Stromausfall, MSU

Stromausfall an MSU: Campus wechselt bis Montag auf Fernunterricht

Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 02:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ein Kraftwerksdefekt unterbrach die Versorgung der Michigan State University. Online-Lehre und Homeoffice bleiben wegen Warmwasserproblemen bis Montag bestehen.

Stromausfall legt MSU-Campus lahm: Fernlehre bis Montag
Ein großes, historisches Kraftwerksgebäude auf einem Universitätsgelände in der Abenddämmerung. Illustration mit AI erstellt.

Ein umfassender Stromausfall hat den Campus der Michigan State University (MSU) lahmgelegt und die Universitätsleitung zu weitreichenden Maßnahmen gezwungen. Um den universitären Betrieb aufrechtzuerhalten, stellte die Hochschule den Lehrbetrieb auf Fernunterricht um und wies das Personal an, im Homeoffice zu arbeiten.

Auslöser der Störung war nach Angaben von Medienberichten vom 19. September 2026 ein Zwischenfall im universitätseigenen Kraftwerk T.B. Simon Power Plant, das das Universitätsgelände mit Strom und Dampf versorgt. Die Unterbrechung der Stromversorgung begann am Nachmittag gegen 16:15 Uhr.

Ausfälle in Wohnheimen und Schließung von Einrichtungen

Die Auswirkungen der Havarie erstreckten sich über weite Teile des Campus. Betroffen waren unter anderem die studentischen Wohnheime in den Stadtteilen East, West, South und River Trail. Um die grundlegende Versorgung zu sichern, wurden Wohn- und Speisesäle über Notstromgeneratoren versorgt.

Der reguläre Betrieb zahlreicher Servicestellen musste dennoch drastisch eingeschränkt werden. Sämtliche gastronomischen Einrichtungen auf dem Gelände, darunter auch das Kellogg Hotel and Conference Center, wurden bis auf Weiteres geschlossen. Das Universitätszentrum MSU Union beendete seinen Betrieb am Abend vorzeitig um 20 Uhr.

Auch der Sportbetrieb blieb von der Störung nicht verschont. Eine Volleyballbegegnung gegen das Team der Wright State University im Breslin Center konnte nicht wie geplant beginnen und musste verschoben werden.

Beeinträchtigte Infrastruktur und Notfallmaßnahmen

Neben der Beleuchtung und Wärmeversorgung traf der Stromausfall auch die Kommunikationsinfrastruktur. Das Mobilfunknetz auf dem Campus war eingeschränkt erreichbar; der Telekommunikationsanbieter Verizon stellte mobile Sendeeinheiten bereit, um die Mobilfunkabdeckung abzusichern.

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Zudem warnte die Hochschule davor, dass die campusweiten Notruftelefone des sogenannten Green-Light-Systems möglicherweise funktionsunfähig seien. Studierende und Beschäftigte wurden angewiesen, im Ernstfall den Notruf 911 zu wählen oder für nicht dringende Anliegen die Nummer 517-355-2221 zu nutzen. Hinweise auf eine akute Gefahrenlage bestanden nach offiziellen Angaben jedoch nicht.

Einsatzteams leiteten unmittelbar nach Bekanntwerden der Panne die Reparaturarbeiten ein. Wie die Universität in Statusmeldungen mitteilte, konnte die konkrete Ursache schnell lokalisiert werden, wenngleich die Wiederherstellung der Systeme mehrere Stunden in Anspruch nahm.

In einer Mitteilung der Abteilung für öffentliche Sicherheit (DPPS) um 22:37 Uhr zeigte sich die Hochschule zuversichtlich, die reguläre Stromversorgung bis zum Samstagmorgen wiederherstellen zu können. In einigen Campusbereichen kehrte der Strom bereits im Laufe des Abends zurück.

Verlängerung der Fernlehre bis zum Beginn der Woche

Trotz der schrittweisen Reparatur der Leitungen blieben die Einschränkungen für Forschung und Lehre längerfristig bestehen. Berichten vom 20. September 2026 zufolge entschied die Universität, das Modell aus Online-Unterricht und Homeoffice bis einschließlich Montag aufrechtzuerhalten.

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Neben dem eigentlichen Stromausfall begründete die Hochschule diesen Schritt in einer offiziellen Aktualisierung zum Campusbetrieb auch mit Folgeproblemen bei der Bereitstellung von Warmwasser.

Um Unterbrechungen im Semesterablauf zu minimieren, soll der Vorlesungs- und Seminarbetrieb vorübergehend digital über Fernunterrichtsplattformen ablaufen, bis die gesamte Energie- und Heizversorgung wieder uneingeschränkt zur Verfügung steht.

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