Stromkosten: Haushalte könnten 1,65 Milliarden Euro sparen
Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 01:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine Analyse von Eon und der Forschungsstelle Energiewirtschaft zeigt, dass deutsche Haushalte durch flexiblen Stromverbrauch erhebliche Summen einsparen könnten. Wer bereit ist, den Verbrauch von Wärmepumpe, Wallbox oder anderen Geräten an günstige Strompreiszeiten anzupassen, könnte laut der Untersuchung im Jahr 2026 bis zu 1,65 Milliarden Euro einsparen.
Verschiebbare Strommengen wachsen deutlich
Der Analyse zufolge lässt sich im laufenden Jahr eine Strommenge von 18,3 Terawattstunden zeitlich verschieben – also außerhalb der teuersten Nachfragezeiten nutzen. Bis zum Jahr 2031 soll dieses Potenzial nach den Berechnungen von Eon und der Forschungsstelle Energiewirtschaft auf 34 Terawattstunden ansteigen.
Der Grund für diesen Zuwachs liegt in der zunehmenden Verbreitung steuerbarer Verbraucher in Privathaushalten: Wärmepumpen, Wallboxen für Elektroautos und Solaranlagen mit Speicherfunktion erlauben es, den Stromverbrauch gezielt in Zeiten mit niedrigeren Preisen zu verlegen.
Digitale Stromzähler als Schlüsseltechnologie
Damit Haushalte dieses Sparpotenzial tatsächlich ausschöpfen können, ist laut der Untersuchung eine technische Voraussetzung entscheidend: der Einsatz digitaler Stromzähler. Nur mit ihnen lässt sich der Verbrauch so erfassen und steuern, dass zeitvariable Tarife und Rabatte überhaupt greifen. Der bundesweite Rollout dieser intelligenten Messsysteme ist laut den Angaben bis zum Jahr 2030 vorgesehen.
Allerdings verläuft die Umstellung in Deutschland im internationalen Vergleich schleppend. Die Analyse von Eon und der Forschungsstelle Energiewirtschaft ordnet Deutschland als vergleichsweise langsam bei der Einführung digitaler Stromzähler ein – ein Umstand, der das errechnete Sparpotenzial vorerst nur auf dem Papier bestehen lässt, solange die technische Infrastruktur in den Haushalten fehlt.
Die Analyse von Eon und Forschungsstelle Energiewirtschaft zeigt: Mit flexiblen Stromtarifen könnten Haushalte bis zu 1,65 Milliarden Euro sparen. Wer Wärmepumpe, Wallbox oder Solaranlage besitzt, kann den Verbrauch in günstige Preiszeiten verlagern – sobald ein digitaler Stromzähler installiert ist. Unser Leitfaden erklärt in 3 Schritten, wie Sie das Potenzial nutzen. Jetzt kostenlosen Tarif-Guide anfordern
Konkrete Vorteile für Verbraucher
Wie ein Bericht vom September 2026 verdeutlicht, eröffnen smarte Zähler Haushalten praktische Möglichkeiten: Wer eine Wärmepumpe, eine Wallbox oder eine Solaranlage besitzt, kann durch gezielte Steuerung dieser Geräte von Stromrabatten und lukrativeren Tarifen profitieren.
Die Idee dahinter ist einfach – Verbraucher verlagern ihren Energiebedarf in Zeiten, in denen Strom günstiger ist, etwa wenn viel Wind- oder Solarenergie ins Netz eingespeist wird, und sparen so bares Geld.
Was der Trend für Haushalte bedeutet
Ihr digitaler Stromzähler ist der Schlüssel zu günstigeren Tarifen – doch der Rollout in Deutschland kommt nur langsam voran. Wer nicht warten will, kann die Umstellung selbst beantragen. Unser Ratgeber zeigt, wie Sie den Wechsel beschleunigen und von Stromrabatten profitieren. Wechsel-Anleitung jetzt sichern
Die Zahlen von Eon und der Forschungsstelle Energiewirtschaft machen deutlich, dass flexibler Stromverbrauch künftig eine wachsende Rolle im Alltag vieler Haushalte spielen dürfte. Mit dem prognostizierten Anstieg der verschiebbaren Strommenge von 18,3 auf 34 Terawattstunden bis 2031 wächst auch das finanzielle Potenzial, das Verbraucher heben könnten – vorausgesetzt, die notwendige Infrastruktur wird rechtzeitig bereitgestellt.
Für Haushalte mit Wärmepumpe, Elektroauto oder eigener Solaranlage lohnt sich daher ein Blick auf die eigene Zählertechnik und verfügbare Tarifmodelle. Die Analyse legt nahe, dass der wirtschaftliche Nutzen flexibler Stromnutzung mit fortschreitendem Ausbau digitaler Messsysteme weiter zunehmen wird – vorausgesetzt, der in Deutschland bislang vergleichsweise langsame Rollout kommt in den kommenden Jahren spürbar voran.
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