Suchterkrankung, Zehnjähriger

Suchterkrankung: Zehnjähriger Kampf endet tragisch mit 27 Jahren

Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 11:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Sohn von Cindy Crawford starb in einer Reha-Einrichtung. Die Todesursache bleibt nach seinem langjährigen Kampf gegen Sucht zunächst offen.

Presley Gerber mit 27 Jahren in Los Angeles gestorben
Ein minimalistisches, modernes Gebäude in Los Angeles bei bewölktem Himmel und langen Schatten. Illustration mit AI erstellt.

Presley Gerber, der Sohn von Model Cindy Crawford und Geschäftsmann Rande Gerber, starb am 20. September 2026 im Alter von 27 Jahren in einer Entzugs- und Reha-Einrichtung in Los Angeles. Der US-Nachrichtendienst TMZ meldete den Vorfall zuerst, woraufhin ein Sprecher den Tod gegenüber dem Sender CNN bestätigte.

Informationen über das Ableben stützen sich auf Dokumente des Gerichtsmedizinischen Instituts von Los Angeles County, die unter anderem dem Magazin People vorlagen. Die genaue Todesursache ist bislang nicht bekannt, da die Autopsie noch aussteht und ein abschließendes Obduktionsergebnis noch nicht vorliegt. Die Familie bat in einer Erklärung um die Wahrung ihrer Privatsphäre.

Frühe Erfolge in der Modebranche

Gerber wurde am 2. Juli 1999 im kalifornischen Beverly Hills geboren. Er wuchs als älteres von zwei Kindern auf; seine Mutter Cindy Crawford ist heute 60 Jahre alt, sein Vater Rande Gerber 64. Neben seinen Eltern hinterlässt er seine 25-jährige Schwester Kaia Gerber.

Bereits im Alter von 15 Jahren erhielt er einen Vertrag bei der renommierten Agentur IMG Models. Mit 16 Jahren folgte sein Debüt auf dem Laufsteg für das Modehaus Moschino.

In den Folgejahren arbeitete Gerber für mehrere international bekannte Marken: Mit 17 Jahren lief er auf einer Moschino-Show in Los Angeles sowie für Dolce & Gabbana in Mailand und war Teil einer Kampagne von Calvin Klein. Seinen letzten öffentlichen Auftritt absolvierte er im Mai 2026 bei der Veranstaltung zur Vorstellung einer Re/Done-Kollektion seiner Schwester Kaia Gerber.

Jahrelange Auseinandersetzung mit psychischen Erkrankungen

Trotz der Erfolge in der Modebranche begleiteten persönliche Krisen seinen Werdegang. Im Jahr 2019 kam es zu einer Festnahme wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss.

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Gerber wurde daraufhin zu einer dreijährigen Bewährungsstrafe, der Teilnahme an einem Entzugs- und Hilfsprogramm sowie zu zwei Tagen gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Aufmerksamkeit erregte im Jahr 2020 ein Gesichtstattoo mit dem Begriff Misunderstood, das er sich 2021 wieder entfernen ließ.

Gerber thematisierte seine Belastungen wiederholt selbst in der Öffentlichkeit, unter anderem über ein eigenes Format namens Mental Health Mondays auf der Plattform Instagram. Im Jahr 2023 erklärte er im Podcast Studio 22, dass die eigene psychische Gesundheit eine dauerhafte Aufgabe darstelle. Er sprach offen darüber, mit Depressionen und mentalen Problemen zu kämpfen.

Im Dezember 2025 ging Gerber in einem später gelöschten Internetvideo auf Beruhigungsmittel gegen Panikattacken ein und nannte in diesem Zusammenhang Medikamente wie Buprenorphin, Xanax und Valium.

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Im März 2026 berichtete er auf Instagram über Erfahrungen mit einer Therapie unter Einsatz von Ibogain, einem in den USA nicht legalen Psychedelikum, das nach Angaben von Stanford Medicine bei Suchterkrankungen unterstützen kann. Seine Mutter und seine Schwester begleiteten diesen Schritt mit anerkennenden Worten.

Im August 2026 äußerte sich Kaia Gerber in der Septemberausgabe der Zeitschrift Vogue über die familiäre Belastung. Sie beschrieb ihren Bruder dabei als wichtige Bezugsperson und verwies zugleich auf seinen zehnjährigen Kampf gegen eine Drogensucht. Nach der Nachricht seines Todes bekundeten auch Weggefährten ihr Beileid; so bezeichnete Unternehmerin Paris Hilton ihn auf Instagram als wundervolle Seele.

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