seine RTX-Spark-Reihe für On-Device-KI konzipiert; neben Microsoft fertigen Asus, Dell, HP, Lenovo und MSI entsprechende Laptops und Desktops. Geplant sind rund 30 Notebook- und 10 Desktop-Systeme.

Nvidia-Chef Jensen Huang positionierte die Gerätegeneration für Kreative, Entwickler, Spieler und KI-Agenten, wobei Software-Werkzeuge wie GitHub Copilot, Perplexity und OpenClaw unterstützt werden. Auch bei anderen Herstellern bewegen sich die Preise im oberen Segment: Vollkonfigurationen wie das Asus ProArt P16 oder das HP OmniBook Ultra erreichen bis zu 7.000 US-Dollar.

Mehr zum Thema bei CHIP: „Surface Laptop Ultra: Werden MacBook-Pro-User zu Microsoft und Nvidia wechseln?“

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