Stressabbau, Indonesische

Stressabbau: Indonesische Universität entwickelt Kräutertee aus Maisbart

Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 15:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Studierende aus Malang verbinden Maisbart, Minze und Jasmin zu einem geförderten Teeprojekt, das Entspannung bei Stress unterstützen soll.

UMM-Studierende entwickeln Kräutertee gegen Stress und Unruhe
Getrocknete Heilkräuter, Jasminblüten und Maisbart auf einem rustikalen Holztisch bei natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Pflanzliche Wirkstoffe gewinnen in der naturheilkundlichen Anwendung und Produktentwicklung zunehmend an Bedeutung, um nervlicher Belastung und innerer Unruhe zu begegnen.

Ein Beispiel für diesen Trend zeigt ein Entwicklungsprojekt aus Indonesien: Studierende der Universitas Muhammadiyah Malang (UMM) haben mit dem „Zeazen Herbal Tea“ einen speziellen Aufguss zur Stressreduktion konzipiert, wie antaranews.com am 18. September 2026 berichtete. Die Rezeptur basiert auf einer Kombination aus Maisbart, Minze und Jasminblüten, die gezielt auf funktionelle Pflanzenstoffe setzt.

Pflanzliche Wirkstoffkombination aus Maisbart und Kräutern

Die Entwicklung des funktionellen Tees läuft seit April 2026 und wird durch das staatliche Förderprogramm P2MW des Ministeriums für Hochschulbildung, Wissenschaft und Technologie (Kemendiktisaintek) unterstützt. Preislich liegt das Produkt bei Rp75.000 bis Rp100.000.

Die Zusammensetzung zielt auf synergistische Effekte ab: Maisbart liefert die Flavonoide Maysin und Luteolin, während Minze wertvolle Rosmarinsäure sowie Menthol beisteuert. Die beigemengten Jasminblüten bringen den Duft- und Wirkstoff Linalool ein. Diese spezifische Zusammenstellung soll zur Beruhigung beitragen und Stresssymptome mindern.

Wirkmechanismen von Heilpflanzen bei nervlicher Belastung

Die Nutzung phytotherapeutischer Ansätze zur Dämpfung von Stressreaktionen stützt sich auf unterschiedliche pharmakologische Mechanismen. Berichten zufolge zeigen Kräuter wie Melisse, Lavendel und Baldrian eine sedative Wirkung und beruhigen das Nervensystem innerhalb von Minuten bis wenigen Stunden. Bei akuter innerer Unruhe kommen traditionell auch Passionsblume und Hopfen zum Einsatz.

Einen anderen therapeutischen Pfad bilden adaptogene Pflanzen. Stoffe wie Rosenwurz und Ashwagandha greifen regulierend in die körpereigene Stressachse ein und stärken die Stressresistenz über einen längeren Zeitraum von mehreren Wochen.

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Kombinationen für Erholung und Nachtruhe

In der Teepraxis und Phytotherapie werden Kräuter häufig gemischt, um die Entspannung vor dem Einschlafen zu fördern. Bestimmte Substanzen wie das Flavonoid Apigenin in der Kamille, Rosmarinsäure in der Zitronenmelisse oder Valeriansäure im Baldrian greifen unter anderem über das GABA-System in die Entspannungsprozesse ein. Entsprechende Rezepturen kombinieren diese Extrakte teils mit Passionsblume oder Winterlinde.

Gleichzeitig verlangt die Anwendung von Kräutertees eine differenzierte Betrachtung je nach Konstitution. Zwar wirkt Pfefferminztee durch das enthaltene Menthol krampflösend bei manchen Magenbeschwerden, das ätherische Öl kann jedoch die glatte Muskulatur des unteren Ösophagussphinkters entspannen.

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Bei Personen mit Refluxkrankheit kann dies dazu führen, dass Magensäure aufsteigt und Sodbrennen verstärkt wird, weshalb in solchen Fällen mildere Alternativen wie Melisse oder Kamille bevorzugt werden.

Die Entwicklung an der UMM verdeutlicht, wie traditionell genutzte Pflanzenteile – darunter auch der in der Agrarwirtschaft oft als Nebenprodukt anfallende Maisbart – durch die Extraktion spezifischer sekundärer Pflanzenstoffe neu erschlossen werden.

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de | wissenschaft | 70125902 |