Steamroller: Erster Gaming-PC mit SteamOS 3 ab Juli für 1.299 Euro
30.06.2026 - 04:56:13 | boerse-global.de
Der erste vorkonfigurierte Gaming-PC mit SteamOS 3 kommt auf den Markt – und könnte Microsofts Dominanz im Gaming-Segment herausfordern.
Steamroller: Linux-Pionier für Spieler
MetaPCs hat mit dem „Steamroller" einen Gaming-PC vorgestellt, der als erstes vorkonfiguriertes System mit SteamOS 3 ausgeliefert wird. Das Besondere: Statt Windows kommt Valves Linux-basiertes Betriebssystem zum Einsatz, das ursprünglich für die Steam Deck-Handhelds entwickelt wurde.
Der Steamroller ist ab sofort für 1.299 Euro vorbestellbar und soll ab dem 3. Juli 2026 in den USA und Kanada ausgeliefert werden. Das System setzt auf handelsübliche Desktop-Komponenten – ein klarer Vorteil für alle, die später aufrüsten wollen.
Die Hardware liest sich vielversprechend: Ein AMD Ryzen 5 9600X mit sechs Kernen auf Zen-5-Architektur, gepaart mit einer Radeon RX 7600. Dazu kommen 16 GB DDR5-5600 RAM, eine 1 TB NVMe SSD und ein B850M-WiFi-Mainboard. Das Ganze steckt im kompakten Jonsbo D32-Gehäuse mit 240-mm-Wasserkühlung.
Durch den Verzicht auf eine Windows-Lizenz kann MetaPCs den Preis niedriger halten – ein cleverer Schachzug, der die wachsende Kompatibilität des SteamOS-Ökosystems nutzt.
Valve erweitert SteamOS – und kämpft mit steigenden Kosten
Nur zwei Tage zuvor, am 28. Juni, veröffentlichte Valve das SteamOS 3.8-Update. Es bringt deutlich verbesserte Unterstützung für Nvidia- und Intel-Hardware – ein Signal an alle Bastler, die sich ihren eigenen „Steam Machine"-Rechner zusammenbauen wollen.
Während Gaming-PCs wie der Steamroller zeigen, wie leistungsfähig Linux heute ist, zögern viele Nutzer noch beim Umstieg auf das freie Betriebssystem. Das kostenlose Linux-Startpaket zeigt Schritt für Schritt, wie Sie Ubuntu parallel zu Windows installieren – ohne Risiko und ohne Datenverlust. Ubuntu-Vollversion und Installations-Leitfaden kostenlos sichern
Doch Valves eigene Pläne für eine offizielle Steam Machine haben einen Dämpfer erhalten. Die Preisdetails, die am 29. Juni bekannt wurden, zeigen: Günstig wird das nicht. Die Einstiegsvariante mit 512 GB Speicher soll rund 1.039 Euro kosten, die 2-TB-Version sogar 1.359 Euro. Zum Vergleich: Valves ursprüngliches Ziel lag bei etwa 750 Euro.
Warum der Aufschlag? Die DRAM-Preise sind explodiert – um mehr als 170 Prozent seit Jahresbeginn. Das macht die kalkulierten Margen zunichte. Die neuen Steam Machines setzen auf kundenspezifische RDNA-3-GPUs und Sechskern-Prozessoren auf Zen-4-Basis.
Lenovo, HP und Co.: Die traditionellen Hersteller ziehen nach
Während Valve und MetaPCs neue Wege gehen, bleibt der klassische PC-Markt nicht stehen. Lenovo hat am 29. Juni einen überarbeiteten GeekPro-Desktop für den chinesischen Markt vorgestellt. Für umgerechnet rund 1.910 Euro gibt es einen Intel Core i7-14700F und eine Nvidia RTX 5060 Ti mit 8 GB VRAM, unterstützt von 24 GB DDR5-RAM und einer PCIe-4.0-SSD.
Ob Gaming oder professionelle Anwendungen – ein stabiles Betriebssystem ist die Basis für jeden Rechner, doch viele Anwender scheuen die Kosten für teure Hardware-Upgrades. Mit Ubuntu aus dem Gratis-Startpaket wird der Rechner schneller, sicherer und stabiler, sodass selbst ältere PCs wieder wie neu laufen. Kostenloses Linux-Startpaket hier anfordern
HP legte am 28. Juni mit dem OMEN Max 16 nach – einem Gaming-Laptop für etwa 2.938 Euro in China. Unter der Haube: ein Intel Core Ultra 7 270HX und eine RTX 5070 Ti.
Auch im Einzelhandel zeichnet sich der trend zu den neuesten Komponenten ab. Bei Costco tauchten kürzlich High-End-Konfigurationen auf: Der MSI Aegis mit Ryzen 9 9900X und RTX 5080 für 3.199 Euro, sowie der CyberpowerPC Gamer Supreme mit Ryzen 7 9800X und Radeon 9070 XT für 2.399 Euro.
Die Botschaft ist klar: Die 50er-Serie von Nvidia und die 9000er-Serie von AMD halten Einzug in die Premium-Segmente – und der Wettbewerb um die beste Gaming-Plattform wird härter denn je.
