Support-Ende Juli 2026: Neun Xiaomi-Modelle ohne Updates
Veröffentlicht: 05.07.2026 um 20:26 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Besitzer beliebter Modelle müssen nun ohne Sicherheitsupdates auskommen.
Nothing und Xiaomi beenden Support für Flaggschiffe
Nothing hat den Software-Support für sein erstes Smartphone, das Phone (1), offiziell eingestellt. Das Juli-Update 2026 war das letzte – es erfüllt die ursprüngliche Zusage des Herstellers: drei große Android-Upgrades und vier Jahre Sicherheitspatches. Das Phone (1) kam im Juli 2022 mit Android 12 auf den Markt und erreichte mit Android 15 seinen finalen Software-Meilenstein. Das Gerät bleibt funktionsfähig, doch Fehlerbehebungen oder Sicherheitsupdates wird es nicht mehr geben.
Parallel dazu hat Xiaomi seine End-of-Life-Liste um neun ältere Modelle erweitert. Betroffen sind das Xiaomi 12, 12 Pro und 12S Ultra sowie die Tablets Pad 6 und Pad 6 Pro. Auch regionale Varianten wie das POCO X5 5G in der Türkei und das POCO X5 Pro 5G in Indonesien stehen nun auf der Liste. Nutzer dieser Geräte sollten vorsichtig sein oder ein Upgrade in Betracht ziehen – denn ohne Sicherheitsupdates steigt das Risiko von Angriffen durch neue Schadsoftware.
Sicherheitsrisiken für Geräte im letzten Support-Jahr
Branchenbeobachter warnen vor einem wachsenden Problem: Viele ältere Smartphone-Modelle sind noch im Handel, obwohl sie sich in ihren letzten zwölf Monaten Software-Support befinden. Sobald das Support-Fenster schließt, werden diese Geräte zunehmend anfällig für Cyberangriffe.
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Die Support-Fristen variieren je nach Modell. Das Samsung Galaxy Z Fold4 und Z Flip4 erhalten voraussichtlich bis August 2026 große Android-Updates. Die Galaxy-S23-Serie ist bis Februar 2027 für Android-Updates und bis Anfang 2028 für Sicherheitspatches vorgesehen. Mittelklasse-Modelle wie das Galaxy A14 und A54 5G haben Sicherheits-Support bis Mai 2027.
Hersteller setzen auf längere Lebensdauer
Im Gegensatz zur Einstellung alter Modelle versuchen einige Hersteller, neue Standards für Langlebigkeit zu setzen. Fairphone bietet für sein Gen-6-Modell acht Jahre Sicherheitsupdates – das reicht bis 2032. Damit übertrifft das Unternehmen die Sieben-Jahres-Versprechen von Branchengrößen wie Google und Samsung für ihre aktuellen Flaggschiff-Serien. Allerdings konzentriert sich Fairphones Garantie vor allem auf Sicherheitsupdates, nicht auf häufige große Betriebssystem-Upgrades.
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Auch andere Hersteller haben ihre Garantien angepasst. Die Motorola-Signature-Reihe und Googles aktuelle „a"-Serie bieten inzwischen oft sieben Jahre Support. Das spiegelt einen breiteren Branchentrend wider: Die nutzbare Lebensdauer von Smartphones soll verlängert werden.
Mögliche Software-Vereinheitlichung bei Oppo und Realme
Anfang Juli 2026 gab es Berichte, wonach Oppo seine Software-Entwicklung straffen könnte. Demnach sollen die Marken OxygenOS und Realme UI verschwinden. Künftige OnePlus- und Realme-Geräte würden dann auf eine einheitliche ColorOS-Plattform setzen.
Oppo und seine Tochterfirmen haben die Änderung nicht offiziell bestätigt. Allerdings basiert die OnePlus-Software bereits seit 2021 auf ColorOS. Beobachter befürchten, dass ein solcher Schritt zu mehr vorinstallierten Apps und Werbung im gesamten Software-Ökosystem führen könnte.
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