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Strawberry Browser 1.0: KI-Assistenten automatisieren Firmenaufgaben

Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 13:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Browser automatisiert Geschäftsabläufe mit teilbaren Assistenten; Strawberry plant eine Finanzierungsrunde für die Expansion.
Ein minimalistisch gestalteter, moderner Arbeitsplatz mit Blick auf einen skandinavischen Wald bei Dämmerung. Illustration mit AI erstellt.

Das schwedische Technologieunternehmen Strawberry hat die Version 1.0 seines KI-gestützten Webbrowsers veröffentlicht und damit die bisherige Betaphase beendet. Die Software richtet sich gezielt an Fachkräfte ohne Programmierkenntnisse in den Bereichen Vertrieb, Marketing, Personalbeschaffung und Kundenservice.

Nutzer können automatisierte Assistenten erstellen, die wiederkehrende Arbeitsabläufe im Unternehmenskontext eigenständig ausführen und über Zeit hinweg dazulernen.

Autonome Assistenten für Geschäftsprozesse

Die im Browser integrierten Assistenten können Teamaufgaben erlernen und ab der Version 1.0 mit Kollegen geteilt werden. Die Routinen lassen sich zeitgesteuert oder ereignisbasiert auslösen, etwa beim Eintreffen neuer E-Mails oder Kontakte.

Bei umfangreicheren Aufgaben verteilt das System die Arbeit auf parallele Sub-Agenten, um beispielsweise Recherchen zu 200 Firmen oder die Analyse von 100 Profilen von Arbeitsuchenden gleichzeitig abzuwickeln. Nach Angaben von Mitgründer und Geschäftsführer Charles Maddock seien die Agenten in der Lage, über Wochen hinweg am Stück zu arbeiten.

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Zu den weiteren Funktionen der Software zählt die lokale Aufzeichnung von Videokonferenzen über Zoom, Microsoft Teams und Google Meet. Dies erfolgt ohne die Einbindung externer Konferenz-Bots. Im Anschluss an die Besprechungen erstellt das Programm automatisch strukturierte Notizen und leitet anstehende Folgeaufgaben ab.

Sicherheitskontrollen und europäische Infrastruktur

Bei datenverändernden Aktionen setzt die Plattform auf manuelle Freigaben. Vor dem Versenden von E-Mails, Veröffentlichungen oder Änderungen an Datensätzen pausieren die Assistenten und verlangen eine Bestätigung durch den Anwender. Passwörter verbleiben laut Hersteller direkt im Browser. Zudem laufen die Agenten auf dem jeweiligen Endgerät der Anwender, wodurch eine lokale Datenhaltung innerhalb der Europäischen Union sichergestellt werden kann.

Zu den Sicherheitsmerkmalen zählen ferner Schutzmechanismen gegen manipulierte Eingaben, ein abgestuftes Berechtigungssystem, Zertifizierungen nach den Standards SOC 2 Type I und II sowie die Option, eigene Schnittstellenschlüssel einzubinden.

Finanzierung und internationale Expansion

Das 2023 gegründete Startup wird von Geschäftsführer Charles Maddock, dem operativen Leiter Sebastian Thunman und Technikchef Arian Hanifi geführt. Maddock positioniert die Software als europäische Alternative zu bestehenden US-Angeboten im Wettbewerbsumfeld von ChatGPT, Claude, Gemini und Grok Bot.

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Als Investor und Partner bei General Catalyst hob Yuri Sagalov hervor, dass sich der Webbrowser zu einem zentralen Schauplatz für den Einsatz künstlicher Intelligenz entwickle.

Strawberry sicherte sich bislang eine Finanzierung von 6 Mio. US-Dollar, an der sich unter anderem Gründer von Lovable, Supabase und Hugging Face beteiligten. Zur weiteren Expansion in Europa und den USA bereitet das Unternehmen eine Series-A-Finanzierungsrunde vor.

Neben ersten Unternehmenskunden wie Tandem Health und Lovable steht laut Unternehmensvertreter Laurits Wehding auch der brasilianische Markt im Fokus, wenngleich dort bislang kein eigenes Büro geplant ist.

Die Anwendung steht für die Betriebssysteme macOS und Windows zur Verfügung. Neben einer kostenlosen Basisvariante gliedern sich die regulären Tarife je nach Nutzungsumfang in monatliche Abonnements zu 20 US-Dollar, 85 US-Dollar und 250 US-Dollar.

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