Süßholz-Wirkstoff, Gancaonin

Süßholz-Wirkstoff: Gancaonin N hemmt Fettzellenbildung gezielt

Veröffentlicht am: 12.09.2026 um 05:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Studien zeigen Effekte von Gancaonin N auf Fettzellbildung und Stoffwechselmarker. Für den Wirkstoff fehlen bislang Tier- und Humandaten.

Gancaonin N aus Süßholz bremst Fettzellbildung im Zellmodell
Nahaufnahme von getrockneten Süßholzwurzeln und Pfingstrosenrindenstücken auf einem dunklen Steintisch. Illustration mit AI erstellt.

In der Erforschung neuer therapeutischer Ansätze gegen metabolische Erkrankungen rücken pflanzliche Sekundärmetaboliten zunehmend in den Fokus der Wissenschaft. Aktuelle Untersuchungen, über die im September 2026 berichtet wurde, zeigen insbesondere für den aus der Süßholzart Glycyrrhiza uralensis gewonnenen Wirkstoff Gancaonin N vielversprechende Eigenschaften bei der Regulierung der Adipogenese.

Molekulare Mechanismen des Süßholz-Extrakts Gancaonin N

Wie aus einer im Fachmagazin BMC Complementary Medicine and Therapies veröffentlichten Studie hervorgeht, ist der Wirkstoff Gancaonin N in der Lage, die Entstehung von Fettzellen (Adipogenese) in 3T3-L1-Präadipozyten konzentrationsabhängig zu hemmen. Laut einem Bericht vom 12. September 2026 identifizierten Forscher mittels Netzwerkpharmakologie insgesamt 17 Targets, die mit bekannten Adipositas-Genen überlappen.

Auf molekularer Ebene beeinflusst die Substanz zentrale Regulatoren des Fettstoffwechsels. Den Ergebnissen zufolge hemmt Gancaonin N die Expression von PPAR?, C/EBP? und SREBP-1c sowie die Enzyme FASN und FABP4. Gleichzeitig wurde eine Aktivierung der AMP-aktivierten Proteinkinase (AMPK) beobachtet, die eine Schlüsselrolle im Energiehaushalt der Zelle spielt.

Trotz dieser detaillierten Erkenntnisse zum Wirkmechanismus basieren die Daten bislang ausschließlich auf Zellkulturen; Ergebnisse aus Tierstudien oder klinischen Untersuchungen am Menschen liegen für diesen spezifischen Wirkstoff noch nicht vor.

Studienergebnisse zu Paeonia suffruticosa und metabolischen Effekten

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Ergänzend zu den Erkenntnissen über Süßholzextrakte liegen Untersuchungen zu Extrakten der Rinde von Paeonia suffruticosa (Pfingstrose) vor. Einem Bericht vom 10. September 2026 zufolge konnte eine EtOAc-Fraktion dieses Rinden-Extrakts die Triglycerid-Werte in Ratten-Adipozyten senken, die zuvor mit Insulin behandelt worden waren. Als maßgebliche wirksame Verbindung wurde dabei ?-PGG identifiziert.

In Versuchen mit leptin-defizienten ob/ob-Mäusen zeigte die Anwendung des Extrakts signifikante systemische Auswirkungen. Beobachtet wurde eine Verbesserung der hepatischen Lipidakkumulation sowie eine Senkung des Blutzuckerspiegels und des Körpergewichts. Auf biochemischer Ebene korrelierten diese Effekte mit einer reduzierten mRNA-Expression von GLUT2, AMPK und FoxO1 in den Hepatozyten der Versuchstiere.

Marktentwicklungen bei pflanzlichen Arzneistoffen

Parallel zur Forschung im Bereich metabolischer Störungen entwickelt sich der Markt für pflanzliche Rezepturstoffe weiter. Ein Beispiel für die Expansion in diesem Segment ist die Cantourage Group SE. Wie das Unternehmen unter der Leitung von CEO Philip Schetter im Rahmen eines Berichts vom 11. September 2026 mitteilte, wird das Portfolio um einen Cannabis-Rohextrakt und ein Destillat auf Basis der Sorte „Blue Dream“ erweitert.

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Diese Extrakte sind für die Verwendung in Apotheken-Rezepturen vorgesehen, wobei das Anwendungsspektrum von Lösungen und Zäpfchen bis hin zu Verdampfern und Edibles reicht. Die offizielle Markteinführung soll zur Fachmesse expopharm in München erfolgen.

Finanzielle Auswirkungen dieser Portfolioerweiterung seien laut Unternehmensangaben bereits in der am 31. August 2026 veröffentlichten Prognose berücksichtigt worden, konkrete Zahlen zu erwarteten Umsatzbeiträgen wurden jedoch nicht genannt. Die Aktie der Cantourage Group SE wird unter der ISIN DE000A3DSV01 gehandelt.

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