Steh-Sitz-Steh-Test: Fünf Sekunden zeigen Ihr Sterberisiko
08.06.2026 - 06:02:39 | boerse-global.de
Die „Steh-Sitz-Steh“-Methode braucht nur fünf Sekunden und soll eine verlässliche Prognose über die langfristige Vitalität liefern.
Die Medizinerin Dr. Natalie Azar hat die Methode bekannt gemacht. Der Test prüft Mobilität, Kraft und Koordination – ohne Hilfsmittel und ohne Abstützen.
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So funktioniert der Test
Der Proband startet im aufrechten Stand, kreuzt die Beine und setzt sich kontrolliert auf den Boden. Dann steht er wieder auf. Die Regel: Keine Hände, keine Knie, keine Arme zur Unterstützung nutzen.
Die Bewertung läuft auf einer Skala von null bis zehn Punkten. Jede Abstützung führt zu Punktabzug. Wer die volle Punktzahl will, muss die Übung perfekt ausführen. Fachleute sehen acht Punkte oder mehr als Zeichen für eine gute körperliche Verfassung.
Was die Wissenschaft sagt
Die Ergebnisse sind beachtlich. Eine Studie aus dem Jahr 2012 untersuchte Teilnehmer zwischen 51 und 80 Jahren über sechs Jahre. Das Ergebnis: Probanden mit den schlechtesten Testergebnissen hatten ein bis zu siebenmal höheres Sterberisiko als die Besten.
Der Grund liegt auf der Hand: Die Übung kombiniert Muskelkraft, Flexibilität und Gleichgewicht – alles Faktoren, die Stürze verhindern und die Selbstständigkeit im Alter erhalten.
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Wege zu besserer Fitness
Der Test diagnostiziert den Ist-Zustand. Doch wie verbessert man die Werte? Eine Studie aus dem Juni 2026 im Fachjournal „Life“ zeigt: Pilates wirkt. Inaktive Frauen trainierten vier Wochen lang dreimal pro Woche. Ergebnis: Ruhepuls, Blutdruck und Nüchternblutzucker sanken. Besonders Frauen zwischen 50 und 60 Jahren profitierten – ihr Cortisolspiegel ging deutlich zurück.
Auch Intervalltraining kann punkten. Forscher der Universität Hongkong fanden bis Herbst 2024 heraus: Eine wöchentliche Einheit von 75 Minuten Intervalltraining reduziert Bauchfett genauso effektiv wie drei Einheiten à 25 Minuten.
Technologie als Begleiter
Parallel zu manuellen Tests gewinnt die digitale Überwachung an Bedeutung. Im Juni 2026 stellte Fitbit den „Fitbit Air“ vor – einen Tracker ohne Display, der Puls, Blutsauerstoff und Hauttemperatur misst. Solche Geräte liefern präzise Daten ohne Abo-Zwang und helfen, Testergebnisse in einen größeren gesundheitlichen Kontext einzuordnen.
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