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Stillen: Nur 17,4 Wochen Dauer – Studie fordert nationale Strategie

05.07.2026 - 15:21:23 | boerse-global.de

Die richtige Kost nach der Geburt fördert Heilung und Stillzeit. Eine Studie zeigt zudem Defizite in der Stillfreundlichkeit der Schweiz auf.

Postpartale Ernährung: So unterstützt du deine Regeneration
Stillen - Eine Nahaufnahme eines gesunden Tellers mit ausgewogener Mahlzeit, die Fisch, Gemüse und Vollkornprodukte zeigt. 05.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Aktuelle Studien und Leitlinien aus dem Sommer 2026 zeigen: Die richtige Ernährung beschleunigt nicht nur die körperliche Erholung, sondern legt auch die Basis für eine erfolgreiche Stillzeit.

Was der Körper jetzt braucht

Die Wahl der Lebensmittel beeinflusst die Regeneration maßgeblich. Fachleute empfehlen eine Kost mit viel Protein, Vitaminen und Mineralstoffen. Sie fördert die Wundheilung und steigert die Vitalität.

Protein spielt eine zentrale Rolle beim Gewebeaufbau. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen grundsätzlich 0,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Langlebigkeitsforscher betonen jedoch: Entscheidend ist die Qualität der Proteinquellen. Eine pescetarische Ernährungsweise gilt dabei oft als vorteilhaft.

Neben Proteinen ist ausreichend Flüssigkeit essenziell – besonders für die Milchproduktion. Ballaststoffreiche Lebensmittel helfen zudem gegen typische Beschwerden wie Verstopfung. In Fachvorträgen Anfang Juli im schweizerischen Langnau im Emmental wurde die Bedeutung unverarbeiteter, regionaler und saisonaler Lebensmittel unterstrichen. Sie liefern die beste Nährstoffdichte.

Stillen: Die Rahmenbedingungen hinken hinterher

Stillen ist ein Schlüsselfaktor für die langfristige Gesundheit von Mutter und Kind. Eine im Juli 2026 veröffentlichte Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) zeigt jedoch deutliche Defizite in der Schweiz. Auf einem internationalen Indexwert für Stillfreundlichkeit erreicht das Land nur 1,1 – das gilt als moderat.

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Die mediane Stilldauer liegt in der Schweiz bei nur 17,4 Wochen – dabei beginnt der Körper bereits mit der Ernährung nach der Geburt. Mit der richtigen Strategie können Sie die Milchproduktion fördern und typische Fallstricke vermeiden. Jetzt kostenlosen Still-Guide anfordern

Direkt nach der Geburt beginnen zwar rund 97 Prozent der Mütter mit dem Stillen. Die mediane Dauer des ausschließlichen Stillens liegt aber bei lediglich 17,4 Wochen. Die Studienautoren fordern deshalb eine nationale Stillstrategie, bessere Schulungen für Gesundheitsfachkräfte und einen längeren Mutterschaftsurlaub.

Parallel dazu hat die Nationale Stillkommission am Max Rubner-Institut am 3. Juli ihre Definitionen aktualisiert. Ziel ist es, internationale WHO-Standards besser im deutschen Gesundheitssystem abzubilden.

Warnsignale ernst nehmen

Trotz aller Ernährungsoptimierung bleibt die medizinische Überwachung nach der Geburt unerlässlich. Bei bestimmten Warnsignalen sollten Mütter sofort ärztliche Hilfe suchen:

  • Ungewöhnlich starke Blutungen
  • Anhaltendes oder hohes Fieber
  • Plötzlich auftretende Atemnot
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Rund 97 Prozent der Mütter beginnen mit dem Stillen, doch viele hören früher auf als gewünscht. Unser Leitfaden zeigt, wie Sie mit gezielter Ernährung und dem Erkennen von Warnsignalen die Stillzeit erfolgreich verlängern. Still-Leitfaden jetzt sichern

Eine medizinische Ernährungstherapie kann die Gesundheit unterstützen – ähnlich wie in der Diabetologie zur Senkung von Blutzuckerwerten. Fachleute warnen aber vor unkritischer Supplementierung. Ohne nachgewiesenen Mangel sollten Vitamine und Mineralstoffe nicht routinemäßig in hohen Dosen eingenommen werden.

Kritisch sehen Experten auch die zunehmende Vermarktung von hochverarbeiteten Proteingebinden. Sie können den gesundheitlichen Nutzen natürlicher Lebensmittel oft nicht ersetzen.

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