Suchtprävention, Traumata

Suchtprävention: Traumata in der Kindheit sind Hauptrisikofaktor

15.06.2026 - 07:10:46 | boerse-global.de

Frühe Gewalterfahrungen und Traumata gelten laut Experten als zentrale Risikofaktoren für spätere Abhängigkeitserkrankungen.

Landesdrogenkonferenz: Kindheitstraumata als Hauptursache für Sucht
Suchtprävention - Zwei Hände, eine kleinere, jüngere Hand, die eine größere, ältere Hand berührt, um Verbundenheit und Unterstützung darzustellen. 15.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die 47. Landesdrogenkonferenz in Mainz zeigt: Psychische Gesundheit und frühe traumatische Erlebnisse rücken als Ursachen für Abhängigkeitserkrankungen in den Fokus.

Gesundheitsminister Clemens Hoch betonte den signifikanten Zusammenhang: Besonders Gewalterfahrungen und traumatische Erlebnisse vor der Geburt oder in den ersten Lebensjahren steigern die Wahrscheinlichkeit einer späteren Suchtentwicklung massiv.

Prävention muss früher ansetzen

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Bisherige Suchtstrategien behandeln meist die Symptome. Das reicht nicht mehr. Experten fordern einen grundlegenden Wandel: Weg von der reinen Symptombehandlung, hin zur Bekämpfung der Ursachen.

Therapeutische und präventive Ansätze müssen frühzeitig ansetzen. Ziel ist es, die langfristigen Folgen von Traumata abzumildern, bevor eine Abhängigkeit entsteht.

Die Lebensgeschichte zählt

Eine moderne Suchtstrategie integriert die Erkenntnisse über Gewalt- und Traumafolgen in bestehende Konzepte. Fachleute fordern: Die individuellen Lebensgeschichten der Betroffenen müssen stärker berücksichtigt werden.

Das Motto der diesjährigen Konferenz – die Suche nach Verbindung und der Einfluss von Traumata – unterstreicht diesen Schwerpunkt. Die Politik will Strukturen schaffen, die bereits im frühen Kindesalter Schutz bieten und die Resilienz stärken.

Stabile Bindungen als Schutzschild

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Neben Risikofaktoren rücken auch Schutzmechanismen in den Fokus. Artur Müller-Wewel, Vizepräsident des Landesamtes für Soziales, betont: Gesunde und stabile Verbindungen zu anderen Menschen sind ein wesentlicher Schutzfaktor.

Diese sozialen Bindungen wirken als Puffer gegen die negativen Auswirkungen traumatischer Erfahrungen. Die Präventionsarbeit setzt daher verstärkt auf die Förderung der Beziehungsfähigkeit und den Ausbau sozialer Netze.

Die Botschaft der Konferenz ist klar: Wer Süchte nachhaltig bekämpfen will, muss bei den Wurzeln ansetzen – und die liegen oft in der frühen Kindheit.

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