Südkorea: Vierter Staat unterzeichnet KI-Sicherheitspakt mit OpenAI
17.06.2026 - 19:15:33 | boerse-global.de
Seoul – Südkorea hat eine formelle KI-Sicherheitspartnerschaft mit OpenAI besiegelt. Das Land ist damit der vierte Staat weltweit mit einem solchen Abkommen.
Das südkoreanische Ministerium für Wissenschaft und IKT gab die Vereinbarung am heutigen Mittwoch bekannt. Das Korea AI Safety Institute (AISI) und der US-amerikanische KI-Entwickler unterzeichneten ein entsprechendes Memorandum of Understanding (MOU). Zuvor hatten bereits die USA, Großbritannien und Japan ähnliche Pakte mit OpenAI geschlossen.
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Fokus auf Hochrisiko-KI und koreanischen Kontext
Die Partnerschaft zielt auf einen strategischen Kooperationsrahmen für die Sicherheit fortschrittlicher KI-Modelle ab – insbesondere in Hochrisiko-Anwendungen. Beide Seiten werden technische Sicherheitsbewertungsmethoden und Verifikationstechnologien austauschen.
Ein zentrales Ziel ist die Entwicklung eines Sicherheitsbewertungssystems, das speziell auf die koreanische Sprache und den gesellschaftlichen Kontext zugeschnitten ist. Die Initiative baut auf einem ersten MOU vom Oktober 2025 auf und erweitert den Umfang um den Austausch technischer Informationen für ein international anwendbares KI-Sicherheitsbewertungssystem.
Vertreter des Ministeriums und der Leiter des KI-Sicherheitsinstituts betonten die Bedeutung der Sicherung von Hochrisikotechnologien durch gemeinsame technische Richtlinien und Forschung. Die Führung der Asien-Pazifik-Abteilung von OpenAI kündigte ein Arbeitstreffen zur Finalisierung der Kooperationsdetails an. Ein geplanter Besuch von OpenAI-CEO Sam Altman in Südkorea wurde Berichten zufolge aus persönlichen Gründen verschoben.
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OpenAI plant Bildungsakademie in Ostafrika
Neben den staatlichen Sicherheitsallianzen verfolgt OpenAI auch regionale Bildungsinitiativen. Der kenianische Präsident William Ruto traf Sam Altman am Rande des G7-Gipfels in Frankreich, um die Gründung einer OpenAI-Akademie in Nairobi zu besprechen.
Die geplante Akademie wäre die erste ihrer Art in Ostafrika. Sie soll KI-Bildung fördern und digitale Kompetenzen in der Region stärken. Ruto wies zudem auf die Vergabe einer Charta für das Kenya Advanced Institute of Science and Technology in Konza Technopolis hin – Teil der breiteren digitalen Entwicklungsziele des Landes.
Japanische Konzerne setzen auf OpenAI-Sicherheitslösungen
Auch im Unternehmenssektor gab es am Mittwoch bedeutende Entwicklungen. Große japanische Firmen kündigten neue OpenAI-integrierte Dienste an. Die SoftBank Group Corp. startete „Patching as a Service" – eine Cybersecurity-Lösung auf Basis von OpenAI-Technologie zum Schutz kritischer Infrastrukturen. Der Dienst wird über SB OAI Japan GK verwaltet, ein Joint Venture beider Unternehmen. SoftBank-Aktien notierten nach der Ankündigung um die 6.900 Yen-Marke.
Parallel dazu gab Hitachi Ltd. eine Ausweitung der bestehenden Zusammenarbeit mit OpenAI bekannt. Ziel ist die Modernisierung missionskritischer Systeme. Hitachi will OpenAIs Codex-KI-Agenten zur Analyse von Legacy-System-Quellcodes einsetzen und über OpenAIs „Trusted Access for Cyber"-Initiative auf spezialisierte KI-Modelle für Cybersicherheit zugreifen. Das Programm ist Teil eines breiter angelegten japanischen Cyber-Aktionsplans, wobei das Cyber Center of Excellence von Hitachi als primäres Testfeld dient.
