Südkorea, Drohnen

Südkorea: Drohnen und Roboter liefern 40-kg-Fracht automatisiert

Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 20:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Südkoreanische Behörden erproben erfolgreich ein kombiniertes System aus Lastendrohnen und Robotern für schwere Fracht. 60 Zustellungen in Sacheon bestätigen die Praxistauglichkeit.

Südkorea testet autonome Lieferkette: Drohnen und Roboter im Praxiseinsatz
Eine Lastendrohne übergibt Fracht an einen autonomen Lieferroboter auf einem Parkplatz in einer südkoreanischen Stadt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

In der südkoreanischen Stadt Sacheon haben die Korea AeroSpace Administration (KASA) und das Electronics and Telecommunications Research Institute (ETRI) erfolgreich ein integriertes Liefersystem für schwere Fracht im Realbetrieb erprobt. Das Projekt kombiniert den Einsatz von Lastendrohnen für die Langstrecke mit autonomen Robotern, welche die Zustellung auf der sogenannten letzten Meile übernehmen.

Erfolgreiche Testreihe in Sacheon

Der Feldtest in Sacheon erstreckte sich über den Zeitraum vom 5. bis zum 20. August 2026. Während dieser Testphase wurden insgesamt 60 Lieferungen durchgeführt. Der logistische Ablauf sah vor, dass eine Drohne die Fracht von einem zentralen Logistikzentrum zu einem Parkplatz am Rathaus transportierte. Von diesem Übergabepunkt aus übernahm ein Roboter die weitere Verteilung der Sendungen an drei verschiedene Zielorte.

Das System ist speziell für den Transport schwerer Güter ausgelegt. Die im Test eingesetzten Drohnen sind in der Lage, Lasten von bis zu 40 kg zu befördern. Ziel der Kooperation zwischen KASA und ETRI ist es, durch die Kombination beider Technologien eine effiziente Lösung für komplexe Lieferketten zu schaffen.

Investitionen und Entwicklungsverlauf

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Die Entwicklung dieses autonomen Liefersystems wird seit März 2026 intensiv vorangetrieben. Das Gesamtprojekt verfügt über ein Budget von 14,91 Milliarden Won, was umgerechnet etwa 10,7 Millionen US-Dollar entspricht. Die technologische Basis wurde maßgeblich durch die Zusammenarbeit mit dem ETRI geschaffen, das seine Expertise im Bereich der Elektronik und Telekommunikation einbrachte.

Vor dem aktuellen Test in Sacheon wurden bereits mehrere Pilotläufe in anderen Regionen Südkoreas absolviert, um die Zuverlässigkeit des Systems unter verschiedenen Bedingungen zu prüfen. Im Dezember 2025 wurden in Naepo 40 Lieferungen durchgeführt, gefolgt von einer umfangreicheren Testreihe in Jeju im Zeitraum von März bis April, bei der 89 Lieferungen erfolgreich abgeschlossen werden konnten.

Geplante Ausweitung und internationale Tests

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Nach dem Abschluss der Tests in Sacheon planen KASA und ETRI die Ausweitung des Programms. Bereits ab Ende August sollen weitere Erprobungen in Jinju stattfinden. Langfristig ist vorgesehen, die Testreihen in der Provinz Süd-Gyeongsang weiter zu intensivieren.

Ein zentrales Ziel der Projektpartner ist die Versorgung von Inseln und abgelegenen Gebieten, in denen herkömmliche Lieferwege oft nur schwer zugänglich oder unwirtschaftlich sind. Neben der nationalen Implementierung streben die Verantwortlichen zudem Tests im Ausland an, um die Marktfähigkeit des südkoreanischen Systems auf internationaler Ebene zu demonstrieren.

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