Sturzprävention: Intelligente Matten absorbieren 75% Aufprallenergie
02.07.2026 - 17:04:36 | boerse-global.de
Kliniken und Forschung setzen daher zunehmend auf Technik – von intelligenten Matten bis zu humanoiden Robotern.
Klinik erhält Preis für digitales Sturz-Konzept
Das BG Klinikum Bergmannstrost in Halle wurde Anfang Juli 2026 mit dem Förderpreis der VBG ausgezeichnet. Die Auszeichnung ist mit 4.000 Euro dotiert. Das Konzept der Klinik kombiniert KI-gestützte Datenauswertung mit physischen Schutzmaßnahmen.
Dazu gehören spezielle Bodenbetten und hochwirksame Sturzmatten. Diese absorbieren bis zu 75 Prozent der Aufprallenergie. Begleitend schult das Klinikum regelmäßig sein Personal, um die Technik in den Pflegealltag zu integrieren.
App öffnet Türen für mehr Barrierefreiheit
Auch Industrieunternehmen arbeiten an Lösungen für mehr Selbstständigkeit im Alltag. Dormakaba brachte Anfang Juli 2026 einen app-gesteuerten Türassistenten auf den Markt. Das System wird direkt auf dem Türblatt montiert.
Es bietet verschiedene Betriebsmodi wie eine Anschiebe-Funktion (Push & Go) oder einen Automatikmodus. Ziel ist es, das Öffnen und Schließen von Türen zu erleichtern. Gerade für Senioren kann das eine präventive Entlastung sein.
Forschung überträgt Pflegewissen auf Roboter
Das BG Klinikum Bergmannstrost setzt auf intelligente Sturzmatten, die 75% der Aufprallenergie absorbieren. In diesem Leitfaden erfahren Sie, wie Sie solche Matten auswählen und im Pflegealltag integrieren – mit Checkliste und Schritt-für-Schritt-Anleitung. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern
Ein Forschungsverbund unter Leitung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und des Fraunhofer-Instituts verfolgt ein langfristiges Projekt. Die Daimler und Benz Stiftung fördert es mit 1,5 Millionen Euro über drei Jahre.
Die Forscher erfassen Pflegeerfahrungswissen mittels Sensornetzwerken. Ziel ist es, die Daten auf humanoide Roboter zu übertragen. So sollen Roboter künftig Bewegungsabläufe analysieren und Pflegekräfte unterstützen.
Spezialisierung in der Endoprothetik nimmt zu
Neben der Prävention rückt auch die Qualität der chirurgischen Versorgung in den Fokus. Daten des AOK-Gesundheitsnavigators für Nordrhein-Westfalen zeigen seit Juli 2026 eine deutliche Zentralisierung. Die Zahl der Standorte für Hüftimplantationen sank von 247 auf 137 – ein Rückgang von rund 45 Prozent. Bei Knie-Endoprothetik reduzierte sich die Zahl der Kliniken um rund 37 Prozent.
Die Sana Kliniken Sommerfeld führen jährlich fast 5.000 Implantationen durch und belegen in aktuellen Auswertungen für Brandenburg Spitzenplätze. Experten sehen in dieser Spezialisierung einen Weg, die Behandlungsqualität zu sichern. Hohe Fallzahlen und Routine begünstigen auch die Rehabilitation und langfristige Sturzprävention nach einem Eingriff.
Stürze sind die größte Gefahr für Senioren – doch moderne Schutzmatten können das Risiko drastisch senken. Dieser Report zeigt, wie Sie mit der richtigen Matte und einfachen Schulungen die Sicherheit Ihrer Angehörigen oder Patienten erhöhen. Präventions-Report jetzt sichern
Digitalisierung der Gesundheitsinfrastruktur schreitet voran
Ein aktueller Entwurf für ein Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG) sieht den Ausbau der elektronischen Patientenakte (ePA) vor. Auch eine verbindliche digitale Kommunikation ist geplant. Der Wegfall analoger Mittel wie dem Fax soll den Datenaustausch effizienter machen. Für die koordinierte Sturzprävention und Nachsorge bei älteren Patienten ist das eine wesentliche Voraussetzung.
