SteamOS 3.8: Valve bereitet neue Steam Machines vor
18.06.2026 - 22:47:43 | boerse-global.de
Valve hat die stabile Version von SteamOS 3.8 veröffentlicht. Das Update bringt Unterstützung für neue Steam-Machine-Hardware und erweitert die Kompatibilität mit Drittanbieter-Handhelds.
Die neue Version, die auch als 3.8.10 geführt wird, setzt auf den Linux-Kernel 6.16 und aktualisierte Grafiktreiber. Besonders spannend: Valve bereitet offenbar den Boden für neue Steam Machines – ein klares Signal, dass der Konzern den kleinen Formfaktor-PC-Markt nicht aufgegeben hat.
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Mehr Power für Handhelds
Für Besitzer tragbarer Gaming-Geräte gibt es gleich mehrere Verbesserungen. Das Update bringt offizielle Controller-Unterstützung für den Lenovo Legion Go 2, den MSI Claw, das ASUS ROG Ally sowie Geräte von OneXPlayer und GPD. Die Eingabeverzögerung konnte auf 100 bis 500 Mikrosekunden gesenkt werden – ein deutlicher Fortschritt für flüssiges Spielen.
Im Desktop-Modus setzt SteamOS nun standardmäßig auf Wayland als Anzeigeprotokoll und kommt mit KDE Plasma 6.4.3 daher. Neu hinzugekommen sind Unterstützung für HDR und variable Bildwiederholraten (VRR), inklusive HDMI-VRR.
Wichtige Updates für Steam Deck-Besitzer
Das LCD-Modell des Steam Decks erhält mit dem Update BIOS 133 und eine erste Version der Hibernation-Funktion. Für das OLED-Modell steht BIOS 114 bereit. Valve hat zudem Teile des SteamOS-Codes als Open Source veröffentlicht – ein Schritt, der die Community freuen dürfte.
Ubuntu: Sprachsteuerung ohne Cloud
Canonical hat mit Myna eine lokale Spracherkennungs-Engine vorgestellt. Das Tool ist für das kommende Ubuntu 26.10 (Codename „Stonking Stingray") gedacht und ermöglicht Diktierfunktionen komplett ohne Internetverbindung.
Die Sprachdaten werden lokal verarbeitet – ein klarer Vorteil für Datenschutzbewusste. Der Mikrofonzugriff ist laut Canonical strikt auf die aktive Diktierfunktion beschränkt. Myna steht als Open-Source-Projekt auf GitHub zur Verfügung.
Parallel dazu ist die Beta von Ubuntu 26.04 LTS („Resolute Raccoon") erschienen. Die Langzeitunterstützungsversion basiert auf Linux-Kernel 6.20 und ist als Desktop-, Server- und WSL-Version sowie als Kubuntu und Xubuntu verfügbar.
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KDE Plasma 6.7: Das Ende einer Ära
Die KDE-Community hat Plasma 6.7.0 veröffentlicht – und das ist eine kleine Sensation. Diese Version ist die letzte, die das alte X11-Fenstersystem unterstützt. Ab Plasma 6.8 wird ausschließlich Wayland zum Einsatz kommen.
Zu den Neuerungen gehören:
- Separate virtuelle Desktops für jeden einzelnen Monitor
- Tastatur-Wiederholfunktion für Zeichen mit Akzenten
- Die Rückkehr des Oxygen-Designs
- Verbesserte Verwaltung von Hintergrundanwendungen in der Taskleiste
- Optimierte GPU-Auslastung und besseres Farbmanagement
Sicherheitsupdates: Diese Distributionen müssen aktualisiert werden
Mehrere Linux-Distributionen haben kritische Sicherheitsupdates veröffentlicht:
- Tails 7.9: Die anonyme Betriebssystemversion bringt Tor Browser 15.0.16 und aktualisierte Firmware für Grafik und WLAN. Auch Secure-Boot-Probleme wurden behoben.
- Fedora 43 und 44: Patches für Schwachstellen in Chromium 149, Firefox 152 und Nextcloud 33.0.5.
- AlmaLinux 8 und 10: Sicherheitsupdates für Kernel, OpenSSL und rsync schließen Lücken, die Remote-Code-Ausführung oder Rechteausweitung ermöglichen könnten.
- Oracle Linux 8: Ein Kernel-Update behebt mehrere „Use-after-free"-Schwachstellen in Komponenten wie MPTCP und der Paketverarbeitung.
Nutzer aller genannten Systeme sollten die Updates umgehend einspielen, um Stabilität und Sicherheit zu gewährleisten.
